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Konjunktur

Zur Konjunktur werden vier Phasen gezählt: Aufschwung, Boom, Abschwung und Konjunkturtief.

Konjunktur picture alliance / Rupert Oberhäuser | Rupert Oberhäuser

Die Phasen der Konjunktur in Kürze erläutert

In Berichten, die die Wirtschaft betreffen, ist oftmals von der Konjunktur die Rede. Im Allgemeinen ist die Konjunktur eine zusammenfassende Beschreibung der Lage der Volkswirtschaft. Es handelt sich hier also um einen Begriff aus der Makroökonomie, die sich gesamtwirtschaftliche Verhaltensweisen zum Thema macht. Um die einer Volkswirtschaft zugrunde liegenden Schwankungen gezielter einordnen und um bessere Prognosen für die Zukunft abgeben zu können, wird der Verlauf der Konjunktur in vier Phasen unterteilt. Diese finden als Aufschwung, als Boom, als Abschwung sowie als Konjunkturtief Bezeichnung. Die Länge dieser Phasen hat im Übrigen keine feste Größe - sie können sich diesbezüglich von Volkswirtschaft zu Volkswirtschaft sehr verschieden gestalten.

Die expansive Phase der Konjunktur und der Boom

Nach einem Tiefpunkt erfolgt der Aufschwung, auch expansive Phase genannt - so lautet die allgemeine Definition. Im Rahmen dieser Phase steigen die Auftragseingänge und Produktionen, die Kapazitäten werden ausgelastet, die Arbeitslosenzahlen sinken und viele Unternehmen neigen dazu, neue Investitionen einzugehen. In Kürze bedeutet das, dass die Wirtschaftsleistung höhere Niveaus erreicht. Indikatoren für diese Entwicklung sind steigende Preise, Löhne und Gehälter sowie in aller Regel höhere Zinsen. Der Boom, auch Hochkonjunktur genannt, markiert den Gipfel des Aufschwungs. Dieser kennzeichnet sich durch Vollbeschäftigung, Wohlstand, eine hohe Nachfrage nach Produkten und ein stark optimistisches Verhalten der Marktteilnehmer. Allerdings steigt das Marktvolumen nur noch geringfügig.

Der Konjunkturabschwung und das Konjunkturtief

Mit dem Konjunkturabschwung, der auch als Rezession Bezeichnung findet, wird die abschwächende Entwicklung der Wirtschaft nach einem Boom beschrieben. Die Nachfrage geht im Rahmen dieser Phase zurück, die Preise stagnieren oder sinken sogar, die Lager sind überfüllt und Investitionen bleiben aus - es herrscht Pessimismus auf breiter Ebene. Die wirtschaftliche Entwicklung zielt Richtung Konjunkturtief, das sich als Depression ausweiten kann, aber nicht muss. Typische Kennzeichen einer Depression sind Liquiditätsengpässe bei Unternehmen, Arbeitslosigkeit im höheren Ausmaß und gegebenenfalls Deflation.