Evelyn Burdecki muss sich derzeit immer wieder solche Vorwürfe anhören. Der Grund: Die 37-Jährige kann die Finger nicht vom Zucker lassen. Und das, obwohl sie erst vor wenigen Wochen die Diagnose Fettleber bekommt und auf Zucker verzichten soll. Mit Sport versucht Evelyn, gegen ihre Heißhungerattacken anzukämpfen.
„Ich war jetzt gerade eine halbe Stunde auf dem Laufband. Kennt ihr das? Wenn man Sport gemacht hat, ist man so stolz auf sich und so motiviert, dass man dann auch wirklich den Süßigkeitenschrank in Ruhe lässt. Aber so nach zwei Tagen bröckelt die Fassade und wenn man dann nicht wieder zum Sport geht oder sich bewegen geht, dann fängt man wieder an! Es ist eigentlich wie so ein Teufelskreis."
Um aus diesem Teufelskreis auszubrechen, plant Evelyn eine Zuckerhypnose.
„Wir werden uns treffen in Berlin bei ihm und werden euch auch mitnehmen und euch zeigen. Ich hoffe, ich weiß nicht, ob es klappt, aber ich hoffe, dass es klappen wird. Wie ich vom Zucker weg komme."
Eine Zuckerhypnose soll dabei helfen, das Verlangen nach Süßem zu reduzieren, indem sie Essgewohnheiten und Verhaltensmuster verändert. Wissenschaftlich ist die Wirkung allerdings nicht eindeutig belegt. Studien zeigen: Die Ergebnisse fallen individuell sehr unterschiedlich aus. Langfristige Effekte sind nicht garantiert. Symptome oder Beschwerden hat Evelyn bislang nicht. Trotzdem ist es wichtig, eine Fettleber möglichst früh zu behandeln.
„Dann werden in der Leber deutlich mehr Fettteile eingespeichert. Die Zellen verfetten mehr und mehr. Das heißt, es ist mehr Bindegewebe als Funktionsgewebe. Die Leber kann ihre Aufgaben dann nicht mehr richtig wahrnehmen."
Um das zu verhindern, setzt Evelyn Burdeki auf die Zuckerhypnose, in der Hoffnung, ihre Heißhungerattacken in den Griff zu bekommen und die Fettleber loszuwerden.