Foodpunk verkauft keinen Shake und keine Kapsel, sondern einen personalisierten Ernährungsplan auf Keto- oder Low-Carb-Basis und dazu den Kontakt zu Ernährungsberatern. Drei Monate kosten 49,99 € statt regulär 59,99 € (Stand: August 2026), und dafür bekommen Sie ausschließlich Planung und Betreuung: jedes Gramm Lebensmittel kaufen und kochen Sie weiterhin selbst.
Damit steht und fällt die Kaufentscheidung. Ein Plan hilft nur dem, der ihn befolgt, und ein fest gerechneter Makroplan verlangt mehr Disziplin als eine App, die abends nur protokolliert, was Sie ohnehin gegessen haben. Für viele, die gerade über einen Ernährungsplan nachdenken, ist das der falsche Kauf.
Foodpunk: was Sie für Ihr Geld tatsächlich bekommen
Sie füllen einen Fragebogen aus, aus dem der Anbieter einen individuellen Ernährungsplan rechnet. Wählbar sind Keto, Low Carb und moderate Kohlenhydratmengen, dazu Ausrichtungen wie Paleo, vegetarisch, vegan oder pescetarisch. Der Plan wird monatlich angepasst, Sie greifen per App und über den Browser darauf zu, und Sie haben Zugang zum Support durch Ernährungsberater.
Der letzte Punkt ist der eigentliche Unterschied zu einer Tracking-App, und er ist der Grund, warum sich der Preis rechnen kann.
Was der Beraterkontakt wert ist
Eine App sagt Ihnen, dass Sie über Ihrem Kohlenhydratziel liegen. Ein Mensch sagt Ihnen, welche der drei Mahlzeiten Sie umbauen, damit das nicht jeden Dienstag wieder passiert. An dieser Übersetzung von der Zahl zur Handlung scheitern Selbstversuche.
Faustregel: Nutzen Sie den Kontakt in den ersten zwei Wochen, nicht im dritten Monat. Gehen Sie mit konkreten Fragen hinein statt mit “es klappt nicht”: Welche Alternative habe ich zum Kantinenessen am Mittag? Womit ersetze ich das Frühstück, wenn ich morgens keinen Appetit habe? Wie sieht ein Restaurantabend im Plan aus? Antworten auf solche Fragen sind das, was Sie sonst für den Stundensatz einer Ernährungsberatung zahlen.
Wichtig: Prüfen Sie vor dem Kauf, welche Kohlenhydratstufe der Fragebogen Ihnen zuweist und welche Tagesmenge sie konkret vorsieht. Der Unterschied zwischen “moderat” und “ketogen” entscheidet über Ihren gesamten Einkaufswagen, und die Antwort darauf gehört vor die Zahlung, nicht danach.
Preise, Laufzeiten und was der Plan pro Tag kostet
| Laufzeit | Aktionspreis | pro Monat | regulär |
|---|---|---|---|
| 3 Monate | 49,99 € | 16,66 € | 59,99 € |
| 6 Monate | 69,99 € | 11,67 € | 99,99 € |
| 12 Monate | 99,99 € | 8,33 € | 129,99 € |
Stand: August 2026, laut Preisseite des Anbieters. Dazu kommt eine Geld-zurück-Garantie von 14 Tagen ab Start.
Die Staffel ist ungewöhnlich klar für diesen Markt, und sie ist steil: Der Dreimonatsplan kostet pro Monat mit 16,66 € genau das Doppelte des Jahresplans mit 8,33 €. Vier aufeinanderfolgende Dreimonatsverträge kämen auf 199,96 €, ein Jahresvertrag auf 99,99 €. Wenn Sie sicher wissen, dass Sie ein Jahr dabeibleiben, zahlen Sie für die kurze Laufzeit rund 100 € Aufschlag.
Unser Rat: Nehmen Sie trotzdem die kurze Laufzeit. Die 14 Tage Geld-zurück-Garantie decken genau die Phase ab, in der Sie noch motiviert sind; ob Sie die Umstellung mögen, wissen Sie erst in Woche vier oder fünf, und dann sind Sie im Jahresvertrag gebunden.
Eine Woche Plan gegen selbst gerechnete Makros
Rechnen Sie den Betrag klein, dann sehen Sie, worüber Sie eigentlich entscheiden. 49,99 € für drei Monate sind rund 3,85 € pro Woche oder etwa 55 Cent pro Tag. Beim Jahresplan sind es 1,92 € pro Woche, gut 27 Cent pro Tag.
