Feuerwehr und Technisches Hilfswerk sind mit schwerem Gerät im Einsatz, doch die Suche nach möglichen Überlebenden zieht sich Stunde um Stunde. Die Sorge der Rettungskräfte: Hohlräume unter den Trümmern des mehr als 100 Jahre alten Gebäudes könnten jederzeit einstürzen.
„Auch angefordert hatten, waren solche genannten Einsatzstellen-Sicherungssysteme und das sind Messstellen, die jegliche kleinste Bewegungen innerhalb des Mauerwerkes feststellen, sodass also die Sicherheit für die Einsatzkräfte immer gegeben war. Sobald also die kleinste Erschütterung gegeben ist und das stellte sich leider so dar, dass noch einige instabile Wände standen.“
Als die Feuerwehr am frühen Abend alarmiert wird, ist das Haus bereits nur noch ein Trümmerhaufen. Das Gebäude gehört der Stadt Görlitz, Miets- und Ferienwohnungen sind darin untergebracht.
„Es sind aktuell drei Vermisstenfälle im Zusammenhang mit dem Einsturz des Hauses in Bearbeitung. Ich kann Ihnen sagen, dass es sich dabei um zwei Frauen handelt, mit rumänischer Staatsbürgerschaft im Alter von 25 und 26 Jahren und um einen Mann mit bulgarisch-deutscher Staatsbürgerschaft im Alter von 48 Jahren.“
Währenddessen bangt der Ehemann einer der Vermissten inzwischen seit mehr als zwölf Stunden auf Nachrichten von seinen Familienmitgliedern.
„Meine Frau hat mir gesagt, dass ich ein stilles Wasser und Tabletten einkaufen soll. Ich war schon draußen vor dem Haus und bin 20 Sekunden gelaufen. Danach habe ich eine Explosion gehört, dann bin ich zurück."
Auch seine Cousine wird noch gesucht. Sie waren auf der Rückreise aus dem Urlaub und wollten eigentlich noch ein paar Tage in Görlitz verbringen.
„Ich habe die ganze Nacht gewartet und gehofft, dass meine Frau gut ist, aber ich habe noch bis jetzt nach 13 Stunden keine Information bekommen. Ich warte noch.“
Etwa 72 Stunden lang, so schätzen die Einsatzkräfte, bestehen noch Chancen, Menschen lebend aus den Trümmern zu retten.