Friseur gibt Tipps

Diese 5 typischen Fehler sollten Sie beim Haarewaschen vermeiden

30. August 2019 - 9:07 Uhr

Jeder kann schöne Haare haben

Gesunde, glänzende Haare wollen wir Frauen alle gerne haben. Doch manche von uns sind leider mit Problemhaar gesegnet: zu dünn, kaputt, schuppig oder fettig. Die gute Nachricht: Einiges davon kann man mit den richtigen Pflegeprodukten gut kompensieren. Zum Beispiel mit dem passenden Shampoo und Conditioner. Sie benutzen gar keinen Conditioner? Das sollten Sie ändern! Im Video erklären wir, warum das so wichtig ist. Conditioner können Sie übrigens ganz einfach selbst herstellen - aus Reiswasser. Noch schöner wird Ihr Haar, wenn Sie folgende Tipps befolgen.

Tipp 1: Wer täglich wäscht: Shampoo verdünnen!

Generell sollte man seine Haare so selten wie möglich waschen. Normales Haar muss nur etwa alle fünf Tage gewaschen werden. Wer seine Haare trotzdem täglich waschen will oder muss, weil sie fettig aussehen oder schlecht liegen, sollte ein möglichst mildes Shampoo nehmen und auch nur eine kleine Menge, empfiehlt Haarexperte Antonio Weinitschke vom Zentralverband des Friseurhandwerks. Oder das Shampoo mit ein bisschen Wasser verdünnen. Denn: Shampoo enthält Tenside. Die reinigen das Haar zwar, aber zu viele davon trocknen aus.

Wichtig ist auch, das richtige Shampoo für den eigenen Haartyp (fein, trocken, fettig, gefärbt) zu finden. Wer sich unsicher wegen seines Haartyps ist, sollte seinen Friseur fragen. Aber egal welches Shampoo man nimmt: Es sollte auf keinen Fall Silikone enthalten! Denn die legen sich wie ein Mantel um die Haare und verhindern, dass die Pflege richtig in die Haarstruktur eindringen kann.

Tipp 2: Wer selten wäscht, nur die Handflächen benutzen!

Wer seine Haare nur alle paar Tage wäscht, weil sie beneidenswerterweise so lange gut aussehen, sollte zwei Waschgänge durchführen, erklärt Friseurmeister Weinitschke: Beim ersten Mal das Shampoo nur mit den Handflächen auf die Haare auftragen, nicht mit den Fingern einmassieren.

Denn seit der letzten Haarwäsche hat sich einiges an Schmutz (Abgase und andere Umwelteinflüsse) auf das Haar gelegt. Der muss vor der eigentlichen Tiefenreinigung erstmal runter! Wenn das Shampoo jetzt schon einmassiert wird, wird der Schmutz gleich mit einmassiert. Im zweiten Waschgang kann das Shampoo dann wie gewohnt aufgetragen werden.

Tipp 3: Nur lauwarm duschen, kalt nachspülen

Das ist jetzt ein harter Schlag für alle, die gerne richtig heiß duschen: Zum Haarewaschen sollte das Wasser maximal Körpertemperatur haben, also lauwarm sein. Denn: Heißes Wasser führt zu mehr Kopfhautdurchblutung - die regt dann aber leider auch die Fettproduktion an. Das Haar wird also schneller wieder fettig.

Friseurmeister Antonio Weinitschke empfiehlt außerdem: "Am Ende noch einmal mit kaltem Wasser nachspülen. Dann glänzen die Haare besonders schön."

Tipp 4: Sie nutzen viele Stylingprodukte? Dann brauchen Sie ein spezielles Shampoo!

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Wer viele Stylingprodukte benutzt, sollte ein spezielles Shampoo verwenden.
© NILS KAHLE - 4FR PHOTOGRAPHY

Sie benutzen viel Haarspray, vielleicht auch noch Haarwachs oder andere Stylingprodukte? Dann reicht ein normales Shampoo nicht aus, um Ihre Haare richtig sauber zu bekommen. Haarexperte Weinitschke rät zu einem Tiefenreinigungsshampoo*. Das ist wie eine Art Peeling für die Haare - es löst die Rückstände von Stylingprodukten, sodass das Haar dann bereit ist für die eigentliche Reinigung.

Und: Vor dem Waschen die Haare gut durchbürsten, das entfernt auch schon einige Produktrückstände.

Tipp 5: Nicht rubbeln - tupfen!

Wer langes Haar hat, weiß, wie viel Zeit schon alleine das Föhnen in Anspruch nimmt. Damit es schnell geht, rubbelt man die Haare nach dem Duschen schon mal ordentlich mit dem Handtuch trocken. Stopp! Das mögen Haare leider nicht! Das Rubbeln schädigt nämlich die Haarstruktur. Stattdessen das Haar entweder für ein paar Minuten in einen Handtuchturban wickeln, oder es nur vorsichtig trockentupfen. Dauert länger, aber Ihre Haare werden es Ihnen danken.

So können wir unserem Haar noch mehr Gutes tun

Egal, ob mit Kokosöl, Arganöl oder handelsüblichem Olivenöl: Pflege ist das A und O für gesundes Haar. Denn Öl hilft bei trockenen, spröden und strapazierten Haaren und kann bei regelmäßiger Anwendung wahre Wunder bewirken. Aber auch hier gilt, wie so oft, weniger ist mehr. Daher das Haaröl am besten nur in die Längen geben.

Wie heiß darf ich föhnen?

Grundsätzlich sollte man die Haare nicht zu viel Hitze aussetzen. Allerdings kann man seine Mähne nicht immer an der Luft trocknen lassen oder möchte sich mit dem Lockenstab auch mal tolle Beach Waves zaubern. Dann aber bitte den Hitzeschutz nicht vergessen. Auch den kann man leicht selbst machen: Einfach Kamillentee erkalten lassen, in eine Sprühflasche füllen und in das handtuchtrockene Haar geben.

Die richtige Haarbürste

Auch bei Haarbürsten gibt es große Unterschiede. Der Allrounder für jeden Haartyp ist aber eine Bürste mit Wildschweinborsten und Nylonstiften*. Denn sie löst Knoten schonend und verteilt für mehr Glanz das Fett vom Ansatz bis in die Spitzen.

Mit diesen Tipps steht Ihrem Traum von gesunden und kräftigen Haaren nichts mehr im Wege. Probieren Sie's aus!

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