Dieser Betrag kauft kein Lebensmittel. Der Einkauf für dieselbe Woche geht komplett zusätzlich auf Ihre Rechnung, und zwar in identischer Höhe, egal ob der Plan von Foodpunk kommt oder ob Sie ihn selbst zusammenstellen. Wer sich die Makros einer Woche selbst rechnet, mit einer kostenlosen Tracking-App und einer Tabelle, zahlt für die Planung 0 € und für die Lebensmittel dasselbe. Die 55 Cent pro Tag sind also der Preis für die Rechenarbeit, die monatliche Anpassung und den Zugriff auf einen Berater.

Eine Woche Keto-Speiseplan sauber selbst zu rechnen, inklusive Einkaufsliste und Resteverwertung, ist Abendarbeit. Wer diese Abende nicht investieren will, kauft mit 16,66 € pro Monat genau diese Zeit zurück, und das ist der einzige Vergleich, der bei diesem Produkt zählt. Was der Plan dagegen nicht ausgleicht: Ein kohlenhydratarmer Einkaufswagen mit Fisch, Nüssen, Ölen und viel Gemüse fällt in der Regel teurer aus als einer mit Nudeln und Reis.
Praxistipp: Prüfen Sie das an Ihrem eigenen Kassenbon nach den ersten zwei Wochen. Belastbare Vergleichszahlen für einen deutschen Warenkorb veröffentlicht in diesem Markt niemand.
Was am Ende der Laufzeit passiert
Der Vertrag verlängert sich zum Laufzeitende automatisch, und gekündigt wird zum Laufzeitende. Das ist die übliche Konstruktion, sie ist nur dann ein Problem, wenn Sie den Termin vergessen.
Tipp: Legen Sie sich am Kauftag zwei Erinnerungen an, eine auf Tag 12, solange die Geld-zurück-Garantie noch greift, und eine mit klarem Vorlauf vor dem Ende der Laufzeit. Warten Sie mit der Kündigung nicht auf die letzten Tage. Wenn Sie in Woche eins merken, dass die Ernährungsform nichts für Sie ist, nutzen Sie die 14 Tage. Diese Frist ist der einzige Ausstieg, der Ihnen Geld zurückbringt.
Für wen Foodpunk das falsche Produkt ist
Vier Situationen, in denen Sie das Geld besser sparen:
- Sie wollen normal weiteressen. Ein Foodpunk-Plan greift in Ihre Grundnahrungsmittel ein: Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln und Bier rutschen je nach Stufe stark nach unten oder ganz heraus. Wer das nicht will, kauft sich hier vier Wochen Frust.
- Sie wiegen nicht ab und planen nicht vor. Portionsangaben in Gramm sind der Kern des Produkts. Ohne Küchenwaage und ohne Einkauf nach Liste bleibt von der Personalisierung nichts übrig, für die Sie bezahlt haben.
- Sie haben Low Carb schon zweimal abgebrochen. Wenn Sie eine kohlenhydratarme Phase hinter sich haben und nach zwei bis drei Wochen ausgestiegen sind, liegt das Problem meist nicht am fehlenden Plan, sondern daran, dass die Ernährungsform nicht zu Ihrem Alltag passt. Ein dritter Versuch mit Betreuung kann klappen, ist aber die teurere Wette.
- Sie essen überwiegend außer Haus oder in der Kantine. Der Plan rechnet mit Ihrer Küche. Bei fünf Mittagessen pro Woche in der Kantine improvisieren Sie den größten Teil des Tages selbst.
Kurz gesagt: Wenn Sie sich in einer dieser Zeilen wiedererkennen, kostet Sie ein Ansatz mit normalen Kohlenhydraten und echten Lebensmitteln keinen Cent und trägt genauso weit, etwa als Haferflocken-Diät oder Joghurt-Diät. Bleiben Sie dagegen dabei, lohnt sich der Blick auf die Leistung.
Keto, Low Carb oder moderat: was die Makroverteilung wirklich leistet
Keto und Low Carb sind nicht dasselbe, und bei Foodpunk sind sie eine Einstellung, kein Produkt. Ein ketogener Plan senkt die Kohlenhydrate so weit, dass Ihr Körper seine Energie überwiegend aus Fett bezieht. Low Carb senkt sie deutlich, aber nicht bis dorthin. Ein moderater Plan lässt Brot, Reis und Kartoffeln in kleineren Mengen stehen. Was Sie im Alltag spüren, hängt an dieser Stufe, nicht am Namen des Anbieters.
