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Unkrautvernichter Test 2021 • Die 6 besten Unkrautvernichter im Vergleich

Wer kennt nicht das Problem von Unkraut im Garten. Missmutig ziehen Sie die Quälgeister anfangs noch aus der Erde. Doch irgendwann werden diese Störenfriede zur Plage. Unkrautvernichter sind dann die schnelle, rettende Lösung, wenn es darum geht, Ihren Garten von diesen unliebsamen Gästen zu befreien. Dabei ist zu beachten, dass Unkrautvernichter nicht nur Unkräuter beseitigen, sondern auch andere Pflanzen und Gräser. Sie belasten außerdem die Umwelt und gelangen bei falscher Anwendung ins Grundwasser. Gesetze geben deshalb vor, welche Unkrautvernichter Sie wo einsetzen dürfen. Wir haben uns unter diesen Aspekten Tests und Vergleiche von Herbiziden näher angesehen. In dem Artikel erfahren Sie aber auch, welche Alternativen es zu chemischen und biologischen Unkrautvernichtern gibt.

Maren Christiansen
Maren Christiansen

Maren Christiansen ist 37, Landschaftsarchitektin und wohnt in Halle.
Als vollberufstätige Mutter von zwei Kindern findet sie noch die Zeit, sich um ihren eigenen kleinen Garten zu kümmern und ihre Produkterfahrungen aus dem Bereich Garten und Haushalt mit interessierten Usern zu teilen.

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Unkrautvernichter Bestenliste 2021

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Was ist ein Unkrautvernichter und wie funktioniert er?

Die Begriffe Herbizide und Unkrautvernichter werden meist gleichbedeutend verwendet. Es handelt sich hier um Substanzen, die gezielt störende Pflanzen abtöten sollen. Durch den Kontakt mit der Pflanzenoberfläche unterbinden bestimmte Herbizide schnell und wirksam die Biosynthese von Blüten und Blättern.

Nicht behandelte Blätter bleiben hingegen unbeschädigt. Da die meisten Herbizide nur die Oberflächen der Pflanzen angreifen, treiben Wurzelunkräuter nach kurzer Zeit häufig wieder aus. Breitblättrige Unkräuter können Sie mit der chemischen Unkrauthacke hingegen sehr wirksam vernichten.

Herbizide wirken für das Abtöten von Pflanzen in zwei Richtungen. Entweder hemmen die Wirkstoffe das Wachstum oder sie regen es an. Dazu später mehr.

Welche Arten von Unkrautvernichtern gibt es?

Herbizide können gesprüht oder gegossen und bei trockener Witterung angewendet werden.Unkrautvernichter haben ganz unterschiedliche Eigenschaften und Anwendungsbereiche. Sie sind als Pflanzenschutz im Garten wegen ihrer schnellen Wirksamkeit sehr beliebt und es gibt unter ihnen echte Spezialisten für besonders hartnäckige Unkräuter.

Im Folgenden stellen wir Ihnen neben den Herbiziden auch alternative Möglichkeiten für die Unkrautvernichtung vor, die eine sinnvolle Ergänzung sein können, wenn Sie die Störenfriede beseitigen wollen.

Herbizide

Die Pflanzenvernichtungsgruppe der Herbizide unterscheidet zwischen Totalherbiziden und Rasenherbiziden. Vorsicht! Durch Totalherbizide sterben sämtliche Pflanzen ab, das störende Unkraut wie auch Kulturpflanzen. Rasenherbizide wirken im Gegensatz dazu langsamer und nur bei bestimmten Blättern.

Bei den Totalherbiziden mit chemischen Wirkstoffen ist Glyphosat der wohl bekannteste Vertreter. Unter der Marke Roundup ist dieses umstrittene Herbizid seit 1974 im Handel erhältlich und das bislang meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel. Glyphosat, das als Totalherbizid die Biosynthese aller Pflanzen verhindert, findet sich wegen seiner Risiken jedoch immer weniger im Gartenfachhandel und in Baumärkten.

Rasenherbizide enthalten ebenfalls chemische Wirkstoffe, die jedoch anders als die Breitbandherbizide wirken. Die darin enthaltenen Chemikalien tragen Namen wie 2,4-D und MCPA. Sie greifen mit Wuchsstoffen gezielt ein- und zweikeimblättrige Unkräuter an.

