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FDDB Erfahrungen & Test: Lohnt sich die kostenlose Kalorien-App?

FDDBs Grundfunktionen bleiben dauerhaft gratis, Premium kostet ab 3,99 Euro im Monat und verlängert vor allem die Speicherdauer Ihres Ernährungstagebuchs, nicht gesperrte Funktionen.

* Wir verlinken mit sog. 'Affiliate-Links' auf Online-Shops und Partner, von denen wir unter Umständen eine Vergütung erhalten.

Die meisten erwarten hinter FDDB eine App und landen zuerst bei einer Website. FDDB ist in erster Linie eine deutsche Nährwertdatenbank mit nach eigenen Angaben 897.650 Produkten und Gerichten, die im Browser läuft, und erst danach ein Kalorienzähler für iOS und Android. Wenn Sie schon einmal den Magerquark einer Discounter-Eigenmarke in einer internationalen App gesucht haben, kennen Sie den Grund, aus dem es dieses Projekt gibt.

FDDB: eine Datenbank mit App, nicht umgekehrt

FDDB ist eine community-gepflegte Kalorien- und Nährwertdatenbank aus Deutschland, die Sie unter fddb.info im Browser und zusätzlich als App nutzen können. Im App Store trägt sie den Titel “Fddb: KI Kalorienzähler & Diät”, was den Kern eher verdeckt als beschreibt: Die Einträge stammen nicht aus einer eingekauften Datenlieferung, sondern zu großen Teilen von Nutzern, die Produkte selbst erfassen.

Betrieben wird das Ganze von der Food Database GmbH mit Sitz in der Konsul-Smidt-Straße 23 in Bremen, eingetragen beim Amtsgericht Bremen unter HRB 36669 HB, Geschäftsführer ist Malte Voigt-Schier. Diese Angabe klingt nach Kleingedrucktem, ist aber der Grund, warum das Datenschutzargument hier zieht: Ihre Ernährungsdaten liegen bei einem deutschen Unternehmen.

Für den Einstieg wichtiger ist, was ohne Geld funktioniert. Kalorienzählen, Datenbanksuche und Barcode-Scanner sind bei FDDB dauerhaft gratis nutzbar, ohne dass eine Kernfunktion nach einigen Tagen gesperrt wird. Sie können also heute anfangen, ohne Zahlungsdaten zu hinterlegen und ohne zu überlegen, ob Ihnen die Testphase morgen ein Abo unterschiebt.

FDDB: die deutsche Nährwertdatenbank gratis nutzen
Kalorien eintragen, Datenbank durchsuchen und Barcodes scannen, ohne Bezahlschranke, im Browser wie in der App.

Was bringt eine deutsche Datenbank beim Kalorienzählen?

Eine deutsche Datenbank spart Ihnen die Suche nach dem Produkt, das tatsächlich in Ihrem Kühlschrank steht. FDDBs Bestand ist ausdrücklich deutsch und wird von der Community gepflegt, und das betrifft genau die Waren, die den größten Teil eines normalen Einkaufs ausmachen: Eigenmarken von Aldi, Lidl, Rewe und Edeka, deutsche Wurst- und Käsesorten, Fertiggerichte, Backwaren vom Bäcker.

Machen Sie den Vergleich am nächsten Frühstück. Sie kaufen einen Magerquark der Handelsmarke und wollen ihn eintragen. In einer internationalen App tippen Sie den Markennamen ein, finden ihn nicht und weichen auf einen allgemeinen Eintrag wie “Quark, mager” aus, der aus einer fremden Nährwerttabelle stammt. Bei FDDB ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass genau diese Packung schon einmal jemand erfasst hat, mit dem Namen, der auf dem Becher steht. Sie scannen den Barcode, bestätigen die Portion und sind fertig.

Der Unterschied klingt nach Sekunden, entscheidet aber über Wochen. Jedes Ausweichen auf einen allgemeinen Eintrag kostet Genauigkeit, und jedes erfolglose Suchen kostet Motivation. Wer abends drei Produkte nicht findet, trägt das Abendessen irgendwann gar nicht mehr ein.

