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Graffiti

Graffiti haben viele Facetten: Sie können Vandalismus, Street Art und Element der Jugendbewegung beziehungsweise Subkultur Hip-Hop darstellen.

Ein Graffiti hat sicherlich jeder einmal in seinem Leben gesehen - denn nicht selten sind die bunten Malereien an Wänden und anderen Gegenständen im öffentlichen Raum anzutreffen. Die Wahrnehmung von Graffiti ist hingegen umstritten und kann von Person zu Person sehr unterschiedlich sein. Die einen betrachten sie als eine beeindruckende Kunstform, die anderen bezeichnen sie klar und deutlich als Vandalismus - schließlich sind Graffiti oftmals illegal angebracht worden und stellen nicht selten eine Sachbeschädigung dar. Anspruchsvolle Graffiti können heute der sogenannten Street Art zugeordnet werden.

Die Ursprünge von Graffiti

Graffiti ist neben der Rap-Musik, dem Breakdancing, dem Beatboxing und dem Djing ein wesentlicher Teil der Hip-Hop-Kultur, die ihre Ursprünge in den Siebzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts hat. Doch die Ursprünge des Graffito gehen eigentlich etwas weiter in die Vergangenheit zurück. Eine klare Eingrenzung ist nicht einfach vorzunehmen. Im Grunde genommen können schon die Höhlenmalereien aus der Steinzeit als eine Art Graffiti-Kunst bezeichnet werden. Auch im Alten Ägypten gab es schon Wandmalereien und spontan gekratzte Inschriften. Außerdem markierten bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Gang-Mitglieder in den USA diverse Reviere mit graffitiartigen Skizzen. Ein erster großer Graffiti-Boom, der sich auch außerhalb der US-Metropole New York verbreiten konnte, war in den Achtzigerjahren zu verzeichnen. Es handelte sich hier um das sogenannte Style-Writing als Element der Jugendbewegung Hip-Hop.

Typische Motive von Graffiti

Die Welt der Graffiti ist bunt und vielfältig - dennoch gibt es einige Motive, die immer wieder auftauchen. Sie sind nicht selten Gegenstand der Hip-Hop-Kultur. Dargestellt werden zum Beispiel Rapper mit dem obligatorischen Mic in der Hand, Sprayer, Breakdancer, DJs, Kassettenrecorder und Lautsprecherboxen sowie Plattenspieler. Auch Motive aus dem Sport, wie etwa dem Basketball, sind im Bereich Street Art sehr beliebt. Nicht zu vergessen sind die prägnant ineinander verschlungen angeordneten Buchstaben. Diese beziehen sich zum Beispiel auf Breakdance- und Hip-Hop-Acts, Gangnamen oder auf populäre Textpassagen aus Rap-Songs.