Aufgrund des durch die Wuchsstoffe erzeugten Nahrungsmangels werden die Rasenunkräuter nach wenigen Tagen braun und sterben ab. Wurzelunkräuter wie Quecken überleben jedoch auf der behandelten Rasenfläche. Wie Sie diese trotzdem wirksam bekämpfen verraten wir Ihnen in unseren Kaufkriterien.

Neben chemischen gibt es auch biologische Herbizide. Die biologischen Unkrautvernichter enthalten natürliche beziehungsweise der Natur nachempfundene Wirkstoffe. Weitverbreitet ist hier der Einsatz von Pelargonsäure oder Essigsäure. Achten Sie beim Kauf darauf, ob chemische Wirkstoffe den biologischen Wirkstoffen beigemischt sind, wenn Sie sicher gehen möchten, dass Sie rein biologische Mittel sprühen.

Hausmittel

Entgegen der häufig verbreiteten Annahme über ihre Wirksamkeit ist die Verwendung von Hausmitteln als Unkrautvernichter in den meisten Fällen völlig ungeeignet für die Unkrautvernichtung. Bei bestimmten Mitteln ist die Anwendung als Pflanzenschutz sogar gesetzlich untersagt.

Hartnäckig hält sich die Meinung, dass sich Zitronensäure, Essig und Salz als umweltschonende Unkrautvernichter eignen. Tatsächlich aber sorgen diese chemiefreien Hausmittel für eine Versalzung oder Übersäuerung des Bodens. Langfristig führen sie über den Abfall des pH-Wertes zu einer Schädigung der Bodensubstanz.

Die übersäuernden und versalzenden Stoffe werden nur langsam im Boden abgebaut. Die Gesetzgebung hat den Einsatz von Essig und Salz deshalb untersagt und als nicht erlaubtes Pflanzenschutzmittel erklärt.

Thermische Unkrautvernichter

Thermische Unkrautvernichter setzen für die Vernichtung von Unkräutern Wärme ein. Es geht im Prinzip darum, das Unkraut mit Hitze zu schwächen oder durch Verbrennung  zu zerstören. Dabei wird gleichzeitig auf eine komplexe Tiefenwirkung gesetzt, indem die Pflanzen nicht nur an der Oberfläche, sondern auch bis in die Tiefe hinein geschädigt werden.

Bei der ersten thermischen Variante wird Unkraut mit kochend-heißem Wasser besprüht. Das zerstört die Zellstruktur der Pflanze und der obere Teil stirbt ab. Bei wiederholter Anwendung ist das Unkraut dann so geschwächt, dass es vollständig eingeht. Man fegt man es dann am besten weg.

Heißwasser-Hochdruckerreiniger eignen sich als zweite Variante je nach Leistung gleichermaßen für kleine und große Pflanzen. Die Umweltbelastung ist bei hoher Wirksamkeit minimal. Wenn Sie sehr kleine Steinflächen behandeln wollen, können Sie das Wasser auch im Wasserkocher erhitzen und dann auf die Fugen gießen.

Das Abflammen nutzt als letzte thermische Variante unter Zuhilfenahme eines Gasbrenners den Effekt der Verbrennung. Das Unkraut wird mit dieser Methode oberflächlich, zum Beispiel zwischen den Fugen, verbrannt. Beachten Sie jedoch, dass die Wurzeln des Unkrauts in diesem Fall erhalten bleiben. Es kann durch das Verbrennen deshalb ein späteres Wiedersehen mit dem Unkraut geben.

Mechanische Unkrautvernichter

Falls Sie den Einsatz von Werkzeugen bevorzugen wie Sauzahn, Hacken und Fugenmesser, um nur einige zu erwähnen, dann sind Sie beim Thema Umweltverträglichkeit auf der sicheren Seite. Das Auskratzen von Fugen und das Jäten sind hier klassische Beispiele.

Diagramm zum Preis-Leistungs-Verhältnis der Unkrautvernichter

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Kaufkriterien im Unkrautvernichter Test 2021

Die entscheidende Frage beim Kauf von Unkrautvernichtern ist: Wo beseitigen Sie das Unkraut? Die darauffolgende Frage ist: Welches Unkraut wollen Sie vernichten? Aus diesen beiden Fragen sind die nachfolgenden Kaufkriterien ableitbar, mit denen Sie Unkrautvernichter besser vergleichen und den besten Unkrautvernichter für sich finden können.

