BetterMe verkauft Ihnen kein Abo, sondern ein Einstiegsangebot. An diesem Unterschied entscheidet sich, ob Sie die App später gut finden oder sich über Ihren Kontoauszug ärgern. BetterMe kostet im Einstieg laut Nutzerberichten auf Bewertungs- und Beschwerdeportalen rund 15 € für vier Wochen und verlängert sich danach automatisch zum höheren Regulärpreis, den der Anbieter nicht als einheitliche Preisliste veröffentlicht. Wenn Sie gerade in der Anmeldestrecke stehen oder eine Abbuchung sehen, die Sie nicht zuordnen können, sind Sie hier richtig. Die Trainings- und Ernährungsinhalte sind bei dieser App nicht der Streitpunkt. Der Vertrag ist es.
BetterMe: was Sie für Ihr Geld bekommen
BetterMe ist eine Health-Coaching-App: Sie bekommen Trainingspläne, dazu Ernährungsangebote, und das Training ist auf wenig oder gar kein Gerät ausgelegt, also auf das Wohnzimmer statt auf das Fitnessstudio. Der Weg hinein führt über eine Anmeldestrecke, an deren Ende ein auf Ihre Angaben zugeschnittener Plan und ein konkretes Preisangebot stehen. Welches Angebot Sie dabei sehen, hängt vom Kanal, über den Sie gekommen sind, und vom Zeitpunkt Ihrer Anmeldung ab.
Was im Abo steckt:
- Trainingspläne mit geringem Geräteaufwand, in verschiedenen Programmvarianten und Schwierigkeitsstufen
- Ernährungsangebote als Begleitung zum Training, nicht als ärztlich betreuter Plan
- Fortschritts- und Gewichtsverlauf in der App
- Zugang so lange, wie das Abo bezahlt ist, danach endet der Zugriff auf die Inhalte
Eines sollten Sie vor dem Bezahlen klären: BetterMe ist kein einzelnes Produkt, sondern eine Marke über mehreren Angeboten. Neben der Health-Coaching-App, um die es auf dieser Seite geht, läuft ein Pilates-Programm teils als eigenes Produkt, und für ein Calisthenics-Angebot existiert eine eigene Bewertungsseite auf Trustpilot (betterme-calisthenics.com), getrennt von der Seite zur Haupt-App (betterme.world).

Was BetterMe kostet: der Preis, den der Anbieter nicht veröffentlicht
Es gibt keinen Listenpreis, den man hier hinschreiben könnte. BetterMe veröffentlicht keine einheitliche Preistabelle, und die Beträge unterscheiden sich stark je nach Akquisekanal und Anmeldezeitpunkt. Die Größenordnung, die aus Nutzerberichten und Beschwerdeportalen hervorgeht, liegt bei rund 15 € für vier Wochen als Einstiegsangebot (Stand: August 2026). Das ist die Zahl, die in der Anmeldestrecke groß angezeigt wird. Sie ist nicht die Zahl, die Sie dauerhaft zahlen: Der Einstiegsbetrag verlängert sich automatisch zum regulären, höheren Preis.
Zwei Dinge daran kosten regelmäßig Geld.
Erstens der Takt. Vier Wochen sind kein Monat. Bei einem Vier-Wochen-Zyklus kommen Sie auf 13 Abbuchungen pro Jahr (13 mal 28 Tage sind 364 Tage), nicht auf zwölf. Wenn Sie mit einem Monatspreis kalkulieren, rechnen Sie Ihr Jahr um eine ganze Abbuchung zu günstig.
Zweitens der Zeitpunkt. Weil der Regulärpreis nicht öffentlich steht, sehen Sie ihn nur an der Stelle, an der er in Ihrer Bestellung genannt wird, und danach nie wieder, außer Sie haben ihn festgehalten.
Unser Rat: Machen Sie einen Screenshot, bevor Sie auf Bezahlen klicken, und halten Sie darauf fest:
- den Einstiegsbetrag mit Währung und die Länge des Zeitraums, für den er gilt (vier Wochen, ein Monat, drei Monate)
- den Preis der Verlängerung, falls er genannt wird, und den Takt, in dem verlängert wird
- das Datum, an dem zum ersten Mal verlängert wird
- die E-Mail-Adresse, mit der Sie sich angemeldet haben, und das Zahlungsmittel, über das abgebucht wird
- die Bestätigungsmail des Kaufs, die Sie nicht löschen, sondern in einen eigenen Ordner legen
Diese fünf Angaben sind später Ihr ganzer Verhandlungsstoff. Ohne sie diskutieren Sie über eine Abbuchung, deren Grundlage Sie selbst nicht mehr nachweisen können.

