Zerknautscht schlummern sie in der Vitrine, die ausgelatschten Treter. Die signierten Bred Air Jordan Thirteens.
Voxpop: „Von nem Basketballer ne?“
Ja, von Michael Jordan, der sie während der NBA-Finalserie 1998 getragen hat. Jetzt wurden sie für umgerechnet 2 Millionen 6312 Euro verkauft.
Voxpops: „Ja das ist nicht mein Budget“/ „Das ist auf jeden Fall verrückt. Weil da Michael Jordan reingeschwitzt hat, oder?“
Genau. Bei diesem Spiel nämlich. Als er die späteren Millionentreter anhatte. Kein Name ist mit dem Kulturgut Sneaker so verbunden wie der von Michael Jordan. Um seinen Deal mit Nike geht es auch im Film „Air – Der große Wurf“, der aktuell im Kino läuft.
Freistand: „Ich brauche den besten Basketballschuh, den es jemals gegeben hat, für welchen Spieler? Michael Jordan!“
Inzwischen trägt fast jeder von uns Sneakers. Tendenz steigend. 2021 wurden weltweit rund 1,4 Milliarden Paare verkauft – doppelt so viele wie neun Jahre zuvor.
Der Düsseldorfer Philipp Kassel sammelt Turnschuhe und handelt mit ihnen. Er hat rund 2000 Paare im Wert von 600.000 Euro.
Ottonormalverbraucher haben sie, um sie zu tragen. Wie muss er sein, der perfekte Sneaker?
Voxpops: „Schön aussehen, farbig, nicht nur weiß!“/ “ Dass man nen Sneaker hat für jedes Outfit!“/ „Dass sie bequem sind, dass sie lange halten!“/
Ob weiß oder bunt. Ob teuer oder günstig. Der Sneaker hat die Welt erobert. Man kann sagen: es wurde ein Schuh draus.