Anwendungsbereiche

Für Unkräuter abseits von Wegen und mit ausreichend Abstand zu den Kulturpflanzen bieten sich die Totalherbizide an. Bei Ackerschachtelhalm, Giersch und Brennnessel sind Herbizide mit Essigsäure hier besonders wirksam. Lassen Sie diese Unkräuter ausreichend wachsen, damit genug Blattfläche zum Besprühen vorhanden ist.

Bei größeren Rasenflächen, die von Unkraut befallen sind, sollten Sie darauf achten, ein Rasenherbizid zu verwenden. Dieses kann gespritzt oder gegossen auf die Rasenfläche verteilt werden. Unser Tipp: Achten Sie beim Spritzen stets auf einen trockenen Rasen und gehen Sie beim Ausbringen rückwärts, damit Sie nicht auf die behandelte Fläche treten.

Heißwasser-Hochdruckreiniger und Gasbrenner kommen vorwiegend bei Pflastersteinen und Fugen zum Einsatz. Sie werden bevorzugt auf Gehwegplatten und Terrassenböden eingesetzt. Bei Terrassenüberdachungen und Fließen in Garageneinfahrten ist der Heißwasser-Hochdruckreiniger unser Favorit.

Quecken ist durch Jäten und thermischen Unkrautvernichtern langfristig nicht beizukommen. Bei diesem besonders hartnäckigen Wurzelunkraut hilft nur der Griff zu besonders aggressiven Herbiziden wie Glyphosat. Aus Gründen der Umweltverträglichkeit sollte das allerdings die letzte Option sein.

Gesetzliche Vorschriften

Zur umweltfreundlichsten und gründlichsten Form der Unkrautvernichtung zählt nach wie vor die Handarbeit.Kann die Sprühbrühe Ihres Herbizids in das Grundwasser absickern? Das ist hinsichtlich der gesetzlichen Vorschriften unbedingt zu beachten. Auch dürfen Sie nur die für den Haus- und Kleingartenbereich zulässigen Unkrautvernichter verwenden, wenn Sie keine Berufsausbildung zum Gärtner oder Landwirt besitzen.

Wenn Sie einen Landschaftsbaubetrieb für Gartenpflege beauftragen, darf dieser selbstverständlich Produkte für den professionellen Gartenbau einsetzen. Für Sie als Hobbygärtner ist hingegen dringend zu beachten, dass Herbizide nur auf biologisch aktive Flächen gesprüht oder gegossen werden dürfen. Das sind vor allem Beete und Rasenflächen.

Tabu sind hingegen Pflasterflächen und andere versiegelte Flächen. Die Anwendung auf Wegen ist deshalb strengstens untersagt. Lesen Sie auch die Gebrauchsanweisung hinsichtlich der Dosierung und des Ausbringungszeitraums gewissenhaft durch. Hier gelten strenge Richtlinien und Verstöße können mit einem mittleren fünfstelligen Bußgeldbetrag belegt werden.

Umweltfreundlichkeit

Die Umweltverträglichkeit ist insbesondere für viele Kleingärtner mit Nutzgarten ein wichtiges Kriterium. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) prüft zwar streng, aber wer will schon kleinste Mengen von Herbiziden wie Glyphosat in seinen Lebensmitteln haben?

Auch die Belastung von Mensch und Tier ist ein wichtiges Kriterium. Durch zu großzügigen Gebrauch von Herbiziden gelangen deren schädliche Substanzen ungewollt in die Kanalisation und können auch nachträglich nicht von Klärwerken herausgefiltert werden.

Was die Gefährlichkeit der Gartenherbizide für Bienen betrifft, so ist lediglich beim Wirkstoff Glyphosat bekannt, dass er deren Immunsystem schwächt. Die in unserem Test untersuchten Herbizide sind hingegen laut Hersteller bienenungefährlich. Nichtsdestotrotz sind blühende Unkräuter für Bienen nützlicher als vernichtete blühende Unkräuter.

Alternativen zu Unkrautvernichtern

  • Mulchen
  • Rasen düngen
  • Richtig Rasenmähen
  • Thermische Vernichtung
  • Jäten

Weiterführende Links und Quellen

FAQ

Was ist bei Unkrautvernichtern zu beachten?

Achten Sie darauf, dass der Unkrautvernichter für Ihren Anwendungsbereich zugelassen und die Wirksamkeit für das Unkraut sichergestellt ist. Mischen Sie die Brühe nicht selbst, da sonst die Zulassung fehlt. Lesen Sie vor der Anwendung aufmerksam die Bedienungsanleitung durch und berücksichtigen Sie die Witterungsverhältnisse.

