2018 M07 20 - 16:41 Uhr

Die Preisunterschiede zwischen den Geräten sind teilweise enorm

Heißluft-Fritteusen versprechen Genuss ohne Reue. Anstatt mit Fett sollen Snacks wie Pommes allein mit heißer Luft knusprig werden. Die Geräte gibt es schon ab 70 Euro - teilweise kosten sie aber auch bis zu 450 Euro. Wir zeigen Ihnen, wie Heißluft-Fritteusen funktionieren und wie Sie das richtige Gerät für sich finden.

So funktioniert das "Frittieren" ohne Fett

Im Prinzip funktioniert die Heißluft-Fritteuse wie ein kleiner Backofen: ein Heizring bringt Luft auf eine Temperatur von 40 bis 200 Grad. Die erhitzte Luft wird dann von einem Ventilator im Garraum des Geräts verteilt. Im Unterschied zum Backofen ist die Strömungsgeschwindigkeit der heißen Luft aber höher. Das sorgt dafür, dass die Pommes ähnlich knusprig werden, wie mit der klassischen Fritteuse. Und die Zubereitung geht schneller, was langfristig wiederum Energiekosten spart. Allerdings ist ihre Lautstärke nichts für empfindliche Ohren: Mit durchschnittlich 75 Dezibel ist die Heißluft-Fritteuse ungefähr so laut wie ein Föhn oder Staubsauger.

Mit der Heißluft-Fritteuse können Sie übrigens nicht nur Pommes frittieren, sondern auch Gemüse erhitzen, Kuchen backen oder Fleisch grillen. Einige Modelle verfügen sogar über zwei Ebenen, auf denen gleichzeitig verschiedene Speisen gegart werden können.

Worauf Sie beim Heißluft-Fritteusen-Kauf achten sollten

Die richtige Größe
Es gibt Heißluft-Fritteusen in unterschiedlichen Größen. Für Singles reicht ein Fassungsvermögen von rund einem Liter. Paare und kleine Familien sind mit 1,5 bis 2 Litern gut bedient. Es gibt aber auch welche mit 9 Litern Fassungsvermögen.

Mit Rührarm oder ohne?
Praktisch sind Modelle mit rotierendem Rühr-Arm. Doch bei vielen Modellen ist eigenhändiges Durchrühren der Pommes nach etwa der Hälfte der Garzeit gefordert. Die Garzeit hängt vom jeweiligen Modell ab und liegt bei 15 bis 25 Minuten. Wichtig ist, dass die Heißluft-Fritteuse frei stehen sollte. Denn die austretende Luft ist sehr heiß.

Der Preis
Die günstigsten Geräte sind schon ab 70 Euro zu haben. Es gibt aber auch Modelle, die knapp 450 Euro kosten - je nach Fassungsvermögen, Wattleistung und Zusatzfunktionen. Manche Fritteusen haben sogar eine Bluetooth-Schnittstelle. Aber auf den Geschmack der Pommes haben solche Spielereien natürlich keinen Einfluss.

Genuss ohne Reue mit der Heißluft-Fritteuse?

Von einer Heißluft-Fritteuse versprechen sich die meisten vor allem eines: Genuss ohne Reue. Und dieses Versprechen wird erfüllt. Beispiel gefällig? Für die Zubereitung von Heißluft-Fritten sind 80 Prozent weniger Fett nötig als in der normalen Fritteuse.

Fritten aus frischen Kartoffeln enthalten rund drei Prozent Fett, Pommes aus der herkömmlichen Fritteuse bis zu 20 Prozent. Tiefkühl-Fritten, die mit Heißluft gegart wurden, haben dagegen nur rund sechs Prozent Fett. Und die Kalorien? Eine traditionell frittierte Portion Pommes (200 Gramm) hat knapp 650 Kalorien, Heißluft-Fritten dagegen nur etwa 450.