Und die Frage, die in der Suche fast so oft gestellt wird wie die nach dem Preis: Einen kostenlosen Dauerzugang zum Coaching-Programm veröffentlicht der Anbieter nicht. Die Testphase ist ein bezahltes Einstiegsangebot, kein Gratiszeitraum. Wer erwartet, dass am Ende einer kostenlosen Woche nichts abgebucht wird, hat das Modell missverstanden.
Der Haken: die Verlängerung läuft weiter, auch ohne App auf dem Handy
Achtung: Das Abo verlängert sich automatisch, und es hängt nicht am Icon auf Ihrem Startbildschirm. Wenn Sie die App löschen, kündigen Sie damit nichts. Der Vertrag läuft weiter, die Abbuchung kommt weiter, und der Zugang, den Sie nicht mehr nutzen, wird weiter bezahlt. Das ist der häufigste dokumentierte Fehler bei dieser App und der teuerste.
Dazu kommt ein Muster, das offen zutage liegt. Dokumentiert ist es vor allem auf dem Beschwerdeportal sikayetvar.com (Betreiber Xolvie), wo drei Threads Fälle sammeln, in denen Nutzer nach einem Kündigungsversuch weitere Abbuchungen melden; dazu beschreiben mehrere Erfahrungs- und Vergleichsseiten den Kündigungsweg als deutlich aufwendiger als die Anmeldung.
Hinweis: Ordnen Sie diese Quellen richtig ein. Das ist ein Beschwerdeportal, keine deutsche Verbraucherbehörde und kein geprüfter Test. Ein solches Portal sammelt Beschwerden, keine Zufriedenheit, und es sagt nichts darüber, wie viele Kündigungen reibungslos laufen. Es zeigt aber, an welcher Stelle es schiefgeht, wenn es schiefgeht, und diese Stelle ist bei BetterMe konsistent dieselbe: nicht das Training, nicht der Plan, sondern der Ausstieg aus dem Vertrag.
Unsere Position: Ein Anbieter, dessen Anmeldung zwei Minuten dauert und dessen Kündigung recherchiert werden muss, hat ein Problem mit der Fairness, nicht mit dem Produkt. Als Kundin oder Kunde können Sie das trotzdem in Ihren Griff bekommen, und dafür brauchen Sie keine Bewertung, sondern ein Datum und einen Paragrafen.
So kommen Sie aus dem BetterMe-Abo heraus
Der wichtigste Satz zuerst, und er steht im Gesetz, nicht in einer Bewertung: Wer Verbrauchern online Verträge über ein Dauerschuldverhältnis anbietet, muss auf der Website eine Kündigungsschaltfläche bereitstellen, die gut lesbar, ständig verfügbar und leicht zugänglich ist, beschriftet mit “Verträge hier kündigen” oder einer entsprechend eindeutigen Formulierung. Das regelt § 312k BGB. Der Knopf muss auf eine Bestätigungsseite führen, auf der Sie Ihre Kündigung samt Vertrag und gewünschtem Beendigungszeitpunkt angeben, und die Sie über eine zweite Schaltfläche (“jetzt kündigen” oder gleichwertig) absenden. Anschließend muss der Anbieter Ihnen sofort elektronisch in Textform bestätigen, was Sie gekündigt haben, wann die Kündigung eingegangen ist und wann der Vertrag endet. Fehlen Schaltflächen oder Bestätigungsseite, dürfen Sie den Vertrag jederzeit und ohne Kündigungsfrist beenden.
Damit wird aus dem Gefühl, hier sei etwas absichtlich unbequem gemacht, ein Anspruch, den Sie einfordern können. So gehen Sie vor:
- Prüfen Sie zuerst, wer abbucht. Steht auf Ihrer Abrechnung Apple oder Google, läuft das Abo über Ihr Store-Konto und wird auch dort beendet, nicht beim Anbieter. Wurde direkt per Karte oder PayPal abgebucht, ist BetterMe selbst Ihr Vertragspartner.
- Suchen Sie auf der Website die Kündigungsschaltfläche, nicht in der App. Der Kündigungsknopf nach § 312k gehört auf die Website, über die der Vertrag zustande kam, und ist dort ständig verfügbar.
- Senden Sie die Kündigung ab und lesen Sie die Bestätigung. Sie muss den Beendigungszeitpunkt nennen. Wenn dieser Zeitpunkt nach der nächsten Abbuchung liegt, wissen Sie das jetzt und nicht erst nach der Abbuchung.
- Speichern Sie die Bestätigung in Textform. Eine Bildschirmmeldung, die verschwindet, ist kein Nachweis. Eine E-Mail ist einer.
- Kontrollieren Sie den nächsten Kontoauszug am Tag nach dem Verlängerungsdatum, nicht erst am Monatsende.