Wann verwende ich Unkrautvernichter?

Bei der Anwendung ist zu beachten, dass trockene Witterung die Wirksamkeit von Kontaktherbiziden erhöht. Die verspritzte Brühe wird dann besser von den Blättern aufgenommen, kann schneller auf der Oberfläche trocknen und läuft nicht herunter. Die Außentemperatur muss dafür nicht hoch sein, Blattverätzungsmittel sind schon bei Temperaturen von 10 Grad Celsius wirksam. Insbesondere für das Spritzen von Rasenherbiziden muss der Rasen trocken sein. Je wärmer und schwüler es ist, desto besser wirken insbesondere Totalherbizide wie Glyphosat.

Welche Unkrautvernichter sind erlaubt?

Alle Herbizide, die eine Zulassung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) erhalten haben sind gesetzlich erlaubt. Ihre Anwendung unterliegt aber strikten Vorgaben, die beachtet werden müssen. Im Landhandel vertriebene Unkrautvernichter sind nur für den professionellen Gartenbau und die Landwirtschaft zugelassen und dürfen nur von Personen mit der entsprechenden, nachweislichen Sachkenntnis verwendet werden. Essig und Salz sind theoretisch erlaubt, solange sie nicht in das Grundwasser eindringen. Sie sind laut einem gerichtlichen Beschluss Lebensmittel und damit nicht als Pflanzenschutzmittel nach dem Pflanzenschutzgesetz anzusehen.

Wann sind Hausmittel als Unkrautvernichter sinnvoll?

Die Wirksamkeit der meisten Hausmittel ist gering. Hausmittel sind deshalb in den meisten Fällen wenig sinnvoll. Eine Ausnahme bildet Brennnesseljauche, die gegen Unkraut wirksam ist, Insekten abwehrt und die Pflanzen stärkt.

Was taugen elektrische Unkrautvernichter?

Elektrische Unkrautvernichter sind Handgeräte, die entweder mit heißer Luft oder einer Heizspirale das Unkraut vernichten. Sie gehören damit zu den thermischen Unkrautvernichtern. Die elektrischen Helfer sind besonders schonend zum Boden und zur Umwelt, benötigen kein Gas und die Verbrennungsgefahr ist niedrig. Für die Anwendung in Beeten sind sie nur dann empfehlenswert, wenn ein ausreichender Abstand zu den Kulturpflanzen gegeben ist.

Wie lange lasse ich Unkrautvernichter einwirken?

Der Unkrautvernichter sollte mindestens einige Stunden einwirken. Die genaue Einwirkzeit sollte aus der Bedienungsanleitung hervorgehen. In dieser Zeit sollte es trocken bleiben, damit die Wirkstoffe nicht abgewaschen werden. Herbizide, vor allem die Totalherbizide, sollten Sie nie bei Wind spritzen, da die Abdrift ansonsten angrenzende Beete und Rasenflächen schädigen kann.

Wann verwende ich Unkrautvernichter vor der Rasensaat?

Die Rasenfläche sollte etwa vier Tage vor der Rasensaat mit Herbiziden behandelt werden. Anschließend nach der Aussaat darf der Rasen mindestens zwei Tage lang nicht gemäht werden, damit der Wirkstoff der Unkrautvernichter oder des Rasendüngers mit Unkrautvernichter optimal von den Unkräutern im Boden aufgenommen wird. Hier noch einmal zusammengefasst: Behandlung: Vier Tage vor der Aussaat das Herbizid Einwirken lassen Nach der Aussaat: Mindestens zwei Tage den Rasen nicht mähen Anwendung: Gegebenenfalls mehrmals im Jahr wiederholen

Wie lange sind Unkrautvernichter giftig?

Bei der Behandlung von Rasenflächen mit Unkrautvernichtern gilt: Halten Sie Kinder und Haustiere von frisch behandelten Flächen fern. Der Rasen sollte erst nach gründlicher Bewässerung oder kräftigem Regen wieder betreten werden. Einige Hersteller von Totalherbiziden auf Basis von Essigsäure geben an, dass nach dem Antrocknen des Herbizids Kinder wieder auf die behandelte Fläche dürfen. Ob das sinnvoll ist, sollte in jedem Fall Ihnen überlassen bleiben.

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