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Post-Streik

Zum sogenannten Post-Streik kommt es, wenn Mitarbeiter der Deutschen Post im Arbeitskampf zum Mittel der Arbeitsniederlegung greifen.

Post-Streik picture alliance / dpa

Die Geschichte der Deutschen Post kennt viele Auseinandersetzungen mit der Beschäftigungsstruktur als Folge der Privatisierung. Die ursprünglich staatliche Behörde Deutsche Bundespost, 1950 gegründet, wurde von 1989 bis 1995 privatisiert. Dabei entstanden drei separate Unternehmen: der Postdienst, die Deutsche Telekom und die Postbank.

Diese Unternehmen befanden sich durch die Privatisierung in Konkurrenz zu privaten Anbietern ihrer Branche, die ihre Mitarbeiter zu geringeren Löhnen beschäftigen. In der Folgezeit versuchte auch die Post wiederholt, durch Ausgliederungen die Kosten zu senken, um auf diese Weise die Lohnstruktur den Mitbewerbern anzupassen. Bei Post-Streiks haben oft die Kunden das Nachsehen, da oftmals wichtige Post zu spät bei ihnen eintrifft.

Ein besonders umfangreicher Post-Streik fand im Jahr 2015 statt. In diesem Jahr gründete die Deutsche Post 49 neue Regionalgesellschaften, die als DHL Delivery GmbH das Paketgeschäft betreiben sollten. Im Juni 2015 kam es deshalb zum Post-Streik, der vier Wochen andauerte und 32.000 Beschäftigte betraf. Die Gewerkschaft ver.di wollte verhindern, dass die etwa 6.500 ausgegliederten Mitarbeiter geringere Bezüge erhalten sollten als die Mitarbeiter im Haustarif der Deutschen Post. Mit der Einigung vom 7. Juli 2015 erhielten die Post-Beschäftigten im Oktober 2015 400 Euro als Einmalzahlung – ab Oktober 2016 zudem eine Lohnerhöhung von 2 Prozent und ab Oktober 2017 eine von 1,7 Prozent. Das eigentliche Ziel des Arbeitskampfes, die gegründeten Regionalgesellschaften wieder aufzulösen, wurde aber nicht erreicht.

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