Völlig entspannt sollen Marien und Marc in einem Cafe im portugiesischen Fatima gesessen haben, während die kleinen Kinder mitten im Nirgendwo völlig auf sich allein gestellt waren. Kurz darauf werden die beiden festgenommen. Ein Anwohner hatte die Polizei alarmiert, nachdem ihm das französische Nummernschild aufgefallen war.
„Was zählt, ist, dass es den Kindern gut geht. Dass die mutmaßlichen Täter dieser abscheulichen Verbrechen an völlig schutzlosen Kindern identifiziert wurden. Sie befinden sich in Gewahrsam der Justiz. Das ist das Wichtigste."
Schon einen Tag, bevor die Kinder gefunden werden, beobachtet ein Anwohner. Die Familie passiert.
„Ich war mit dem Motorrad unterwegs und sah einen Mann und seine Frau mit ihren Kindern dort am Kanal. Die Frau hielt ihre Kinder an der Hand. Als ich vorbeifuhr, packte der Mann das Kind und zog es zwischen seine Beine. Das kam mir verdächtig vor."
Bei fast 35 Grad entdeckt Alexandre Quintas die beiden Jungen schließlich allein an dieser Straße. Alexandre nimmt die Kinder mit zu sich nach Hause, kümmert sich gemeinsam mit seiner Mutter um sie.
„Ich habe versucht, sie zu beruhigen und dafür zu sorgen, dass sie sich so wohl wie möglich fühlten. Sie haben mit den Spielsachen meiner Kinder gespielt. Wir haben Eis und Schokolade gegessen."
„Der 5-jährige war sehr schlau. Er erzählte alles."
Währenddessen kommen immer mehr Details ans Licht. Mutter Marine soll ihren 16-jährigen Sohn aus einer früheren Beziehung schon vorher allein im Haus im Elsass zurückgelassen haben. Am 11. Mai meldet dann auch der leibliche Vater der beiden kleinen Kinder ihr Verschwinden Gegen Marine und ihren Partner Marc wird inzwischen ermittelt. Der Vater der beiden Jungen soll auf dem Weg nach Portugal sein, um seine Söhne endlich wieder nach Hause zu holen.