Fehlt ein Produkt trotzdem, tragen Sie es selbst ein. Genau davon lebt eine community-gepflegte Datenbank, und die Nährwerte pro 100 Gramm stehen auf jeder Packung. Diese Herkunft hat allerdings eine Kehrseite: Die Werte kommen von Nutzern, nicht von einem Labor. Wenn Ihnen ein Eintrag unplausibel vorkommt, etwa weil die Kalorienzahl weit von vergleichbaren Produkten abweicht, prüfen Sie ihn gegen die Tabelle auf der Verpackung, bevor Sie ihn dauerhaft in eine Liste übernehmen.

Faustregel: Je mehr deutsche Fertigprodukte und Eigenmarken auf Ihrem Teller landen, desto mehr bringt Ihnen FDDB. Wer überwiegend frisch kocht und mit Grundzutaten arbeitet, kommt mit jeder großen Datenbank zurecht, weil Reis, Hähnchenbrust und Olivenöl überall gleich hinterlegt sind.

Was kann die FDDB-App im Alltag?

Der Alltag mit FDDB besteht aus Eintragen, Nachschlagen und Auswerten. Die App liefert dafür:

  • Suche und Barcode-Scanner für die Datenbank mit nach Eigenangabe 897.650 Produkten und Gerichten
  • ein Ernährungstagebuch mit Kalorien und Makronährstoffen, kurz Makros
  • Listen, in denen Sie wiederkehrende Mahlzeiten und Einkäufe ablegen
  • Rezepte für verschiedene Ernährungsformen
  • Nährwert- und Gewichtsstatistiken über den Zeitverlauf
  • Anbindung an Fitnesstracker und Smartwatch

Am meisten Zeit sparen die Listen, und die legen die meisten Nutzer zu spät an. Legen Sie in der ersten Woche eine Liste für Ihr Standardfrühstück, eine für Ihren üblichen Einkauf und eine für die zwei oder drei Gerichte an, die Sie ohnehin jede Woche kochen. Danach dauert das Eintragen eines kompletten Tages weniger als eine Minute, und das Tagebuch bleibt eine Nebensache statt einer Abendaufgabe.

Wer gar nicht wiegen und eintragen möchte, ist bei einem anderen Ansatz besser aufgehoben: Simple App führt Sie durch ein Coaching-Programm, ohne dass Sie einzelne Lebensmittel erfassen.

Was kostet FDDB Premium und wann sollten Sie zahlen?

FDDB Premium kauft Ihnen keine Funktionen frei, sondern Speicherdauer und Werbefreiheit. Der Einstieg kostet 3,99 € für einen Monat.

StufeLaufzeitPreis
Gratisversiondauerhaft0 €
Premium Bronze1 Monat3,99 €
Premium Silber6 Monate11,99 €
Premium Gold12 Monaterund 20 bis 40 €, je nach Angebot

Für Premium Gold sind zwei unterschiedliche Preisangaben im Umlauf, deshalb nennen wir hier bewusst nur die Spanne. Den aktuellen Preis prüfen Sie direkt in der App oder auf fddb.info, bevor Sie abschließen.

Was Premium gegenüber der Gratisversion ändert, ist Kapazität:

  • Tagebuch-Historie: 90 Tage gratis, bis zu 2 Jahre mit Premium
  • Listen: bis zu 50 gratis, bis zu 500 mit Premium
  • Diätbericht: kurzer Zeitraum gratis, Auswertung über bis zu 10 Jahre mit Premium
  • Werbung: in der Gratisversion enthalten, mit Premium weg

Praxistipp: Zahlen Sie nicht am ersten Tag. Die Free-Tier-Grenze ist bei FDDB ein Datum und kein Funktionsschloss, also merken Sie erst nach drei Monaten, ob Sie überhaupt zurückblättern wollen. Wenn Sie dann zum ersten Mal auf einen älteren Eintrag zugreifen möchten, ist der Monat für 3,99 € die günstigste Art, das herauszufinden, bevor Sie ein Jahr buchen.

Bei anderen kostenlosen Kalorienzähler-Apps liegt diese Grenze an ganz anderer Stelle, meist beim Barcode-Scanner oder bei den Makrozielen.

FDDB Premium: aktuelle Preise ansehen
Bronze, Silber und Gold unterscheiden sich in Laufzeit und Speicherdauer. Den tagesaktuellen Betrag für zwölf Monate sehen Sie bei FDDB selbst.

