2019 M02 21 - 13:27 Uhr

Unterschiedliche Symptome können auf Brustkrebs hindeuten

Brustkrebs geht uns alle an – es ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Knapp 70.000 Mal im Jahr stellen Ärztinnen und Ärzte laut der Deutschen Krebsgesellschaft aktuell die Diagnose "Mammakarzinom" fest. Über 17.000 Frauen sterben jährlich an Brustkrebs. Daher ist es wichtig, auf diese Erkrankung aufmerksam zu machen. Ob Knoten in der Brust oder eingefallene Brustwarzen – wir erklären Ihnen die typischen Symptome, Ursachen und Heilungschancen.

Brustkrebs-Vorsorge: Brust selbst untersuchen kann Leben retten

Die Heilungschancen der Krebs-Erkrankung sind glücklicherweise sehr hoch – vor allem, wenn der Krebs früh erkannt wird. Daher ist es wichtig, dass jede Frau weiß, wie sie ihre Brust selbst kontrollieren kann. Das eigenständige Abtasten soll Frauen ein Gefühl für ihre Brust geben, so dass mögliche Veränderungen schnellstmöglich erkannt werden können.

Viele Frauenärzte empfehlen, die Brust im Stehen oder im Sitzen abzutasten. Doch nicht jeder Knoten ist in aufrechter Position fühlbar. Deshalb sollten Sie Ihre Brust auch unbedingt im Liegen abtasten.

Für junge Frauen gilt: Nehmen Sie regelmäßige Termine bei Ihrem Frauenarzt wahr. Lassen Sie sich dort zeigen, wie Sie Ihre Brust selbst abtasten können. Die Krebsvorsorge beginnt dann zwischen 40 und 45 Jahren. Wenn in der Familie bereits Brustkrebserkrankungen bekannt sind, zahlt die Kasse eine Mammografie auch schon eher.

Symptome: Im Anfangsstadium verursacht ein Knoten meistens keine Beschwerden

Etwa die Hälfte aller Brusttumore entsteht im oberen, äußeren Bereich der Brust. Im Anfangsstadium verursacht ein noch kleiner Knoten meistens keine Beschwerden. Erst ab einer Größe von 1 bis 2 Zentimetern kann ein Knoten in der Brust ertastet werden.

Die meisten Knoten sind gutartig, trotzdem sollten Sie eine solche Veränderung an Ihrer Brust immer von einem Frauenarzt abklären lassen. Weitere Hinweise auf Brustkrebs sind ein neu aufgetretener Größenunterschied zwischen beiden Brüsten, Veränderungen der Hautbeschaffenheit, Entzündungen, Rötungen, eine eingezogene Brustwarze sowie einseitig auftretende Absonderungen aus der Brustwarze. Knoten und Schwellungen in der Achselhöhle können sowohl auf Lymphknotenmetastasen hindeuten, aber auch bei einer Infektion auftreten.

Wie gut lässt sich Brustkrebs heilen?

Die Behandlung des Mammakarzinoms richtet sich nach Art, Größe und Hormonempfindlichkeit des Tumors, seiner Ausbreitung in Blutgefäßen und Lymphbahnen sowie dem Alter der Erkrankten. Die Durchführung der individuell festgelegten Behandlung erfolgt durch ein Team spezialisierter Fachärzte in einem zertifizierten Brustzentrum.

Es gibt viele Behandlungsmöglichkeiten, wenn die Diagnose Brustkrebs feststeht: Operation, Strahlentherapie, Hormontherapie und die Chemotherapie, wenn es sein muss. Auf Grund dieser Vielzahl lässt sich Brustkrebs allgemein zu 80 Prozent heilen. Schwierig wird es allerdings bei Erkrankungen in frühen Lebensjahren, das meint ein Alter bis zu 45 Jahren. Denn dann tritt der Krebs oftmals in einer sehr aggressiven Art auf. Bei diesem Krebs in jungen Jahren tue sich die Forschung noch sehr schwer, gute Mittel zu finden.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.