Dana wurde von ihrem eigenen Mann angezündet

Jetzt muss sie auch noch um ihr Kind kämpfen

Dana wurde von ihrem Mann angezündet, überlebte wie durch ein Wunder. Doch während sie um ihr Leben kämpfte, kümmert sich ihr Ex-Mann um den gemeinsamen Sohn. Jetzt will er den Jungen nicht mehr herausgeben. Dana kämpft ein zweites Mal.

Sie war eine glückliche Mutter, hat als Pflegerin immer anderen geholfen. Aus ihrer ersten Ehe entsteht der kleine Tim. Doch diese Ehe scheiterte und die junge Frau aus der Nähe von Berlin lernte einen neuen Mann kennen, der ihr Leben für immer verändert hat. Sie heiratete Friedhelm R.. Doch schon kurz nach der Hochzeit zeigte er plötzlich ein anderes Gesicht, wurde immer eifersüchtiger. Dana wollte ihn verlassen, doch dazu kam es nicht mehr. Friedhelm R. überschüttete seine Frau mit Benzin und zündete sie an. Dann legte er Feuer im Haus. Verzweifelt ist sie brennend hinausgerannt, rettete sich mit einem Sprung in den Teich. Und bei aller Angst um sich selbst hat sie nur an ihren kleinen Sohn gedacht.

Sechs Monate lang kämpfte sie auf der Intensivstation gegen unfassbare Schmerzen. Alles, was sie am Leben hielt, war der Gedanke an ihren kleinen Sohn. Während sie im Krankenhaus lag, kümmerte sich Tims leiblicher Vater in Rostock um den Jungen. Dana wünschte sich nach ihrer Entlassung nichts sehnlicher, als ihren Sohn in die Arme zu nehmen. Doch als sie aus der Klinik kam, wollte der Vater Tim behalten. Unmittelbar nach der Entlassung ist Dana spontan nach Rostock gefahren, hat Tim im Hort besucht. Sie konnte ihn nach ganzen sieben Monaten nur 20 Minuten lang sehen - und das in Anwesenheit einer Hortmitarbeiterin. Man habee Angst, dass die entstellte Mutter das Kind schockieren könnte.

„Ich werde jetzt weiterkämpfen. Ich gebe nicht so schnell auf!“

Es ist beachtlich, dass Dana Rudersdorf nicht einfach zusammengebrochen ist. Regelmäßig steht sie nun dem Mann vor Gericht gegenüber, der ihr Leben zerstören wollte. Sie braucht dafür dringend Halt ihrer kleinen Familie. Aber genau das erschwert ihr Ex-Mann, indem er sie nicht mit ihrem Sohn zusammenleben lässt. Dana versteht nicht, warum man ihr ihr Kind nicht wieder gibt - zumal der Kleine zu ihr möchte.

Um Tim zurück zu kriegen, steht Dana nun doppelt vor Gericht: Gegen Friedhelm R., der sie töten wollte und gegen ihren ersten Ehemann, der ihr nun ihren einzigen Halt entreißen will. Der Richter hat entschieden, dass es einfacher ist, den kleinen Tim beim Vater zu lassen, weil er sich dort nach fast acht Monaten bereits eingewöhnt hat. Voraussichtlich wird Dana ihren Sohn an nur einem Wochenende im Monat sehen können.

Eine Entscheidung, die angesichts von Danas Schicksal fassungslos macht. Stellung wollte das Gericht zu dieser Entscheidung nicht beziehen. Aber Dana will mit ihrer Anwältin Berufung einlegen. Sie hat gelernt durchzuhalten: „Ich werde jetzt weiterkämpfen. Ich gebe nicht so schnell auf!“. Wenn Dana eines gelernt hat, dann dass sich das Kämpfen lohnt. Schon einmal hat sie geschafft, was man nicht für möglich gehalten hätte: Sie hat überlebt. Aber erst mit ihrem Kind wird sie sagen können: Ich bin wieder zu Hause angekommen.