Ob eine niedrige Kohlenhydratzufuhr für Sie überhaupt der richtige Hebel ist, ist wissenschaftlich weniger eindeutig, als Keto-Marketing klingt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung prüft in ihrer Leitlinie Kohlenhydrate Menge und Qualität der Kohlenhydrate gegen Endpunkte wie Gewichtsregulation, Typ-2-Diabetes, Blutfettwerte, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Zahngesundheit; die Bewertungen der einzelnen Endpunkte erscheinen nacheinander und laufen erst am Ende in Empfehlungen zusammen. Eine fertige Empfehlung, die Kohlenhydrate pauschal nach unten korrigiert, steht dort bisher nicht.

Unsere Position dazu ist unbequem für jeden Keto-Anbieter: Abgenommen wird über das Kaloriendefizit, nicht über das Verhältnis von Fett zu Kohlenhydraten. Ein Plan wie dieser ist kein Stoffwechseltrick. Sein Wert liegt darin, dass eine kohlenhydratarme Kombination aus Eiweiß, Fett und Gemüse viele Menschen länger satt hält, dass fertig gerechnete Portionen die Abendentscheidung wegnehmen und dass jemand erreichbar ist, wenn es kippt. Wenn Sie ohne diese Struktur ein Defizit halten können, zahlen Sie hier für eine Einschränkung, die Sie nicht brauchen.
Woran Umsteiger in der ersten Woche scheitern
Nichts in der Umstellung ist kompliziert, aber die erste Woche verlangt Vorarbeit, die niemand im Kaufprozess erwähnt.
- Kaufen Sie ein, bevor Sie starten. Beginnen Sie nicht an einem Montag mit halbleerem Kühlschrank. Der häufigste Abbruch passiert am zweiten Abend, wenn im Haus nichts steht, was zum Plan passt.
- Lösen Sie die zwei schwierigsten Mahlzeiten vorab. Für fast alle sind das das Frühstück und der Restaurantabend. Klären Sie beide vorher mit der Beratung, nicht mittendrin.
- Zählen Sie Getränke mit. Milch im Kaffee, Saft, Bier und Cocktails sind die stillen Kohlenhydratquellen, die einen sonst korrekten Tag umwerfen.
- Ignorieren Sie die Waage in Woche eins. Bewerten Sie die erste Woche daran, ob Sie den Plan eingehalten haben, nicht an der Zahl. Wer sich am siebten Tag an einem Gewichtswert festmacht, hört meist in Woche drei auf.
- Legen Sie zwei Ausweichgerichte fest. Zwei plangerechte Essen, die Sie in 15 Minuten aus dem Vorrat kochen, retten mehr Wochen als jede Motivationsmail. Ideen dafür finden Sie auch außerhalb eines Plans, etwa unter kalorienarmes Abendessen.
Wer nach dem dritten Monat weitermachen will, aber nicht weiterzahlen: Die Kochlogik bleibt Ihnen. Rezeptsammlungen wie unsere Rezepte zum Abnehmen tragen eine Ernährungsumstellung auch ohne Abo weiter, sobald Sie die Portionsgrößen im Kopf haben.
Was die Erfahrungsberichte hergeben und was nicht
Die Datenlage zu Foodpunk ist dünn, und das hat einen einfachen Grund: Nach Erfahrungen mit dem Anbieter suchen in Deutschland nur etwa 100 Menschen pro Monat. Wo wenig gesucht wird, wird auch wenig geschrieben.
Vier Quellen tauchen praktisch immer auf, und sie sind unterschiedlich viel wert:
- Trustpilot führt eine Seite zur Foodpunk GmbH. Echte Kundenstimmen, aber auf schmaler Basis, weshalb einzelne Bewertungen den Schnitt stark bewegen.
- Kununu steht bei dieser Suche weit oben und sammelt Bewertungen von Mitarbeitenden über den Arbeitgeber Foodpunk GmbH. Über den Ernährungsplan sagen sie nichts. Verwechseln Sie die beiden nicht, das ist die häufigste Fehllesung bei diesem Anbieter.
- Die Erfahrungsseite auf foodpunk.com stammt vom Anbieter selbst und ist entsprechend kuratiert.
- Blogberichte wie eine dokumentierte 30-Tage-Challenge sind die einzige Quelle, die den Alltag mit dem Plan über mehrere Wochen zeigt. Ein Einzelfall, aber ein nachvollziehbarer.
