Diese Bilder zeigen Sarah Buckel als eine glückliche, lebensfrohe junge Frau. Aber diese Aufnahmen gehören der Vergangenheit an, denn Sarah lebt nicht mehr. Sie wollte sterben, weil es für sie keinen anderen Ausweg mehr gab.
2022 erkrankt Sarah an Corona und wird nicht mehr gesund, bekommt Long Covid, was unter anderem zum chronischen Fatigue-Syndrom führt. Die 31-Jährige kann immer weniger alleine machen, ist auf Hilfe angewiesen – ihr Vater zieht bei ihr ein. Sarah schreibt auf ihrem Instagram Account:
„Warum reicht es nicht, dass du mir mein wunderschönes Leben weggenommen hast, meinem Papa seine geliebte Tochter, meiner Schwester ihre kleine Schwester, meiner Omi und meinem Opa ihre Enkelin, meinen paar gebliebenen Freunden ihre Freundin?“
Fragen, auf die sie keine Antworten bekommt. Sarah liebt das Leben, doch täglich muss sie erfahren, was Long Covid aus ihr gemacht hat: einen Pflegefall, den – wie sie selbst sagt – man nicht mehr pflegen kann. Das Leben, das für sie seit 2022 keines mehr ist, ist für sie unerträglich. Deswegen wählt sie am 8. Juli den Freitod.
„Ich möchte mich kurz - schmerzlos geht nicht - öffentlich verabschieden, weil mir hier viele über die Jahre eine große seelische Stütze waren!!“
Ihr Account, auf dem sie immer über die Krankheit aufgeklärt und für die Behandlung gekämpft hat, soll bestehen bleiben. Sie hofft, dass ME/CFS sichtbar wird und die Forschung vorankommt – auch wenn es für sie selbst zu spät kam.