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Atomwaffen

Bei der Sprengung von Atomwaffen kommt es zu Kernspaltungen und -fusionen. In Hiroshima und Nagasaki zeigten sich die verheerenden Auswirkungen dieser Bomben.

Atomwaffen sind Massenvernichtungswaffen mit verheerenden Auswirkungen. Es gibt zwei verschiedene Arten. Die einen funktionieren nach dem Kernspaltungsprinzip und die anderen nach dem Kernfusionsprinzip. In beiden Fällen ist das Ziel der Sprengung, eine Kettenreaktion auszulösen. Der ungarische Physiker Leó Szilárd kam im Jahr 1933 zuerst auf die Idee, eine atomare Waffe zu konstruieren. Fortschritte gab es aber erst durch das von den Amerikanern 1942 ins Leben gerufene Manhattan-Projekt. Der Physiker Robert Oppenheimer übernahm die Leitung und baute mit seinem Team die erste funktionierenden Atombombe. Sie wurde am 16. Juli 1945 erfolgreich getestet.

Atomwaffen und ihre Auswirkungen - Hiroshima und Nagasaki

Am 6. August 1945 um 2:45 Uhr Ortszeit machte sich das Flugzeug „Enola Gay“ von seinem Stützpunkt auf den Marianen-Inseln auf den Weg nach Hiroshima. An Bord befand sich die Bombe Little Boy, die um exakt 8:15 Uhr über der japanischen Stadt Hiroshima abgeworfen wurde. Nur eine Minute später detonierte die Bombe, zerstörte noch in der ersten Sekunde 80 Prozent des Stadtzentrums und entfachte zahlreiche Brände. 70.000 bis 80.000 Menschen starben unmittelbar nach der Detonation der Atombombe. Bis 1946 verloren noch einmal fast genauso viele Menschen durch die Spätfolgen ihr Leben. Auch Jahrzehnte später starben Menschen an der Strahlung, die durch die Bombe die Stadt verseuchte. In Nagasaki hatte die am 9. August 1945 abgeworfene Bombe ähnliche Auswirkungen. Es starben 60.000 bis 80.000 Menschen. Die Amerikaner waren sich der Wirkung zuvor bewusst, sahen in dem Abwurf aber die beste Lösung. Bei einer Invasion rechneten die Verantwortlichen höhere Opferzahlen. Im Vorfeld hatten die Amerikaner bereits die Insel Okinawa gestürmt und dabei ca. 12.500 Soldaten verloren. Auf japanischer Seite fielen bis zu 107.000 Soldaten und 120.000 Zivilisten. Eine Kapitulation der Japaner stand dennoch nicht in Aussicht.

Der Atomwaffensperrvertrag

Der Atomwaffensperrvertrag verbietet seinen Unterzeichnern, Atomwaffen zu verbreiten. Er verpflichtet sie außerdem zur Abrüstung. Den Unterzeichnern ist es jedoch gestattet, Atomenergie friedlich zu nutzen, also zur Energiegewinnung. Im Jahr 2015 gab es 191 Mitglieder. Indien, Israel, Pakistan und Nordkorea haben den Vertrag bisher nicht unterzeichnet, besitzen aber Atomwaffen.