Was für den Anbieter spricht, ist nicht die Rezensionsmenge, sondern die fachliche Herkunft: Gegründet wurde Foodpunk 2015 von der Ernährungswissenschaftlerin Marina Lommel, deren Abschlussarbeit ketogene Stoffwechselzustände behandelte. Bei einem Produkt, dessen Kern eine Nährstoffberechnung ist, sagt das mehr als ein Sternedurchschnitt auf schmaler Basis.
Yazio: die günstige Alternative, wenn Sie nur zählen wollen
Wer sich oben in der Ausschlussliste wiedergefunden hat, braucht keinen Plan, sondern ein Protokoll. Wenn Sie weiter normal essen und nur wissen wollen, wie viel davon zusammenkommt, reicht eine Kalorien-App: Yazio lässt sich in der Grundversion kostenlos nutzen und schreibt Ihnen kein einziges Lebensmittel vor. Betreuung und fertigen Speiseplan bekommen Sie dafür nicht. Was Sie mit den Zahlen machen, bleibt Ihre Aufgabe.
Foodpunk im Fazit: Wann 49,99 € für drei Monate gut angelegt sind
Foodpunk ist ein sauber kalkuliertes Coaching-Produkt in einem Markt, in dem viele Anbieter ihre Preise verstecken. Die Staffel ist transparent, die 14 Tage Geld-zurück-Garantie geben Ihnen einen echten Ausstieg, und der Beraterkontakt ist der Teil, den Apps nicht ersetzen.
Dafür spricht:
- transparente Preise ohne Rabattnebel, 49,99 € bis 99,99 € je Laufzeit (Stand: August 2026)
- echte Betreuung durch Ernährungsberater statt reiner Software
- Plan aus normalen Lebensmitteln, kein Mahlzeitenersatz, monatlich angepasst
Dagegen spricht:
- kein Abnehmmittel: das Ergebnis hängt vollständig an Ihrer Umsetzung
- setzt Abwiegen, Vorplanung und Selbstkochen voraus
- die kohlenhydratarme Ausrichtung ist eine Einschränkung, die nicht jeder braucht
Wir halten den Dreimonatsplan für die richtige Wahl, wenn Sie kohlenhydratarm essen wollen, es allein nicht durchhalten und für die Rechenarbeit und einen erreichbaren Ansprechpartner rund 55 Cent pro Tag ausgeben würden. Wenn Sie dagegen noch nie ein Kaloriendefizit ernsthaft versucht haben, fangen Sie günstiger an: Erst wenn Struktur Ihr Problem ist und nicht das Wissen, zahlt sich ein Plan aus.
Fragen, die vor dem Kauf offen bleiben
Was kostet die Foodpunk App?
Drei Monate kosten 49,99 € statt regulär 59,99 €, sechs Monate 69,99 € statt 99,99 €, zwölf Monate 99,99 € statt 129,99 € (Stand: August 2026). Umgerechnet sind das 16,66 €, 11,67 € oder 8,33 € pro Monat. Eine dauerhaft kostenlose Version gibt es nicht, dafür 14 Tage Geld-zurück-Garantie ab Start.
Wie funktioniert Foodpunk?
Über einen Fragebogen erfasst der Anbieter Ihre Angaben und rechnet daraus einen individuellen Plan, den Sie in der App und im Browser abrufen und der monatlich angepasst wird. Sie liefern die Arbeit: einkaufen, abwiegen, kochen. Bei Problemen wenden Sie sich an die Ernährungsberatung, statt selbst umzurechnen.
Wer ist die Gründerin von Foodpunk?
Marina Lommel, Ernährungswissenschaftlerin, hat Foodpunk 2015 gegründet. Ihre Abschlussarbeit befasste sich mit ketogenen Stoffwechselzuständen, was erklärt, warum das Unternehmen von Anfang an auf Keto und Low Carb ausgerichtet ist. Sie ist außerdem als Autorin aktiv.
Kann ich Foodpunk vegetarisch oder vegan nutzen?
Ja. Neben Keto, Low Carb und moderaten Kohlenhydratmengen lassen sich vegetarische, vegane, pescetarische und Paleo-Ausrichtungen wählen. Je strenger Sie zwei Einschränkungen kombinieren, etwa vegan und ketogen, desto kleiner wird die Auswahl an Gerichten. Klären Sie diesen Fall vorab mit der Beratung.
Wie komme ich aus dem Vertrag heraus?
In den ersten 14 Tagen über die Geld-zurück-Garantie. Danach läuft der Vertrag zum Ende der Laufzeit automatisch weiter, wenn Sie nicht zum Laufzeitende kündigen. Tragen Sie sich den Termin mit Vorlauf in den Kalender, statt auf die letzten Tage zu warten.