Web oder App: wo FDDB stark ist und wo es hakt

Die Datenbank ist im Browser und in der App dieselbe, die Bedienung nicht. Am Rechner suchen und pflegen Sie Einträge bequemer, unterwegs ist die App die einzige sinnvolle Option, weil nur dort der Barcode-Scanner an der Kamera hängt. Wer abends am Laptop den ganzen Tag nachträgt, arbeitet mit der Weboberfläche schneller als in der App.

Das ist auch die Schwachstelle. Mehrere Testberichte bewerten die Navigation von Website und App als schwächer als bei den app-nativen Konkurrenten, und das passt zur Bewertungsbasis: FDDB kommt im deutschen App Store auf 4,6 von 5 Sternen, allerdings aus 16.618 Bewertungen (Stand September 2026). Der Sternewert liegt auf dem Niveau der Marktführer, die Zahl der Bewertungen deutlich darunter.

Unterschätzen Sie diesen Punkt nicht. Eine Auswertung von rund 59.000 Beiträgen in sozialen Medien zu fünf Tracking-Apps, auf die das Bundeszentrum für Ernährung hinweist, nennt technische Fehler und verlorene Einträge als einen Grund, aus dem Nutzer das Tracken abbrechen. Wer eine Woche Protokoll verliert, fängt selten neu an.

Praktisch heißt das: Tragen Sie am selben Tag ein statt sonntags für die ganze Woche, und nutzen Sie Listen für alles, was sich wiederholt. Ein verlorener Eintrag ist dann in zwei Klicks wiederhergestellt und kein Grund, das Tagebuch aufzugeben.

Wenn FDDB nicht passt: drei Apps mit anderem Ansatz

Drei Apps lösen die Aufgabe anders als FDDB, und welche in Frage kommt, hängt daran, was Ihnen an FDDB fehlt. YAZIO steht vorn, weil es Kalorienzähler und Fastenfenster verbindet und ebenfalls von einem deutschen Anbieter kommt. MyFitnessPal ist die Wahl, wenn Sie viel im Ausland essen. Simple App richtet sich an alle, die gar nicht zählen wollen. Für die deutsche Datenbank selbst hat keine der drei einen Ersatz.

YAZIO: Kalorien und Fastenfenster in derselben App

YAZIO erspart Ihnen den Wechsel zwischen zwei Apps: Sie wählen aus mehr als 20 Fastenplänen, ein Timer erinnert Sie an Beginn und Ende des Fastenfensters, und die Kalorien tragen Sie im selben Tagebuch ein. Das Tagebuch kostet nichts und läuft ohne Zeitlimit, dafür sehen Sie in jeder Sitzung Werbung; Makros und Barcode-Scanner bleiben PRO vorbehalten. Für PRO zahlen Sie je nach Aktion ab rund 15 € pro Halbjahr. Anbieter ist die YAZIO GmbH aus Erfurt, beim Firmensitz machen Sie also keinen Rückschritt.

YAZIO: Fasten und Kalorien in einer App
Ernährungstagebuch ohne Bezahlschranke, mehr als 20 Fastenpläne mit Timer, Barcode-Scanner nur mit PRO.

MyFitnessPal: die größte internationale Datenbank

MyFitnessPal spielt seine Stärke aus, sobald Sie außerhalb Deutschlands essen oder internationale Marken kaufen. Die Datenbank ist die bekannteste im Feld, die Zahl der Gerätekopplungen die größte, und im deutschen App Store stehen 4,5 von 5 Sternen aus 79.518 Bewertungen.

Den Barcode-Scanner müssen Sie hier allerdings bezahlen, was viele Nutzer kritisieren, weil er anderswo gratis dabei ist. Premium beginnt im App Store bei 9,99 € pro Monat, im Jahresabo zahlen Sie 49,99 €, wobei der Store zeitweise höhere Beträge anzeigt.

MyFitnessPal: international einkaufen und tracken
Große Datenbank, viele Fitnesstracker-Anbindungen. Der Barcode-Scan gehört hier zu Premium.

Simple App: Coaching statt Zählen

Simple App zählt keine Kalorien, sondern beurteilt Ihre Mahlzeiten per Foto. Für Einsteiger senkt das die Hürde deutlich, kostet aber die Genauigkeit, die eine Datenbank liefert. Gratis ausprobieren können Sie das Programm allerdings nicht: Der Download kostet nichts, doch am Ende des Fragebogens steht eine Kaufentscheidung, und der App Store weist dafür Beträge von 15,99 € bis 69,99 € aus. Rechnen Sie diese Ausgabe ein, bevor Sie sich für Simple App entscheiden.

