Wildvogel in Nordfriesland infiziert

Erster Fall von Geflügelpest in diesem Herbst

Geflügelhalter werden gebeten, ihre Tiere vor der Geflügelpest zu schützen und die Sicherheitsmaßnahmen kritisch zu prüfen.
Geflügelhalter werden gebeten, ihre Tiere vor der Geflügelpest zu schützen und die Sicherheitsmaßnahmen kritisch zu prüfen.
© dpa, Frank Molter, wst

16. Oktober 2021 - 15:50 Uhr

Erster Nachweis seit Mitte Juni

In Schleswig-Holstein ist nach mehrmonatiger Pause ein neuer Fall von Geflügelpest bestätigt worden. Der Erreger des Subtyps H5N1 sei bei einem Wildvogel im Kreis Nordfriesland festgestellt worden, teilte das Landwirtschaftsministerium am Samstag in Kiel mit. Bei der erkrankten Pfeifente handelt es sich um den ersten Nachweis der Geflügelpest in Schleswig-Holstein seit Mitte Juni.

Das müssen Geflügelhalter jetzt beachten!

Erster Fall von Geflügelpest in diesem Herbst
Das Risiko für Geflügelpest wird durch Vogelzug erhöht. Quelle: dpa
© dpa, Patrick Pleul, ppl

Es seien zudem weitere tote Vögel in geringer Anzahl und lokal begrenzt gefunden worden. Auch von ihnen wurden Proben für weitere Untersuchungen am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) entnommen. Weitere Nachweise seien deshalb möglich.Geflügelhalter werden gebeten, ihre Tiere vor der Geflügelpest zu schützen und die Sicherheitsmaßnahmen kritisch zu prüfen. Damit soll der direkte und indirekte Kontakt vermieden werden. Auch beim Zukauf von Tieren sei Vorsicht geboten. Die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, ist eine Infektionskrankheit, die vor allem bei Wasservögeln und anderen Vögeln vorkommt. Schleswig-Holstein ist besonders gefährdet, weil das Land ein wichtiges Vogeldurchzugsgebiet ist.

Geflügelpest ist das "bislang größte, schwerste und am längsten andauernde Geschehen!"

Dem Ministerium zufolge ist das Geflügelpest-Geschehen 2020/2021 das "bislang größte, schwerste und am längsten andauernde Geschehen". Seit der ersten Ausbrüche Ende Oktober 2020 wurde das Geflügelpestvirus demzufolge bis Mitte Juni 2021 bei rund 700 Wildvögeln in Schleswig-Holstein bestätigt. Bundesweit war Schleswig-Holstein mit mehr als der Hälfte aller in Deutschland bestätigten Fälle am stärksten betroffen. In zehn kleineren sowie größeren Hausgeflügelhaltungen sei es zudem zu Ausbrüchen gekommen. Auch bei drei Seehunden war im Sommer der Vogelgrippe-Virus mit dem Subtyp H5N8 festgestellt worden.(dpa/kst)