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Fluglotsen-Streik

Der Streik der Fluglotsen dient dazu, ihre Interessen zu stärken. Meist geht dies einher mit Verspätungen oder Ausfällen im Flugverkehr.

Fluglotsen-Streik picture alliance / dpa

Bei einem Fluglotsen-Streik legen die Fluglotsen ihre Arbeit komplett oder teilweise nieder. Da die Fluglotsen für die Flugsicherung zuständig sind, können während eines Streiks am betroffenen Flughafen keine Flugzeuge mehr landen oder starten. Dadurch kommt es zu Verspätungen oder Ausfällen im Flugverkehr. Bisweilen müssen ganze Flughäfen ihren Betrieb zeitweise einstellen.

Wie bei jedem anderen Streik geht es bei dieser Arbeitskampfmaßnahme der Fluglotsen darum, ihre Interessen zu stärken. Meistens ruft die jeweilige Gewerkschaft zum Streik auf. In Deutschland ist dies die Gewerkschaft der Flugsicherung. Gründe für einen Streik gibt es viele. Manchmal handelt es sich lediglich um einen kurzen Warnstreik, der dazu dient, mit einer starken Position in die Verhandlungen zu gehen. Längere Streiks hingegen finden nur als allerletztes Mittel statt, wenn der Arbeitgeber den Beschäftigten gar nicht oder nur geringfügig entgegenkommt.

In der Vergangenheit gab es in Europa immer wieder Streiks der Fluglotsen, zum Beispiel in Frankreich im Januar 2016. Da ein Streik der Fluglotsten das präzise getaktete Flugsystem empfindlich stört und hohe Kosten verursacht, fordern Fluggesellschaften wie Ryanair, dass die EU-Kommission den Gewerkschaften das Streikrecht entzieht. Allerdings gehört das Streikrecht zu den verfassungsrechtlich garantierten Grundrechten. Eine Abschaffung ist daher mit besonders großen Hürden verbunden. Außerdem bewirkt allein schon die Androhung eines Streiks einen Fortschritt bei den Verhandlungen, wodurch der Streik letztlich nicht nötig ist.

Aktuelle Informationen über Fluglotsen-Streiks finden Sie jederzeit bei RTL.de.