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Braunkohle

Braunkohle ist ein fossiler Energieträger, der im Rahmen der Verkohlung aus Pflanzenresten entsteht und der auch in Deutschland abgebaut wird.

Braunkohle picture-alliance/ ZB | Martin Schutt

Im Hinblick auf die Verwendungsmöglichkeiten ist Braunkohle ein Brennstoff, der den fossilen Energieträgern zugeordnet wird. Das Thema Braunkohle wird im Augenblick vielerorts diskutiert. Gemeint sind damit im Besonderen die Debatten, die im Zusammenhang mit der Energiewende in Deutschland stehen. Hintergrund sind die Vorhaben der Regierung, aus der Braunkohle auszusteigen. Der Begriff Energiewende steht unter anderem für das Ersetzen von fossilen Energieträgern durch sogenannte erneuerbare Energien. Doch was ist eigentlich Braunkohle? Und wie wird dieser fossile Energieträger eigentlich abgebaut?

Was ist Braunkohle?

Die Basis für die Entstehung von Braunkohle, die mehrere Millionen Jahre zurückreicht, sind organische Stoffe in Form von Pflanzenresten. Sie wandeln sich im Rahmen des Inkohlungsprozesses, auch Carbonisierung genannt, zu einem lockeren Sedimentgestein mit bräunlicher bis schwarze Farbe um. Große Vorräte an Braunkohle sind unter anderem in Deutschland vorhanden. Die energiewirtschaftliche Relevanz dieses fossilen Energieträgers ist aus diesem Grund hierzulande nicht zu unterschätzen. Der Heizwert von Braunkohle fällt geringer aus als der von Steinkohle. Das bedeutet, das mehr Braunkohle als Steinkohle benötigt wird, um die gleiche Menge an Wärmeenergie freizusetzen. Im Rahmen der Verbrennung von Braunkohle wird unter anderem Kohlendioxid frei, weshalb die Nutzung von Braunkohle in der Kritik steht.

Wie wird Braunkohle abgebaut und verarbeitet?

Der Abbau von Braunkohle hat hierzulande seine Wurzeln im 17. Jahrhundert. In aller Regel wird der fossile Energieträger im Tagebau gewonnen – das bedeutet, dass die oberflächennahen Schichten abgetragen werden. Bewerkstelligt wird dieser Vorgang zum Beispiel unter Zuhilfenahme von mächtigen Schaufelradbaggern. Der Eingriff des Braunkohlebergbaus in die Natur ist von großer Bedeutung. Im Rahmen von Trocknungs- und Formungsprozessen kann Braunkohle zu diversen Festbrennstoffen verarbeitet werden. Zudem besteht die Möglichkeit, aus dem Rohstoff sogenannten Braunkohlenhochtemperaturkoks herzustellen, der in der Industrie und in Kraftwerken eingesetzt werden kann.