Der Times Square in New York. Normalerweise ist hier immer Betrieb. Zwar hält eine Touristenattraktion die Stellung. Doch der „Naked Cowboy" ist weitgehend allein. Durch den Schneesturm sind nur wenige Touristen und Einheimische da.
„Es ist ein besonderer Moment. Ich habe seit 15 Jahren nicht so viel Schnee gesehen. Es ist verrückt, es so leer zu sehen, aber es ist schön und besonders special. Es passiert nicht oft in der Stadt, dass die Straße bedeckt ist und man durch Schneeberge gehen muss. Es ist eine sehr einzigartige Erfahrung, alles in weiß zu sehen."
Ein Zeitraffer zeigt die Schneemengen, die in der Nacht auf Montag am Times Square gefallen sind. Das Empire State Building war in dem heftigen Schneetreiben teilweise nicht mehr sichtbar. Die Behörden hatten schon im Vorfeld eindringlich vor den Wetterbedingungen gewarnt und zeitweise weitreichende Fahrverbote verhängt. New Yorks Straßen, Autobahnen und Brücken waren für den gesamten Verkehr gesperrt. Die Fähren stellten ihren Betrieb ein, auch die Schulen wurden geschlossen. Einige Menschen machten das Beste aus der Situation, etwa Skifahren im Central Park.
„Es ist eins meiner Lieblingshobbys, und normalerweise müssen wir dafür aus der Stadt raus. Deshalb ist es unglaublich, von zu Hause mit den Skiern durch meine eigene Stadt zu fahren."
Zahlreiche Menschen hatten sich wegen der Warnungen mit dem Nötigsten eingedeckt. Das sorgte in vielen Supermärkten für leere Regale. Neben New York riefen auch die Bundesstaaten Connecticut, Delaware, Massachusetts, New Jersey, Pennsylvania und Rhode Island den Notstand aus. Insgesamt sind von dem Schneesturm über 40 Millionen Menschen entlang der US-Nordostküste betroffen, von der Hauptstadt Washington bis in den Bundesstaat Maine. Zeitweise waren rund 400.000 Haushalte ohne Strom. Mehr als 8.700 Flüge wurden in der Region gestrichen.