So können Sie helfen!

Acht Monate alter Maxim aus Garbsen braucht dringend eine Stammzellspende

Maxim will leben!
Maxim will leben!
© DKMS

18. Februar 2021 - 13:58 Uhr

Maxim will leben!

Maxim ist gerade einmal acht Monate alt und wird jetzt schon mit der wohl größten Herausforderung seines Lebens konfrontiert: Der kleine Junge leidet an einer aggressiven Form von Blutkrebs. Nur eine Stammzellspende kann sein Leben retten!

Maxims Eltern und DKMS organisieren Online-Registrierungsaktion

Maxim mit seinen Eltern
Maxim mit seinen Eltern
© DKMS

Alica und Dimitrios, Maxims Eltern, müssen in ihrem jungen Elternglück bereits viel Leid ertragen. Gerade freuen sie sich noch sehr über ihren kleinen aufgeweckten Jungen, als sie bemerken – da stimmt etwas nicht. Maxim scheint große Schmerzen zu haben, wenn man ihn auf den Bauch dreht. Er wird immer blasser, kann nur noch schlecht schlafen und hört auf zu lachen. Eine Untersuchung im Krankenhaus macht die schlimmsten Befürchtungen wahr: Leber und Milz sind auf das Doppelte vergrößert. Maxim hat Blutkrebs. Sein Zustand ist so kritisch, dass er jeden Moment sterben kann. "Eine solche Nachricht ist wie eine große Welle, die alles Vorhandene niederreißt. Da ist nur noch ein großes schwarzes Loch", erinnert sich Mama Alica. Seit 10 Wochen bekommt Maxim jetzt eine Chemotherapie und es geht ihm tatsächlich besser! Dennoch: Nur eine Stammzellspende kann Maxims Leben retten. Gemeinsam mit der DKMS organisieren Maxims Eltern eine Online-Registrierungsaktion, um den passenden Spender für ihren kleinen Sohn zu finden.

Hilfe bei Blutkrebs: So werden Sie Stammzellenspender

Nicht jeder kann für jeden Stammzellen spenden. Umso höher die genetische Ähnlichkeit, desto geringer ist die Gefahr, dass der Körper die neuen Zellen abstößt. Doch nur etwa 30 Prozent aller Patienten finden einen geeigneten Spender im Verwandtenkreis. Weltweit hat jeder von uns aber genetische Zwillinge – von denen man die Stammzellen erhalten kann. Umso mehr Menschen sich als Stammzellenspender registrieren, desto höher ist die Chance, passende Spender und Empfänger zusammen zu bringen. Das geht zum Beispiel über die Deutsche Knochenmarkspenderdatei, kurz DKMS.

Grundsätzlich kann jeder im Alter zwischen 17 und 55 Jahren als potentieller Stammzellenspender registriert werden. Einige Vorerkrankungen schließen eine Spende aus. Die Übersicht dazu finden Sie hier. Wer aber als Spender in Frage kommt, muss sich erstmal bei der DKMS typisieren lassen. Dafür reicht ein Wangenabstrich mit einem Wattestäbchen. Das Test-Kit kann hier angefordert werden. Außerdem gibt es regelmäßig Typisierungsaktionen. Eine Übersicht über Veranstaltungen in der Nähe finden Sie hier.

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Und dann?

Die DNA-Merkmale werden im DKMS-Labor analysiert und registriert. Und dann kann es eine Übereinstimmung mit einem Patienten geben. In dem Fall meldet sich die DKMS bei dem Spender und organisiert nicht nur die Entnahme der Stammzellen, sondern kommt auch für Anfahrts - oder Unterbringungskosten auf. Weil das deutsche System weltweit mit Datenbanken vernetzt ist, können Spender und Patient aus den unterschiedlichsten Ecken der Welt stammen. Unterschiedliche Gesetzeslagen führen dazu, dass nicht immer die Kontaktdaten ausgetauscht werden dürfen. Doch manchmal ist das möglich – wenn beide Seiten das wollen.

Was genau ist eigentlich eine Stammzellenspende?

Unter dem Mikroskop sind sie äußerlich kaum von anderen Zellen zu unterscheiden. Doch das Besondere: Stammzellen haben die Fähigkeit, sich unendlich zu teilen und sind auf keine spezielle Funktion festgelegt. Man findet Stammzellen etwa im Knochenmark oder in der Nabelschnur. Dadurch, dass sie noch keine Spezialisierung haben, können sie kaputtes Gewebe ersetzen, indem sie sich selbst in die benötigten Zellen umwandeln. Bei einer Stammzellespende werden dem gesunden Spender Stammzellen entnommen – dafür gibt es verschiedene Verfahren. Am häufigsten ist die Entnahme über das Blut oder Knochenmark. Je nach Verfahren muss der Spender sich medikamentös auf die Entnahme vorbereiten. Die Transplantation von Blutstammzellen hat dabei den Vorteil, dass die Entnahme sogar ambulant erfolgen kann. 80 Prozent der Stammzellenspenden können also direkt über die Blutbahn entnommen werden. Diese gesunden Zellen werden dann dem erkrankten Empfänger injiziert und können dort helfen, die bösartigen Zellen zu ersetzen.

Warum ist eine Stammzellenspende so erfolgreich bei Blutkrebs?

Allein in Deutschland erkrankt alle 15 Minuten ein Mensch an Blutkrebs, also Leukämie. Die normale Blutbildung wird dabei durch bösartige Zellen verhindert. Eine Blutstammzellen-Spende ist für viele Patienten deshalb die einzige Hoffnung auf eine dauerhafte Heilung. Denn oftmals reichen medikamentöse Therapien nicht aus, um den Krebs zu besiegen. Viele Patienten erhalten dann Chemo- und Strahlentherapien, um alle bösartigen Leukämiezellen abzutöten. Die transplantierten, gesunden Stammzellen entwickeln sich im Körper des Patienten – und schenken ihm so im besten Falle ein neues Blutbild und Immunsystem.