„Es tut auch nicht weh. Es ist auszuhalten.“
Rapper Bushido geht einen neuen Schritt im Umgang mit seiner Migräne und macht damit auf eine Erkrankung aufmerksam, die Millionen betrifft. Schon seitdem er zehn Jahre alt ist, sind die heftigen Kopfschmerzen sein ständiger Begleiter. Erstmals spricht er im Sommer 2023 offen darüber.
„Dann ist es aber teilweise so stark, dass ich mir mit so einem Tuch um die Stirnbinde ganz fest zuschnüre, dass dieser Gegendruck irgendwie meinen Kopf nicht zum Zerplatzen bringt.“
Migräne ist mehr als nur Kopfschmerz. Frauen sind etwa dreimal häufiger betroffen als Männer. Die Symptome ähneln sich. Die Ursachen sind bis heute in vielen Fällen nicht vollständig geklärt.
„Es fängt an, dass ich dann praktisch irgendwie so einen Fleck habe, der irgendwie nicht so gut aussieht. Das ist so wie so ein Flimmern und so, und irgendwann wird das halt so groß, dass ich gar nichts mehr sehen kann. Also ich verliere auch das räumliche Sehen. Es ist sehr, sehr unangenehm, weil man natürlich dann auch so einfach alles verliert, so um sich herum. Man hat halt nicht mehr oben, unten, links, rechts, sondern es ist alles durcheinander gewurschtelt und dann kommen die Kopfschmerzen. Und die sind hart.“
Viele Betroffene probieren über Jahre unterschiedliche Therapien aus. Nicht alle helfen. Manche haben Nebenwirkungen. Auch Bushido verzichtet lange auf Medikamente. Jetzt der Schritt zum Botox.
„Dafür gibt es 32 definierte Injektionsorte am Hinterkopf, in der Nackenmuskulatur, in der Muskulatur, an der Schläfe. Dann zusätzlich noch die Stirn und dann vorne im Bereich der Zornesfalte.“
„Sehr gut.”
Die Methode ist medizinisch etabliert, wird aber vor allem bei chronischer Migräne eingesetzt. Meist dann, wenn andere Therapien nicht ausreichend wirken. Und sie hilft nicht allen Patienten. Nach etwa 14 Tagen entfaltet sich die volle Wirkung. Ob die Migräne damit langfristig verschwindet, bleibt offen.
Verwendete Quelle: Instagram/bushido