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Ethik

Ethik ist ein Bereich der Philosophie, der sich mit moralisch gutem Handeln des Menschen beschäftigt. Sie setzt Normen für das Verhalten und die Gesetzgebung.

Ethik picture alliance / Winfried Rothermel | Winfried Rothermel

Die Ethik beschäftigt sich philosophisch mit dem moralischen Handeln. Sie wird daher auch Moralphilosophie, Philosophie der Sitten oder Sittenlehre genannt, die Lehre vom sittlichen Wollen und Handeln des Menschen. Während das Wort Ethik aus dem Griechischen stammt, hat das Wort Moral den Ursprung im Lateinischen. Beide Begriffe werden im Sprachgebrauch zwar oft synonym verwendet, sind aber nicht identisch. Moral richtet sich nach geltenden Sitten, ist aber veränderbar und verschieden. Die Ethik fragt nach den tieferen Gründen jeder Moral. Sie ist eine philosophische Disziplin und geht auf Aristoteles im 4. Jahrhundert v. Chr. zurück. Er meinte die wissenschaftliche Beschäftigung mit den Sitten, Gewohnheiten und Gebräuchen (ethos).

Die Grundfragen der Ethik

Die Ethik fragt nach den fundamentalen Werten des menschlichen Lebens: „Was soll ich tun und warum? Was ist gut und richtig? Was ist böse und schlecht?“ Es geht um Grundfragen des Lebens. „Wonach soll der Mensch streben? Was sind Pflicht und Verantwortung? Was ist eine Tugend, was ist ein Laster?“ Zu den Tugenden und Werten der Ethik zählen die Achtung der Menschenwürde und der Menschenrechte, Gerechtigkeit, Frieden und die Pflicht zur Hilfe für andere in Notsituationen. Ethik bewertet gutes und böses Handeln. Ein gutes Handeln ist nach Maßstäben der Ethik ein vernünftiges Handeln. Die Moral ist die praktische Anwendung der Ethik. Die moralische Handlung ist etwas, das als richtig oder gerecht angesehen wird.

Die Ethik bei den Handlungs- und Entscheidungsfragen

Bei den ethischen Handlungs- und Entscheidungsfragen stehen die drei Begriffe „Dürfen“, „Sollen“ und „Müssen“ im Mittelpunkt. Der Mensch darf den Mitmenschen in Not nicht im Stich lassen, er soll sich ihm zuwenden und muss ihm helfen. Alles andere wäre unethisch und wird von der Ethik als schlecht und als böse bewertet. Daher ist die Ethik eine Grundlage von Verhaltensregeln, Normen und Gesetzen. Immanuel Kant formulierte diesen Wert mit seinem kategorischen Imperativ: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde“. Das ist das grundlegendste Prinzip der Ethik bei Kant.