Das Gefühl: wie frisch vom Friseur.
Lara: „Meine Haare waren noch nie so weich“
Aber: die Pflege dafür ist aus der Drogerie!
Welches der Produkte so überzeugt?
Wir testen Haarbotox, Keratin und Kopfhaut-Peeling.
Ob sich die Haare von Barbara, Laura und Lara mit den günstigen Pflegeprodukten verbessern?
Barbara, Laura und Lara:
"Ich empfinde meine Haare teilweise als schnell fettend aber dennoch in den Spitzen sehr trocken. /// Meine Haare sind so ein bisschen Fluch und Segen zugleich, weil einerseits sind die sehr voll und auch dick, aber dieses verknoten sich sehr schnell. /// Manchmal wie heute, sind sie oben gewellt und unten glatt und manchmal ist es komplett andersherum. Ich bin...ich mag die, aber manchmal ein bisschen schwer zu bändigen."
Um den Zustand ihrer Haare zu beurteilen, haben die Testerinnen einen Termin bei Dermatologe Dr. Hans-Georg Dauer aus Köln. Er schaut sich mit einem besonderen Mikroskop die Haarstruktur an.
Dauer: "Es gibt gesündere Kopfhäute. Da haben Sie diese großen, trockenen Schuppen, die da überall platzen. Sehen Sie diese weißen Dinge. Die sind auch hier auf der Kopfhaut zu sehen. Das ist nicht intakt. Es ist wirklich gereizt. Die Kopfhaut, das sieht man."
Eine gereizte Kopfhaut wird meist durch falsche Pflege, Färben oder zu häufiges Haarewaschen ausgelöst.
Lauras Haare sind zudem an den Spitzen extrem trocken.
Barbaras Haarstruktur zeigt dagegen andere Probleme auf:
Dauer: "Wir sehen, die klassischen Kriterien des beginnenden Haarausfalls. Wir sehen viel einzelne Haare. Jeden Tag kommen so bei Mitteleuropäer 3 bis 4 Haarfollikel mit ihren Härchen raus. Hier haben es aber immer nur Einzelkämpfer drin."
Ansonsten ist das Haar der 56-Jährigen aber gesund.
Laras Haare sind am gesündesten, allerdings machen ihr einzelne sogenannte Babyhärchen zu schaffen.
Ob diese verschiedenen Haarprobleme mit Produkten aus der Drogerie behandelt werden können?
Für Laura gibt es ein Kopfhautpeeling mit Milchsäure und eine Keratin Kur für jeweils knapp 5 Euro
Dauer:
"So Peeling Behandlung, das verjüngt die Kopfhaut, macht die rein, dass sie offen ist, dass die Poren nicht zu sind."
Die Pflegekur soll das Haar reparieren. Der enthaltene Wirkstoff Keratin ist das Protein, aus dem das Haar aufgebaut ist. Wenn wir Brüche im Haar haben, legt sich das Keratin auf die Haare und glättet die Struktur.
Für Barbara gibt es eine Plex Care Kur für geschädigtes Haar für 6 Euro und eine gehypte Heizkappe für 20 Euro. Die Haarmaske soll Barbaras Haare kräftigen, die Hitze unterstützt dabei.
Dauer: "Dass die Durchblutung etwas zunimmt im Bereich der Kopfhaut. Und das ist ja das, was wir wollen, dass mit den Blutgefäßen mehr Nährstoffe, Vitamine, auch Baustoffe an den Hafen transportiert werden, ihn zu kräftigen können. Außerdem unter der Hitze ist auch die Zellteilung ein bisschen gefördert, dass wieder neue Zellen kommen und wieder stärkere Härchen gebildet werden."
Der Wirkstoff Plex Care aus der Haarmaske ähnelt dem Pflegestoff Olaplex der oft in Friseursalons benutzt wird und dort meist rund 60 Euro kosten.
