Bratwurst und Kotelett an der Fleischtheke oder abgepackt im Kühlregal: Die Haltungsform steht drauf. Aber halten die Supermärkte ihre Tierschutz-Standards für Schweine, Milchkühe und Mastrinder auch ein?
"Da geht es um Punkte wie zum Beispiel: Wie viele Tiere dürfen auf einer bestimmten Fläche gehalten werden, wie viel Platz haben die Tiere oder welche Eingriffe werden an ihnen durchgeführt?"
Beim Check für 11 Tierarten in 11 Supermärkten schneidet Discounter Aldi mit 36 Prozent noch am besten ab, dicht gefolgt von Tegut und Kaufland. Ganz hinten im Ranking landen Edeka, Netto und Bela.
"Weil Aldi relativ fortschrittlich ist, was die Auslistung der Haltungsformen Stufen 1 und 2 angeht, sich da ein konkretes Ziel mit einem konkreten Ausstiegsdatum gesetzt hat als erster Supermarkt in Deutschland und da auch schon relativ weit vorangegangen ist."
Genau wie bei den Richtlinien für Legenhennen und verarbeitete Eier, so die Stiftung.
Hatte das Tier genug Auslauf und gutes Futter, musste es leiden? Für die Kunden immer wichtiger.
"Ich glaube, das ist jetzt in der Bevölkerung doch ein großes Thema, der Tierschutz."
"Das ist nicht das Wichtigste für mich: Für mich muss das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen."
"Wenn man Fleisch kauft, wie es geschlachtet wird, da leg ich schon Wert drauf."
Dass Tierschutz seinen Preis hat, zeigt unsere Stichprobe heute im Discounter: Das Bio-Rinderhack ist hier im Kilopreis-Vergleich rund 2 Euro teurer, die Bio-Nackensteaks für den Grill rund 5 Euro.
Fazit der Tester: In den Gewinner-Supermärkten ist das Angebot an Tierschutzgerechtem größer - aber auch für SIE gibt es noch viel zu verbessern - Bis auch der Kunde von Morgen mit gutem Gewissen zubeißen kann.