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Tag der Deutschen Einheit

Den Tag der Deutschen Einheit feiern alle deutschen Länder gemeinsam, um mit vielen festlichen Events an die Wiedervereinigung 1989 zu erinnern.

Tag der Deutschen Einheit

Im Jahr 1990 wurde der 3. Oktober zum gesamtdeutschen Feiertag in Deutschland erklärt. Der Nationalfeiertag stellt die Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland in den Mittelpunkt. Am 2. Oktober 1990 wurde der Beitritt der neuen deutschen Länder vollendet. Schon im 19. Jahrhundert war von der „Deutschen Einheit“ die Rede. Dieses Einheitsmotiv tauchte in einigen Phasen, beispielsweise während der Weimarer Republik, verstärkt auf. Der Wiedervereinigungsvertrag von 1990 ist für das neue Bezugsdatum, den 3. Oktober, verantwortlich. Beide Exemplare dieses Vertrages befinden sich heute im Archiv des Auswärtigen Amtes.

Debatten um den 3. Oktober als Tag der Deutschen Einheit

Im Anschluss an die Wende und den Mauerfall am 9. November 1989 wurde zunächst dieser Termin als gesetzlicher Nationalfeiertag vorgeschlagen. Allerdings erinnert der 9. November auch an die Reichspogromnacht während des Dritten Reiches, darum entschied sich die Regierung dagegen. So wurde der 3. Oktober als gesetzlicher Feiertag ausgewählt. Es handelt sich dabei um den einzigen deutschen Feiertag, der durch das Bundesrecht definiert wird. Alle anderen Feiertage basieren auf den Gesetzen der jeweiligen Bundesländer. Die Festlegung des Feiertags auf den 3. Oktober wurde im Jahr 2004 auf den Prüfstand gestellt. Überlegungen der Bundesregierung zur Verlegung des gesetzlichen Feiertags auf den ersten Sonntag im Oktober wurden öffentlich. Damit wollte die Regierung das drohende Haushaltsdefizit reduzieren. Der Plan fand jedoch keine große Unterstützung und auch Bundespräsident Horst Köhler wandte sich dagegen. So nahm der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder seinen Vorschlag zurück.

Festlichkeiten am Tag der Deutschen Einheit

Der 3. Oktober wird in Berlin und in den anderen Landeshauptstädten Deutschlands mit diversen Veranstaltungen gefeiert. In Berlin finden die Feierlichkeiten am Brandenburger Tor und in der Straße des 17. Juni statt. Gelegentlich wurden die Festlichkeiten nicht nur in den Landeshauptstädten begangen. In Nordrhein-Westfalen wurde 2011 nicht in Düsseldorf, sondern in Bonn gefeiert und 2015 begingen die Hessen den Feiertag in Frankfurt am Main und nicht in Wiesbaden. Die traditionellen Festlichkeiten setzen sich aus einem Staatsakt und einem Fest für die Bürger zusammen. Das Bürgerfest kann oft mehrere Tage lang dauern.