Leben retten

Blutkrebs: So können Sie ganz leicht Stammzellspender werden

Mädchen mit Blutkrebs im Krankenhaus
Stammzelltransplantationen werden bei Kindern und Erwachsenen durchgeführt (Symbolbild)
iStockphoto

"Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein." Laut der Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS ist das Spenden von Stammzellen ganz einfach – und vor allem extrem wichtig. Denn viele Blutkrebs-Patienten warten sehnlichst auf Spender und Spenderinnen, die ihr Leben retten können. Doch wie funktioniert die Stammzellspende genau? Wir erklären Ihnen, wie leicht Sie helfen können.

Wie kann man sich registrieren lassen?

Mittlerweile sind weltweit über 11 Millionen Menschen bei der DKMS registriert und mehr als 95.000 Stammzellenspenden vermittelt worden. Allein in Deutschland sind mehr als 6 Millionen Menschen in der Kartei registriert. Doch noch immer findet allein in Deutschland jeder zehnte Blutkrebspatient keinen passenden Spender.

Für die Registrierung als Stammzellspender muss kein großer Aufwand betrieben werden. Mit nur 4 Schritten geht es ganz bequem von zu Hause:

  • Schritt 1: Sie registrieren sich online auf der DKMS-Homepage.
  • Schritt 2: Sie bekommen ein Registrierungsset mit zwei Wattestäbchen nach Hause geschickt.
  • Schritt 3: Sie nehmen mit den Wattestäbchen zwei Abstriche von der Wangenschleimhaut.
  • Schritt 4: Sie füllen die Einverständniserklärung aus und schicken diese zusammen mit den Wattestäbchen zurück zur DKMS.

Danach werden die Proben im Labor analysiert und schon sind Sie quasi auf dem Postweg zum DKMS-Spender geworden – und dabei entstehen keinerlei Kosten für Sie.

Lese-Tipp: Wie einfach die Registrierung bei der DKMS tatsächlich ist, hat unser Redakteur getestet

DKMS-Registrierungsset
Dieses Registrierungsset wird Ihnen von der DKMS zugeschickt.
DKMS

Wie läuft die Stammzellspende ab?

Es gibt zwei verschiedene Methoden, Stammzellen zu spenden: die periphere Stammzellentnahme und die Knochenmarkentnahme. Dabei kommt die erste mit 80 Prozent am häufigsten zum Einsatz. Bei der peripheren Stammzellenentnahme werden die Stammzellen über ein spezielles Verfahren aus dem Blut gewonnen. Das dauert in der Regel drei bis höchstens fünf Stunden.

Bei der Knochenmarkentnahme ist hingegen ein operativer Eingriff unter Vollnarkose notwendig. Dabei werden etwa fünf Prozent des Knochenmarks aus dem Beckenkamm des Spenders entnommen. Ein weitverbreiteter Irrglaube dabei ist eine Verwechslung zweier Begriffe: Knochenmark hat nichts mit dem Rückenmark zu tun.

Auf welche Art die Stammzellentnahme erfolgt, hängt vom gesundheitlichen Zustand des Patienten ab. Gefährlich ist die Knochenmarkspende laut der DKMS allerdings nicht. Das Risiko beschränke sich im Wesentlichen auf die Vollnarkose.

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