Beautylexikon
Beautybegriffe einfach erklärt

Beautylexikon: Heubad

Das Heubad – ein anregendes, entspannendes Bad in frisch geschnittenem Heu

Bei einem Heubad wird frisches, trockenes Heu mit warmem Wasser übergossen, anschließend wird in der Mischung gebadet. Allerdings kann man das Bad auch ohne Wasser nur in warmem, noch feuchtem Heu durchführen. Was auf den ersten Blick etwas seltsam anmuten mag, hat eine positive Wirkung auf Kreislauf, Haut und Haare. Traditionell wird das Heubad vor allem in (Süd-)Tirol durchgeführt, wo es auch liebevoll als 'Alpenbaderl' bezeichnet wird.

Beim herkömmlichen Heubad, wie es schon vor über hundert Jahren durchgeführt wurde, wird das Heu mit sehr warmen Wasser – etwa 40 Grad Celsius Wassertemperatur – übergossen; anschließend wird der Genießer des Bades bis zum Hals mit Heu bedeckt. Nach dem Bad sollte eine Ruhephase von dreißig bis sechzig Minuten erfolgen. Um den Effekt des Bades zu verstärken, wird die Person dabei in warme Decken und Tücher eingehüllt.

Welche positiven Einflüsse übt das Bad im Heu aus?

Durch die im frischen Alpenheu enthaltenen Blüten und Gräser hat das Heu eine anregende, stimulierende Wirkung. Muskeln werden entspannt, der Kreislauf wird angeregt und die Lebensgeister neu belebt. Zudem wird dem Bad – vor allem durch das Schwitzen und die Inhaltsstoffe der Kräuter – eine entschlackende und entgiftende Wirkung zugeschrieben. Auch die Haut erfährt eine Tiefenreinigung; Unreinheiten können so angeblich sichtlich vermindert werden. Die ätherischen Öle wirken entspannend und erholsam. Daher ermöglicht ein Heubad eine angenehme Auszeit vom Alltagsstress.

Die Geschichte des Heubades

Das Bad im Heu hat eine lange Tradition – bereits vor hunderten von Jahren schliefen Bauern nach der Heumahd, welche körperlich sehr anstrengend war, im frisch geschnittenen Heu, um morgens fit und erholt wieder aufzuwachen. Was sie schon lange wussten, hat letztendlich auch die Wissenschaft bewiesen: Sogar gegen Leiden wie Ischias, Arthrose und Rheuma kann das Bad im duftenden Grün erfolgreich eingesetzt werden.

Schon ab 1890 vermarkteten schlaue Bauern das Heubad als kostenpflichtige Kuranwendung und lockten damit reiche Touristen erst aus der näheren Umgebung, später auch von weit weg in ihre Dörfer – für die meist eher armen Bauern ein willkommener Zusatzverdienst!

Wer sollte auf ein Heubad verzichten?

Grundsätzlich tut ein Bad im warmen Heu fast jedem gut. Abstand halten sollten jedoch Menschen mit Heuschnupfen oder Allergien auf Gräser und Pollen, da sie durch ein solches Bad Ausschlag, Atemprobleme und andere allergische Reaktionen bekommen könnten.

Wo kann man ein Heubad machen?

Vor allem in Alpenregionen sind Heubäder eine beliebte kosmetische Anwendung – das liegt auf der Hand, da hier das frische Heu in bester Qualität stets in greifbarer Nähe ist. So bieten viele Wellness-Hotels und Spas in den Bergen und auf dem Land dieses besondere Bad an.

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