Christian M. ist sich keiner Schuld bewusst. Der Tod seiner 40-jährigen Ehefrau Marta M., mit der er zwei gemeinsame Kinder hat – nur ein tragischer Sex-Unfall? Doch die Vorwürfe gegen den 59-Jährigen wiegen schwer!
Monique Mugrauer, von der Staatsanwaltschaft Frankfurt, erklärt: „Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, seine Ehefrau vom Balkon eines Hotelzimmers im 22. Stockwerk eines Hotels in Frankfurt-Sachsenhausen gestoßen zu haben, um sie zu töten. Die Anklage wirft dem Angeklagten einen heimtückisch begangenen Mord und einen Mord aus Habgier vor.“
Laut Staatsanwaltschaft wollte er ihre Lebensversicherung kassieren, hatte eine Affäre und wollte die Scheidung, doch die sei ihm zu teuer gewesen. Hat er seine Ehefrau etwa in dieses Hotel mitten in Frankfurt gelockt, um sie zu töten?
Bastian Schlüter, Reporter in Frankfurt: „Erst gab es etwas Leckeres zum Essen in einem Steak-Restaurant, dann gab es wohl in einer Bar noch Kaltgetränke. Eine Flasche Weißwein wartete schon auf beide im Zimmer. Und plötzlich stürzte die junge Frau vom Balkon in die Tiefe.“
„Und das war ein Sex-Unfall“, soll Christian M. bei seiner ersten Vernehmung gesagt haben. Sie habe sich beim Versöhnungs-Sex zu weit über die Brüstung gelehnt. Martas Bekannter Manfred B. kann sich das absolut nicht vorstellen: „Eine 40-Jährige fällt vom Balkon, wo sie Höhenangst hat. Wo ich mir auch gedacht habe, wie kannst du denn aus dem 22. Stock fallen? Von daher wussten wir: Das kann nicht sein.“
Was wirklich passiert ist, muss jetzt das Landgericht Frankfurt klären. Bei einer Verurteilung wegen Mordes droht Christian M. lebenslange Haft.