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Themen und Personen

Sekten

Sekten sind zumeist religiöse Gemeinschaften, die sich durch ihre von der Norm abweichenden Anschauungen auszeichnen. Sie sind oftmals gefährlich.

Der Begriff Sekte wird für gewöhnlich abwertend benutzt. Er beschreibt Gruppierungen, in denen alle Mitglieder eine gemeinsame Weltanschauung teilen. Das haben Sekten mit Religionen gemein und im Prinzip sind Sekten auch Religionen. In der Geschichte wurden Ableger großer Religionsgemeinschaften Sekten genannt. Heute wird der Begriff vor allem für religiöse Gemeinschaften benutzt, die nicht zu den etablierten Religionen gehören. Die Mitglieder bewegen sich häufig in den gleichen sozialen Kreisen und um die Anführer entwickelt sich in der Regel ein Personenkult.

Sekten in Deutschland und Amerika

Eine der bekanntesten Sekten bzw. neuen religiösen Bewegungen ist Scientology. Sie wurde 1953 von dem amerikanischen Science-Fiction-Autor L. Ron. Hubbard gegründet. Weltweit soll die Sekte rund 100000 Mitglieder haben. Rund 4000 davon leben in Deutschland (Stand: 2016). Hier wird die Sekte seit 1997 vom Verfassungsschutz beobachtet. Ebenfalls aus Amerika kommt die Sekte Peoples Temple, die 1956 von Jim Jones gegründet wurde. In der Sekte kam es Berichten zufolge zu Vergewaltigungen von Kindern und Frauen. Nachdem ein Kongressabgeordneter den Vorwürfen nachgehen wollte und darauf umgebracht wurde, kam es zu einem Massenselbstmord in der Siedlung der Sekte. Ungefähr 900 Mitglieder starben dabei. Zu Vergewaltigungen und Morden kam es auch in der Colonia Dignidad, einer deutschen Sekte, die sich in Chile angesiedelt hatte. Sie wurde 1961 von Paul Schäfer gegründet.

Der Reiz und die Gefahren von Sekten

Sektenführer vermitteln ihren Mitgliedern, dass sie die Einzigen seien, die eine Erklärung für die Probleme dieser Welt haben. Emotional labile Menschen fühlen sich besonders davon angesprochen, weil Sekten einfache Lösungen versprechen. Scientology setzt dabei auf pseudowissenschaftliche Therapien, die jedoch sehr teuer für die Mitglieder sind. Dadurch finanziert sich die Kirche und so bereichern sich die Anführer. Sekten vermitteln außerdem ein starkes Gemeinschaftsgefühl, was vielen Menschen fehlt. Die Mitglieder kapseln sich häufig von ihrem alten sozialen Umfeld ab und werden dadurch abhängig von der Sekte. Aufgrund der Hierarchien und der Isolation gibt es zudem kaum Möglichkeiten, Verbrechen anzuzeigen. Die Angst verstoßen zu werden, ist bei Sektenmitgliedern meistens sehr groß.