Für Lara empfiehlt Doktor Dauer ein Haarbotox für 30 Euro.
Dauer: "Weil dieses Produkt enthält viele Proteine, verschiedene pflanzliche Proteine, die hinten darauf nachzulesen sind, die einfach das Haar kräftigen, geschmeidig machen, es einfach wieder aufbauen, dass es besser aneinander hält und dass es nicht mehr so voneinander absteht."
Sechs Wochen lang führen unsere Testerinnen nun Videotagebuch.
Laura muss das Kopfhaut-Peeling vor dem Waschen einmassieren
Laura: "Beim Anwenden spüre ich da jetzt nicht wirklich was. Es ist weder unangenehm, noch merke ich, dass es groß auf der Kopfhaut ist."
Danach werden die Haare ganz normal gewaschen.
Der Dermatologe empfiehlt eine Wassertemperatur von 30 – 35 Grad. Im Anschluss: die Keratin Kur.
Laura: "Jetzt, nach dem Föhnen, muss ich schon sagen, dass meine Haare sehr glänzend aussehen und auch ziemlich weich sind. Das hätte ich jetzt nicht erwartet."
Laras Anwendung mit dem Haarbotox dauert länger.
Es wird nach dem Waschen in die Haare eingearbeitet, muss 20-30 Minuten einwirken und dann geföhnt und geglättet werden. Der erste Eindruck:
Lara: "Sehr, sehr glatt. Auch die Baby Haare, mit denen ich gekämpft hatte. Ähm ja, die sind eigentlich fast gar nicht mehr da. Also meine Haare waren noch nie in meinem Leben so glatt wie sie gerade sind."
Das Haarbotox darf allerdings nur alle paar Wochen benutzt werden.
Barbara muss auch erst Haare waschen.
In das nasse Haar wird die Pflege eingearbeitet und die Heizkappe soll nun mit der Wärme nachhelfen.
Barbara: "Ich bemerke noch keine große Veränderung. Die fühlen sich an wie immer."
Das ändert sich auch bei der nächsten Behandlung nicht - und noch etwas fällt auf:
Barbara: "Also es ist schon ein extremer zeitlicher Mehraufwand."
Barbara bekommt außerdem bei der weiteren Behandlung das Gefühl, dass ihre Haare weniger glänzen als sonst.
Für Lara steht nach 5 Wochen die nächste Haar-Botoxbehandlung an.
Lara: "Beim zweiten Mal ist es jetzt noch intensiver, dass meine Baby Haare komplett gerade sind. Das war ja das, was ich auch bezwecken wollte mit dem Produkt. Diese Zeit, die man alle paar Monate hier rein investiert, diese halbe Stunde die lohnt sich hundertprozentig."
Ob der Arzt das Ergebnis genau so gut einschätzt?
Nach 6 Wochen untersucht er wieder Haare und Kopfhaut. Und bei Barbara hat sich was getan:
Dauer: "Sie sehen eine Menge kleiner weißer Härchen hier auf dem neuen Bild der Kopfhaut. Sehen Sie hier nicht diese Kleinen hier? Die werden jetzt nicht so dick und groß wie die anderen. Aber es ist schon eine gewisse Sie ein bisschen fülliger."
Das Wachstum ist also tatsächlich angeregt worden. Allerdings sind die Spitzen ihrer Haare etwas beschädigt.
Lauras Kopfhaut hat sich auch verbessert:
Dauer: "und auch wenn Sie das Peeling nicht mochten, wenn man da richtig drauf guckt, sieht man, dass die Schuppen deutlich besser geworden sind. Deutlich weniger."
Am meisten hat allerdings das Haar-Botox überzeugt.
Laras Spitzen sind gesünder und die Babyhaare gezähmt.
Wenn die Pflegeprodukte also auf die Bedürfnisse der Haare abgestimmt sind, dann können auch günstige Produkte aus der Drogerie einen großen Effekt haben.