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Zöliakie (Glutenunverträglichkeit)

Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) ist eine chronische Darmerkrankung, die durch eine Immunabwehrreaktion des Körpers auf das Klebereiweiß Gluten ausgelöst wird.

Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) picture alliance/Zoonar

Welche Ursachen hat Glutenunverträglichkeit?

Bei einer Zöliakie kommt es zu einer Überreaktion des Körpers in Folge von durch die Nahrung aufgenommenem Gluten. Das Klebereiweiß ist in vielen Getreidesorten wie beispielsweise Dinkel, Roggen oder Weizen enthalten und löst bei Betroffenen nach dem Verzehr eine Entzündung des Dünndarms aus. Die Zotten, kleine Falten im Darm, über die in der Nahrung enthaltene Nährstoffe in den Körper transportiert werden, bilden sich in Folge der Entzündung zurück. Dadurch können im Laufe der Erkrankung immer weniger Nährstoffe aufgenommen werden, was eine Unterversorgung zur Folge haben kann. Egal ob Kind, Jugendlicher oder Erwachsener, die Darmerkrankung kann plötzlich und in jedem Alter auftreten.

Da es bisher nicht möglich ist, die genauen Ursachen für die Unverträglichkeit zu identifizieren, kann ihr nicht vorgebeugt werden. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass eine Kombination aus erblicher Veranlagung und Umwelteinflüssen eine Erkrankung begünstigt.

Die Symptome von Zöliakie – wie äußert sich die Krankheit?

Der Verzehr von glutenhaltigen Nahrungsmitteln kann bei Betroffenen zu Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall führen. Die Unterversorgung durch die geringere Aufnahmemöglichkeit von Nährstoffen kann außerdem Mangelzustände wie beispielsweise Eisenmangel begünstigen.

Allerdings kann sich die Zöliakie auch in Symptomen äußern, die nicht direkt mit dem Darm-Trakt in Verbindung gebracht werden. Neben Schilddrüsenfunktionsstörungen, Blutarmut, Osteoporose, Lebererkrankungen oder Hautentzündungen gehören auch Gelenkbeschwerden, Depressionen oder epileptische Anfälle zu den möglichen Beschwerden.

Diagnose: Glutenunverträglichkeit

Um Gewissheit zu bekommen, ob eine Zöliakie vorliegt, kann der Arzt einen Zöliakie-Test durchführen. Dabei handelt es sich um eine Untersuchung, bei der man das Blut auf spezielle Antikörper, die für die Unverträglichkeit typisch sind, testet. Außerdem kann eine Gewebeprobe aus dem Dünndarm Aufschluss darüber geben, ob die, für die Erkrankung typischen Veränderungen des Gewebes gegeben sind. Da viele Betroffene an atypischen Symptomen (Bsp. Gelenkbeschwerden oder Depressionen) leiden, kann es jedoch sehr lange dauern, bis eine Glutenunverträglichkeit erkannt und dementsprechend behandelt wird.

Behandlung von Zöliakie – was darf man essen und was nicht?

Bisher gibt es keine Therapie, die Betroffene von der Glutenunverträglichkeit heilt. Stattdessen ist eine strikt glutenfreie Ernährung ein Weg, um die Symptome zu lindern und möglichen Folgeerkrankungen vorzubeugen. Menschen, die unter Zöliakie leiden, sollten glutenhaltige Lebensmittel wie Brot, Nudeln, Pizza, Müsli, Bier und paniertes Fleisch meiden. Stattdessen kann auf glutenfreie Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse, Kartoffeln, Milchprodukte sowie Hülsenfrüchte (Soja) zurückgegriffen werden. Reis, Hirse, Quinoa und Mais können ebenfalls auf dem Speiseplan stehen, da es sich dabei um glutenfreie Getreidesorten handelt.