Leben retten

Blutkrebs: So können Sie ganz leicht Stammzellspender werden

Dieses Registrierungsset wird Ihnen von der DKMS zugeschickt.
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© DKMS

27. Mai 2021 - 15:45 Uhr

So können Sie im Kampf gegen Blutkrebs helfen

"Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein." Laut der Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS, ist das Spenden von Stammzellen ganz einfach – und vor allem extrem wichtig. Denn viele Blutkrebs-Patienten warten sehnlichst auf Spender und Spenderinnen, die ihr Leben retten können. Doch wie funktioniert die Stammzellenspende genau? Wir erklären Ihnen, wie leicht Sie helfen können.

Wie kann man sich registrieren lassen?

Mittlerweile sind weltweit über 10,7 Millionen Menschen bei der DKMS registriert und 92.000 Stammzellen vermittelt worden. Allein in Deutschland sind fast 7 Millionen Menschen in der Kartei registriert. Allerdings erhält weltweit alle 27 Sekunden ein Mensch die traurige Diagnose Blutkrebs, in Deutschland sogar alle 12 Minuten.

Für die Registrierung als Stammzellenspender muss kein großer Aufwand betrieben werden. Mit nur 4 Schritten geht es ganz bequem von Zuhause:

  • Schritt 1: Sie registrieren sich online auf der DKMS-Homepage
  • Schritt 2: Sie bekommen ein Registrierungsset mit zwei Wattestäbchen nach Hause geschickt
  • Schritt 3: Sie nehmen mit den Wattestäbchen zwei Abstriche von der Wangenschleimhaut
  • Schritt 4: Sie füllen die Einverständniserklärung aus und schicken diese zusammen mit den Wattestäbchen zurück zur DKMS

Danach werden die Proben im Labor analysiert und schon sind sie quasi auf dem Postweg zum DKMS-Spender geworden – und dabei entstehen keinerlei Kosten für Sie.

Tipp: Wie einfach die Registrierung bei der DKMS tatsächlich ist, hat unser Redaktuer für Sie hier getestet.

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Wie läuft die Stammzellenspende ab?

Es gibt zwei verschiedene Methoden, Stammzellen zu spenden: die periphere Stammzellentnahme und die Knochenmarkentnahme. Dabei kommt die erste mit 80 Prozent am häufigsten zum Einsatz. Bei der peripheren Stammzellenentnahme werden die Stammzellen über ein spezielles Verfahren aus dem Blut gewonnen. Das dauert in der Regel drei bis höchstens fünf Stunden.

Bei der Knochenmarkentnahme ist hingegen ein operativer Eingriff unter Vollnarkose notwendig. Dabei werden etwa fünf Prozent des Knochenmarks aus dem Beckenkamm des Spenders entnommen. Ein weit verbreiteter Irrtum dabei ist eine Verwechslung zweier Begriffe: Knochenmark hat nichts mit dem Rückenmark zu tun.

Auf welche Art die Stammzellentnahme erfolgt, hängt vom gesundheitlichen Zustand des Patienten ab. Gefährlich ist die Knochenmarkspende laut der DKMS allerdings nicht. Das Risiko beschränke sich im Wesentlichen auf die Vollnarkose.

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