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Arktis

Als Arktis gilt die nördlichste Region der Erde, die sich geographisch um den Nordpol anordnet. Heute hat die Arktis mit einem starken Eisrückgang zu kämpfen.

Arktis picture alliance / Zoonar | Jakub Mrocek

Um den nördlichsten Punkt der Erde, den Nordpol, formiert sich die Polarregion der Arktis. Als geographisches Gegenstück zur Arktis gilt die Antarktis am Südpol der Erde. Ihren Namen verdankt die Arktis dem altgriechischen Wort árktos, das sich mit "Bär" übersetzen lässt, ein Verweis auf das Sternbild Kleiner Bär mit dem Polarstern. Zur Arktis gehören nicht nur die unmittelbaren Eisformationen um den Nordpol, auch nördliche Teile Alaskas, Grönlands, Islands, Kanadas, Norwegens, Schwedens, Finnlands und Russlands werden geographisch der Arktisregion zugerechnet. Infolge des Klimawandels ist die Arktis mittlerweile von riesigen Eisschmelzungen betroffen. So schmolz das Eis zwischen 2009 bis 2018 sechs Mal so schnell wie in den 80er Jahren.

Geschichte der Arktisforschung und Nordpolexpedition

Bereits vor den ersten Expeditionen zur Arktis lebten in der Arktis die Vorfahren der heutigen Inuit. Nachdem das klassische Zeitalter der Entdeckungen im 18. Jahrhundert endete, galten Arktis und Antarktis als die letzten großflächig unerforschten geographischen Kontinentalregionen der Erde. Im 19. Jahrhundert beschäftigte die Entdecker die Suche nach der Nordwestpassage, die als Seeweg den Atlantischen Ozean mit dem Pazifischen Ozean durchgängig verbinden sollte. Nach vielen gescheiterten Expeditionen, darunter die tragische Franklin-Expedition (1845-1847), gelang es zwischen 1903 und 1906 schließlich dem norwegischen Entdecker Roald Amundsen, die Nordwestpassage zu durchqueren. 1909 behauptete der US-amerikanische Entdecker Robert Peary, den Nordpol erreicht zu haben. Doch in der Forschung ist das umstritten. Als gesichert jedoch gilt das Erreichen des Nordpols im Jahr 1926 durch Roald Amundsen, Linsoln Ellsworth und Umberto Nobile.

Arktis und Klimawandel

Heute ist die arktische Region von der starken Erderwärmung betroffen. Zwischen 2009 und 2018 verlor die Arktis jährlich etwa 252 Milliarden Tonnen Eis, zwischen 1979 und 1990 lag dieser Verlust bei 40 Milliarden Tonnen jährlich. Teile der so aufgetauten Permafrostböden gelten als irreversibel verloren.