Live-Ticker: Katastrophe in SüdostasienWunder in Myanmar! Mann nach fünf Tagen aus Trümmern gerettet
Teile Südostasiens werden plötzlich von einer heftigen Naturkatastrophe erschüttert!
In Myanmar und Thailand bebt minutenlang die Erde. Allein in Myanmar soll es mehr als 1.600 Tote geben. Die verheerenden Bilder zeigen wir oben im Video.
Heftiges Erdbeben in Myanmar und Thailand – alle Entwicklungen im Live-Ticker
Wichtige Updates
Eva Johanna Onkels
Wunder in Myanmar! Mann nach fünf Tagen lebend gerettet
Fünf Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar ist ein Mann lebend aus den Trümmern geborgen worden. Der 26-Jährige sei in der Nacht von einem Team aus türkischen und einheimischen Rettungskräften aus den Trümmern eines Hotels in der Hauptstadt Naypyidaw befreit worden, teilten die Feuerwehr und die Militärregierung des südostasiatischen Landes am Mittwoch mit. International steht die Junta verstärkt in der Kritik, weil sie trotz der Katastrophe unvermindert gegen bewaffnete Rebellengruppen kämpft.
Das Erdbeben der Stärke 7,7 hatte sich am Freitag 16 Kilometer nordwestlich der myanmarischen Stadt Sagaing ereignet. Nach offiziellen Angaben kamen dabei mehr als 2880 Menschen ums Leben. Die tatsächliche Opferzahl dürfte aber deutlich höher liegen. Nach Angaben der Militärjunta werden immer noch mehr als 370 Menschen vermisst, mittlerweile wurden zudem mehr als 4600 Verletzte gezählt.
Rettungskräfte versuchen nach wie vor, Überlebende zu finden und zu bergen. Die Hoffnungen schwinden aber mit jedem Tag. Die Rettung des 26-jährigen Hotelmitarbeiters in Naypyidaw ist daher ein Hoffnungsschimmer inmitten von großem Leid und Zerstörung: Auf einem Facebook-Video der Feuerwehr ist zu sehen, wie der staubbedeckte Mann durch ein Loch aus den Trümmern des Hotels gezogen und auf eine Trage gelegt wird. Er wirkt benommen, ist aber bei Bewusstsein.
Johanna Grewer
2.000 Tote nach Erdbeben in Myanmar bestätigt
Nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar ist die Zahl der bestätigten Todesopfer in dem Land auf mehr als 2.000 gestiegen. Die Militärregierung des südostasiatischen Landes sprach in einer Mitteilung von 2.056 Toten. Zudem seien mehr als 3.900 Menschen verletzt worden. Es würden über 270 Personen vermisst.
Die tatsächliche Zahl der Opfer dürfte nach Einschätzung von Experten noch weit höher liegen.
Johanna Grewer
Weiter keine Hinweise auf deutsche Erdbeben-Opfer
Die geschäftsführende Bundesregierung hat weiterhin keine Hinweise darauf, dass unter den Opfern des starken Erdbebens in Südostasien deutsche Opfer sind. Das teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin mit. Die Lage vor Ort in Myanmar und Thailand sei allerdings weiterhin etwas unübersichtlich. Eine Sprecherin des Innenministeriums ergänzte, der Bundesregierung seien über die Vereinten Nationen Hilfeersuchen zugegangen, die unter anderem Listen mit benötigtem Material umfassten. Diese Ersuchen würden nun gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt geprüft.
Uli Vonstein
Dramatische Rettungsaktion missglückt: Schwangere stirbt
Die dramatische Rettungsaktion für eine schwangere Frau (35) ist hingegen missglückt. Um sie aus den Trümmern eines eingestürzten Wohnhauses in Mandalay befreien zu können, war ihr vor Ort ein Bein amputiert worden. Rettungskräfte zogen sie laut der Nachrichtenagentur AFP schließlich aus den Trümmern - wenig später wurde sie jedoch für tot erklärt.
Es war ein tragisches Ende eines langen Kampfes um die Befreiung der 35-Jährigen: Chinesische und einheimische Rettungskräfte setzten Bohrer, Kettensägen und Kreissägen ein, um den Beton zu durchbrechen, unter dem sie eingeklemmt war. Zudem wurde der Schwangeren ein Bein amputiert.
Am Sonntagabend wurde die Frau schließlich aus den Trümmern des Wohnkomplexes Sky Villa Condominium geborgen. Die Retter glaubten zunächst, ihr Leben gerettet zu haben. Ärzte untersuchten sie, mussten aber umgehend Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten. Diese waren jedoch nicht erfolgreich, kurz darauf wurde offiziell ihr Tod festgestellt. "Wir haben alles versucht, um sie zu retten", sagte ein Mitglied des medizinischen Teams. Aber die Schwangere habe durch die Amputation des Beins zu viel Blut verloren.


