Millionengeschäft mit Retro-Look. Das Heimtrikot für die WM erinnert stark an das Weltmeistertrikot von 1990, und die Sporthändler hoffen, dass es sich entsprechend gut verkauft, trotz Konsumflaute.
„Man merkt, dass das Fieber steigt. Natürlich sind diese exogenen Themen wie Krieg in der Ukraine, im Iran und und und. Natürlich nicht positiv für die Verkaufsstimmung. Und wir sind in einer historischen Konsumflaute. Aber der Fußball ist ein Instrument, positive Stimmung in die Gesellschaft zu bringen."
Bei der Europameisterschaft 2024 hat allein Intersport nach eigenen Angaben eine halbe Million Deutschland-Trikots verkauft. Besonders das pinke Auswärtstrikot hat einen Nerv getroffen. Dieses Jahr laufe das Heimtrikot im gewohnten Weiß deutlich besser als 2024, so Intersport. Am blauen Auswärtstrikot scheiden sich die Geister.
Doch egal, ob blau oder weiß, günstig sind die Trikots nicht. Kindergrößen gibt es ab 75 Euro. Erwachsenengrößen ab 100 Euro. Trikots mit besonderer Qualität, sogenannte authentische Trikots, kosten 150 Euro. Für Spielernamen auf dem Rücken muss man draufzahlen. Der Händler Sport 2000 rechnet mit hohen Verkaufszahlen, allerdings unter denen der Heim-EM. Für einen Verkaufsschub könnte aber sorgen, dass es das vorerst letzte Deutschlandtrikot von Adidas ist. Ab nächstem Jahr rüstet Nike die Nationalmannschaft aus.
Verwendete Quellen: SID Marketing, Adidas