Von Scrunchies über Haarschmuck bis zu Silikongummis ist alles dabei. Diese 30 verschiedenen Haargummis müssen heute durch unseren Härtetest!
Kati hat langes, dickes Haar. Pias Haare sind fein und kürzer. Deshalb haben die beiden unterschiedliche Ansprüche, was das perfekte Haargummi leisten soll:
Katie: "Ich erwarte von einem Haargummi, dass er nicht gleich beim ersten Mal reißt, dass die Haare nicht alle drin stecken bleiben, wenn ich ihn wieder rausnehme."
Pia: "Und dass ich mit ganz wenig Umdrehungen einen schönen festen Pferdeschwanz dann auch habe."
Unsere Testkandidaten kosten zwischen 11 Cent und 35 Euro und sollen in Sachen Handhabung, Langlebigkeit und Optik überzeugen. Friseurin Tatjana Sherbyna begleitet unseren Test.
Sherbyna: "Also erstmal sollte man wissen, wofür brauche ich das Haargummi und welche Haardichte habe ich, also was möchte ich erreichen?"
Unsere Testerinnen schauen sich die Auswahl an. Der erste Eindruck:
Katie: "Wobei ich finde zum Beispiel dieses Leder wahrscheinlich nicht so bequem für die Haare und nicht so leicht zu binden. Ich denke der rutscht immer wieder raus."
Pia: "Mein Favorit, was ich jetzt so sehe, ist dieses Ding, weil ich denke man hat dann mal so einen breiten Zopf und keinen runden."
Ob das klappt? Kati und Pia machen den ersten Praxistest: Mit jedem der 30 Haargummis machen sie sich jeweils einen Zopf, den sie auf Halt und Tragekomfort prüfen.
Sherbyna: "Du hast genau das perfekteste Haargummi für deine Haarstruktur gegriffen. Das hat eine schöne, breite Oberfläche, das Samt ist sehr fein zum Haar und durch die samtige Oberfläche hat man aber trotzdem Grip."
Perfekt also für Pias dünne Haare! Im Gegensatz zu diesem Gummi mit Schmucksteinen: Sieht gut aus, macht aber bei beiden Probleme:
Katie: "Das hab ich befürchtet, genau das."
Hierfür hat Tatjana einen Tipp:
Sherbyna: "Am besten wirklich als Basis ein schönes Haargummi benutzen, das festsitzt und dann das drüber stülpen als Dekoration."
Bei einem Exemplar ist allerdings selbst die Expertin ratlos:
Sherbyna: "Darf man das überhaupt Haargummi nennen? Das ist ja ein Stück Plastik fast."
Jetzt will Kati endlich ihren anfänglichen Favoriten ausprobieren! Aber…
Katie: "Also ich hab keine Ahnung wie man’s anwendet ehrlich gesagt, hab ich noch nie gesehen."
Alle Haare einfädeln und danach biegen – Tatjana zeigt, wie es geht:
Sherbyna: "Man macht es erst flach und dann macht man diesen Radius. Wenn ich dir gleich einen Spiegel geben würde, würdest du sehen, dass dein Pferdeschwanz um einiges wuchtiger und schöner fällt."
Das braune Biegegummi schafft es trotz schwieriger Handhabung in die nächste Runde! Aber einige Kandidaten sortieren Kati und Pia schon mal aus.
Katie: "Wir haben darauf geachtet, wie die Beschaffenheit ist, wie sie, ob sie fest sind, elastisch sind, ob sie ziepen."
Dabei unterscheiden sich die Haargummis im Material gar nicht so sehr wie man denkt.
Sherbyna: "Es gibt gar nicht so viel Auswahl die meisten Haargummis bestehen entweder aus Latex, also damit sie elastisch sind, oder aus Kunststoff. Und da unterscheiden sich die Haargummis noch im Großen mit der Oberfläche, die obendrauf hinzugefügt wird, wie zum Beispiel hier. Das ist ein Kabel mit einer Stoffoberfläche."
Aber können die Haargummis unserer großen Zerreißprobe standhalten? Das Messgerät spannt die Gummis bis zu 30 Zentimeter auf!
Der Klassiker reißt kurz vor der Maximalgrenze….
Sherbyna: "So 263, ja 263, da reißt er."
Also bei knapp 26 Zentimetern. Dafür übertrifft der Kabelhaargummi alle Erwartungen.
Katie: "Das geht bis über den Anschlag raus. Es geht noch mehr."
Der Haargummi ist zwar auf über 30cm dehnbar, leiert dabei aber deutlich aus. Das kann man allerdings wieder rückgängig machen:
Sherbyna: "Indem man die einfach in kochendes oder sehr heißes Wasser mindestens 60 Grad reinlegt. Und dann werden die sofort in ihren Ursprung zurückgehen."
In unserem Test reißt nur einer der 20 verbliebenen Haargummis. Kati und Pia küren daraus ihre 10 Favoriten – und die müssen noch den letzten Test bestehen: Diese Berliner Passanten bewerten jetzt die Optik.
Passanten:
"Ich würde sagen der Schwarze mit Samt."
"Ich finde tatsächlich das Schwarze am schönsten."
"Ich würde auf jeden Fall das hier nehmen, weil ich‘s auch selber in den Haaren hab."
"Also von der Farbe auf jeden Fall den, so intensiv."
"Am schönsten finde ich den Schwarzen."
Der schwarze Samthaargummi kommt optisch am besten an. Für Kati und Pia gewinnen zwei andere Modelle:
Pia: "Ich habe den Kabelhaargummi gewählt, einfach weil ich nur 2 Umrundungen brauch und die Haare sind fest und nicht zu angespannt, ist locker und auch beim Rausmachen fast gar keine Haare halt mit rausgehen."
Katie: "Nach wie vor sage ich immer wieder, bleibe ich bei dem Favoriten, weil erstens: Er hält mein Haar, macht mehr Volumen draus, er leiert nicht aus. Also alles super."
Unsere drei Gewinner sehen gut aus, sind qualitativ hochwertig und angenehm zu tragen. Und: Keiner kostet über 7€! Also ab damit ins Haar. Kati und Pia freuen sich über ihren perfekten Zopf.