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Dschungelcamp 2013: Kandidat Arno Funke

20.01.13 23:55
Dschungelcamp 2013 Arno FunkeArno Funke alias "Dagobert" zieht als Kandidat ins Dschungelcamp 2013 ein.
Foto: RTL / Stefan Gregorowius

Der Autor, Grafiker, Karikaturist und Satiriker wurde als "Dagobert" bekannt

Arno Funke alias "Dagobert" zog in der siebten Staffel von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus" ins Dschungelcamp 2013 ein. Sein Weg endetet bereits an Tag 10. Er bekam als dritter Kandidat zu wenige Stimmen von den Zuschauern und musste das Camp verlassen. Bis dahin hat er sich weitestgehend aus den Streitereien im Dschungelcamp herausgehalten.

Dschungelcamp-Kandidat Arno Funke wurde am 14. März 1950 in Berlin geboren. Sein Vater war Lithograph, seine norwegische Mutter Näherin. Er wuchs bis zum 10. Lebensjahr in Berlin-Rudow auf. Von 1956 bis 1960 besuchte er dort die Matthias-Claudius-Grundschule. 1960 trennten sich seine Eltern vorübergehend und er zog mit seiner Mutter nach Berlin-Neukölln. Von 1960 bis 1964 besuchte Arno dort die Hermann-Boddin-Grundschule und 1964 bis 1965 die Rütli Oberschule in Berlin-Neukölln. Im Jahr 1965 begann er eine Lehre als Fotograf, die er zu seinem eigenen Bedauern abbrach. Im Jahr 1966 zogen seine Eltern wieder zusammen. Der Kontakt war zwischenzeitlich nie abgebrochen, die Ferien verbrachte er meistens beim Vater.

Im Frühjahr desselben Jahres, begann Dschungelcamp-Kandidat Arno Funke eine Lehre als Schilder- und Lichtreklame-Hersteller, die er 1969 erfolgreich abschloss. Er verließ 1970 Berlin und reiste durch Deutschland. Nach einem bewegten Arbeitsleben unter anderem als Disc-Jockey, Verkaufsfahrer, Kundenbetreuer, Fotograf und Bauhelfer, machte er sich 1979 als freiberuflicher Fotograf und Kunstmaler selbstständig.

Als Mitglied der Künstlergruppe "Bloody Dog" nahm Arno Funke an Ausstellungen teil wie z.B. die "Freie Berliner Kunstausstellung“. Er begann Autos und Motorräder mit bunten Bildern, Mustern und Effektlacken zu verzieren. Im Jahr 1988 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand rapide aufgrund bei der Arbeit eingeatmeter Lösungsmittel, die in Folge zu einer schweren Depression und weiteren Beeinträchtigungen führten. In einem Akt der Verzweiflung erpresste er im Mai 1988 das KaDeWe in Berlin um eine halbe Million DM.

Arno Funke erzählt von Dagobert
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Erpressung des Karstadt-Konzerns

Der Dschungelcamp-Kandidat heiratete im Jahr 1990 auf den Philippinen, er wurde Vater eines Sohnes. In den folgenden Jahren war Arno auf Grund seiner desolaten Gesundheit nicht in der Lage sich eine Existenz aufzubauen. Das Geld ging zur Neige.

1992 begann die Erpressung des Karstadt-Konzerns, die 1994 mit seiner Verhaftung endete. In einem ersten Prozess wurde "Dagobert" zu 7 Jahren und 9 Monaten Gefängnis verurteilt. Der BGH hob das Urteil auf. In einem zweiten Prozess wurde er zu 9 Jahren Gefängnis verurteilt. Nach 4 Jahren Haft kam er in den offenen Vollzug und wurde im Juni 2000 wegen guter Führung entlassen. Arno Funke veröffentlichte 1998 das autobiographische Buch: "Mein Leben als Dagobert" und 2004 "Ente
Kross" – eine Mischung aus satirischen Geschichten und Karikaturen.

Dschungelcamp-Kandidat Arno Funke arbeitet seit 1999 für das Satiremagazin "Eulenspiegel“ als Illustrator und Karikaturist. Desweiteren trat er in der Satireshow "Erbrechen lohnt sich nicht", und mit den Schauspielern Jaecki Schwarz und Wolfgang Winkler in der Bühnen Talkshow "Steckenpferde" auf.

Im Jahr 2004 trat Arno Funke in der für den englischen Fernsehkanal Channel 4 produzierten Reality-Show "The Heist" noch einmal in der Rolle des Erpressers auf. Arno Funke lebt heute in Berlin.

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