Eins, Zwei, Drei Tupfer - wie viel Sonnencreme muss es denn jetzt sein im Gesicht? Hautärztin Dr. Alice Martin verrät uns DIE Faustregel, wie nichts mehr schiefgehen kann. Aber erstmal die Frage, die uns jetzt gerade im Frühling beschäftigt:
Ab wann muss ich mich eincremen?
"Die Sonne und die UV-Strahlung erreicht uns auch, wenn wir sie nicht sehen. Das heißt, durch eine dünne Wolkenschicht kommt immer noch Sonne an. UV-Strahlung ist potenziell krebserregend.“
"Ich würde wirklich täglich Sonnenschutz tragen."
Vor allem auf Gesicht, Hals und Ohren, weil die oft nicht direkt durch Kleidung geschützt sind.
Einige Hersteller werben bei ihren Sonnenschutzprodukten fürs Gesicht zusätzlich mit Inhaltstoffen wie Hyaluronsäure oder einem Anti-Aging-Effekt.
„Hyaluronsäure macht so ein bisschen den aufpolsternden Effekt, Nyacinamide verfeinern so ein bisschen das Hautbild, also porenverkleinernd. Ich brauche es de facto aber nicht! Ich kann das auch super gut mit einer Tages- oder Abendpflege ergänzen.“
Viel wichtiger seit laut Expertin der UV Schutz. Übrigens: der Sonnenschutz fürs Gesicht gelingt auch mit einer Sonnenmilch für den Körper. Der einzige Unterschied: die Produkte fürs Gesicht sind leichter und weniger fettig. Eignen sich deshalb meist besser für die sensible Gesichtshaut.
Worauf sollte ich beim Kauf achten?
Um das herauszufinden, haben wir fünf verschiedene Sonnencremes fürs Gesicht aus der Drogerie und der Apotheke eingekauft. Kostenpunkt: zwischen 3,50 Euro und 38 Euro.
"Wir haben hier jetzt von Laroche Posay Lichtschutzfaktor 50 +. Das ist erstmal sehr gut. 50 heißt wir haben einen deutlich längeren Schutz."
Wichtig ist also ein hoher Lichtschutzfaktor, kurz LSF. Der gibt an, wie lange ein Sonnenschutzmittel die Haut vor schädlicher UV-Strahlung schützen kann. Gerade im Gesicht gilt: Je höher also, desto besser! Denn oft schminken wir uns nach dem Schutz und frischen ihn über den Tag nicht mehr auf.
Dabei können Sie aber auch zu einem günstigen Produkt greifen. Bei diesen Sonnencremes sollten Sie allerdings genauer hinschauen. Die enthalten nämlich Duftstoffe.
"... für Personen, die potenziell eine empfindliche Haut haben oder allergisch reagieren auf bestimmte Inhaltsstoffe würde ich dann zu einem anderen Präparat greifen."
Achten Sie einfach auf das Wort „parfum“ in den Inhaltsstoffen auf der Rückseite des Produkts.
Zur Vorsicht rät die Expertin auch bei getönten Sonnencremes:
"Hier ist Farbe drauf und das wird die meisten daran hindern, ausreichend viel aufzutragen und das ist dann immer kritisch."
Apropos Auftragen. Wie viel Sonnencreme braucht das Gesicht denn nun?
"Da empfehle ich wirklich diese Fingerlänge fürs Gesicht. Also wirklich drei Finger, dann bin ich super geschützt und dann eine Wiederholung nach 2-3 Stunden oder jedes Mal, wenn ich im Wasser gewesen bin oder wenn ich stark geschwitzt habe."
So lässt sich auch die Frühlingsonne unbeschwert genießen.