Simple App: Coaching statt Kalorienzählen
Ein geführtes Programm für Einsteiger, die abnehmen wollen, ohne jedes Gramm zu erfassen.

Wem FDDB die meiste Tipparbeit spart

FDDB passt zu Ihnen, wenn Sie deutsche Supermarktprodukte eintragen und für die Grundfunktionen nichts zahlen möchten. Das ist eine größere Gruppe, als es klingt: Jeder, der mit Eigenmarken, Aufschnitt und Fertiggerichten aus dem deutschen Handel arbeitet, findet hier Einträge, die in internationalen Apps fehlen. Auch wer den Barcode-Scanner nicht hinter einer Bezahlschranke haben will, ist richtig.

Weniger passt FDDB, wenn Sie Motivation von der App erwarten. Es gibt kein Coaching, keine Programmstruktur und keinen Plan, der Sie durch zwölf Wochen führt. Wer Kalorien und Fastenstunden gemeinsam protokollieren will, greift besser zu YAZIO, denn FDDB zählt Nährwerte, keine Fastenfenster. Für den Einstieg über das Intervallfasten sind Intervallfasten Apps mit eigenem Fasten-Timer die bessere Wahl.

Unser Urteil: die Datenbank ist das Produkt

Wir halten FDDB für den praktischsten Kalorienzähler für deutsche Supermarktkost, und zwar in der Gratisversion. Den Ausschlag gibt die Datenbank mit ihren nach Eigenangabe 897.650 Einträgen, nicht die Oberfläche. Bei der Bedienung liegen YAZIO und MyFitnessPal vorn, beim deutschen Wochenendeinkauf liegt FDDB vorn, und daran scheitern Ernährungstagebücher in der Praxis häufiger als an fehlenden Auswertungen.

Premium bewerten wir zurückhaltender. 3,99 € für einen Monat sind ein fairer Preis dafür, Werbung loszuwerden und länger zurückblättern zu können, aber es erweitert nur Speicher und entfernt Werbung. Buchen Sie es erst, wenn Ihr Tagebuch die 90 Tage überschritten hat und Sie tatsächlich zurückblättern wollen. Für ein geführtes Programm mit Tagesplan sehen Sie sich besser im breiteren Feld der Abnehm-Apps um.

Offene Fragen zu Datenbank, Preis und Betreiber

Ist FDDB kostenlos?

Ja, die Kernfunktionen von FDDB sind dauerhaft gratis nutzbar: Kalorienzählen, Zugriff auf die Datenbank und der Barcode-Scanner werden nicht nach einer Testphase gesperrt. In der Gratisversion sehen Sie Werbung, Ihre Tagebuch-Historie reicht 90 Tage zurück und Sie können bis zu 50 Listen anlegen.

Was kostet FDDB Premium?

FDDB Premium Bronze kostet 3,99 € für einen Monat, Premium Silber 11,99 € für sechs Monate. Premium Gold für zwölf Monate liegt je nach Angebot bei rund 20 bis 40 €, weshalb Sie den aktuellen Preis direkt in der App oder auf fddb.info prüfen sollten.

Wie groß ist die Datenbank von FDDB?

Die FDDB-Datenbank enthält nach Angaben des Anbieters 897.650 Produkte und Gerichte, darunter viele deutsche Marken und Supermarktprodukte. Die Einträge werden von der Community gepflegt, deshalb finden Sie dort auch Handelsmarken, die in internationalen Apps fehlen.

Wer steckt hinter FDDB?

Hinter FDDB steht die Food Database GmbH aus Bremen, eingetragen beim Amtsgericht Bremen unter HRB 36669 HB, mit Malte Voigt-Schier als Geschäftsführer. Ihre Ernährungsdaten liegen damit bei einem deutschen Unternehmen und nicht bei einem Anbieter außerhalb der EU.

Kann ich mit FDDB Intervallfasten tracken?

Ein Timer für Fastenfenster gehört nicht zu den beworbenen Funktionen von FDDB. Die App protokolliert Kalorien, Makros und Gewicht. Wenn Sie Ihr Essensfenster mitzählen wollen, brauchen Sie dafür eine App mit eigenem Fasten-Timer, etwa YAZIO.