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25. - 27. Mai: Großer Preis von Monaco - Monte Carlo

26.01.12

Keine Auslaufzonen, keine Sturzräume, mit über 250 km/h durch einen Tunnel - auf keiner anderen Strecke ist das Risiko so hoch wie in Monte Carlo. "Außer der Loews-Kurve ist eigentlich alles heikel", behauptet Rekord-Weltmeister Michael Schumacher. Der Große Preis von Monaco ist ein Anachronismus, den es streng genommen gar nicht mehr geben dürfte. "Es ist nach wie vor skurril, dass dort überhaupt eine Rennstrecke sein kann", meint Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Der erste Große Preis von Monaco wurde bereits 1929 gefahren, damals allerdings noch nicht als Formel-1-Rennen. 1950 fand dann der erste Formel-1-Lauf in Monte Carlo statt; zehn Wagen fielen nach einem Zusammenstoß in der ersten Runde aus - der Sieger hieß Juan Manuel Fangio. Danach wurde Monaco zunächst wieder aus dem WM-Programm gestrichen, bis das Fürstentum 1955 in den Grand-Prix-Kalender zurückkehrte und seitdem ununterbrochen Austragungsort ist.

Monaco-GP: 1 Runde in Monte Carlo

"Nachdenken darfst du nicht"

Doch während auf anderen Pisten jedes Jahr die Auslaufzonen vergrößert werden, ist das von Leitplanken gesäumte Kurvenlabyrinth im Fürstentum so eng wie eh und je. "Völlig bekloppt, nachdenken darfst du nicht", beurteilt RTL-Experte Niki Lauda den 'Wahnsinn' im Spielerparadies. Das schlimmste mögliche Szenario wäre ein Unfall im Loews-Tunnel: Nachfolgende Autos würden ungebremst in den Havaristen prallen, da die Unterführung auf Grund einer Rechts-Krümmung praktisch im 'Blindflug' gefahren wird.

Doch trotz der nicht mehr zeitgemäßen Sicherheitsvorkehrungen ist das Rennen im Fürstentum für viele Fahrer das Highlight des Jahres. "Monaco ist der Klassiker, da schaut die ganze Welt mit einem Auge hin", erläutert Ex-Ferrari-Pilot Gerhard Berger die Faszination Monaco. "Dieses Rennen hat die größte Anziehungskraft, sowohl für die Fans, als auch für alle maßgeblichen Personen in der Formel 1." Was unter anderem, auch daran liegt, dass die Fans hier so nah an der Strecke sitzen, wie nirgendwo anders. Mancher Fahrer sorgt sich deshalb vor allem über die Folgen für die Zuschauer, falls ein Auto abheben sollte.

Die meisten Piloten freuen sich dennoch auf das Rennen in Monaco, nicht nur weil viele hier auch ihren Wohnsitz haben. Der enge, kurvenreiche Stadtkurs ist eine absolute Fahrerstrecke, auf weniger die Technik, sondern vor allem das fahrerische Können entscheidet. Das zeigt auch ein Blick auf die Statistik: Ayrton Senna führt mit sechs Erfolgen die Siegerliste im Fürstentum an, vor Graham Hill und Michael Schumacher mit jeweils fünf Triumphen. Nicht nur deshalb kommt der Rekordchampion immer gerne nach Monte Carlo: "Selbst wenn ich die Wahl hätte, würde ich trotzdem hier fahren, einfach weil es unheimlich Spaß macht."

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