- Wenn kein Kündigungsknopf existiert oder trotz Bestätigung abgebucht wird: kündigen Sie schriftlich per E-Mail, verweisen Sie ausdrücklich auf § 312k BGB und fordern Sie die Bestätigung in Textform ein. Reagiert der Anbieter nicht, ist die Verbraucherzentrale die nächste Adresse, und die fehlende Schaltfläche ist dabei Ihr stärkstes Argument.
Konkret durchgerechnet an einem Datum: Sie melden sich am 3. September für rund 15 € für vier Wochen an. Der Zyklus endet nach 28 Tagen, also am 1. Oktober, und an diesem Tag wird zum regulären Preis verlängert. Kündigen Sie am 25. September, beendet das in der Regel die Verlängerung, nicht den bereits bezahlten Zeitraum: Sie behalten den Zugang bis zum 1. Oktober und zahlen kein zweites Mal. Kündigen Sie am 2. Oktober, ist die Abbuchung durch, und Sie diskutieren über eine Rückerstattung statt über eine Kündigung. Der Unterschied zwischen diesen beiden Terminen ist eine Woche und der volle Regulärpreis.

Tipp: Tragen Sie das Verlängerungsdatum in den Kalender, sobald die Bestätigungsmail da ist, mit einer Erinnerung fünf Tage vorher. Nicht später am Abend, sondern in derselben Minute. Mit diesem einen Kalendereintrag können Sie ein Einstiegsangebot dieser Art gefahrlos mitnehmen; ohne ihn zahlen Sie irgendwann für Wochen, in denen Sie die App nicht geöffnet haben.
Wenn Sie das Abo-Modell so nicht wollen: zwei Wege für dieselbe Baustelle
BetterMe bearbeitet zwei Themen gleichzeitig, Training zu Hause und Ernährung. Wenn Sie nach dem Abschnitt oben lieber einen Anbieter mit nachvollziehbarer Preisstruktur nehmen, entscheiden Sie zuerst, welches der beiden Themen Ihr eigentliches ist. Die folgenden zwei Optionen decken je eines davon ab, die Ernährungsseite ausführlich in unseren Yazio Erfahrungen. Brauchen Sie beides in einer App, sind Sie bei BetterMe schlicht bequemer bedient.
Gymondo: für das Training zu Hause
Gymondo bedient dieselbe Baustelle, für die die meisten zu BetterMe kommen: angeleitetes Training in der eigenen Wohnung, ohne Studio und ohne Gerätepark. Bevor Sie dort abschließen, gilt derselbe Test wie oben, und er gilt bei jedem Anbieter: Sehen Sie sich die Laufzeit, den Verlängerungspreis und die Kündigungsschaltfläche an, und machen Sie den Screenshot. Der Anspruch aus § 312k BGB gilt nicht nur gegenüber BetterMe, sondern gegenüber jedem Anbieter, der Ihnen online ein laufendes Abo verkauft.
Yazio: wenn es Ihnen eigentlich ums Essen geht
Kommt Ihr Gewicht vor allem über das Essen und nicht über fehlendes Training, ist eine Kalorien-App das ehrlichere Werkzeug als ein Trainingsprogramm. Yazio Pro kostet 50,99 € für drei Monate oder 83,90 € für zwölf Monate (Stand: August 2026, App-Abopreise ändern sich häufig), und anders als bei BetterMe steht diese Staffel öffentlich. Die kostenlose Version reicht zum Kalorienzählen und zum Gewichtstracking; hinter Pro liegen unter anderem der Barcode-Scanner und die Rezeptbibliothek.
BetterMe: für wen sich das Einstiegsangebot rechnet
Wir halten BetterMe für eine vertretbare Wahl, wenn Sie zwei Bedingungen erfüllen: Sie wollen Training und Ernährung in einer App, und Sie tragen das Verlängerungsdatum vor dem Bezahlen in Ihren Kalender ein. Unter diesen Bedingungen bekommen Sie für rund 15 € vier Wochen Programm, und das ist im Vergleich zu Studio oder Personal Training wenig Geld für einen ernsthaften Anlauf.
Dafür spricht:
- niedrige Einstiegshürde, finanziell und organisatorisch
- viele Programmvarianten, auch mit wenig oder ohne Gerät
- Training und Ernährung aus einer Hand statt zwei Abos
Dagegen spricht:
- kein einheitlicher, öffentlich einsehbarer Preis, deshalb kein verlässlicher Vergleich vor dem Kauf
- automatische Verlängerung zum höheren Regulärpreis, im Vier-Wochen-Takt und damit 13-mal im Jahr
- dokumentierte Beschwerden über Abbuchungen nach Kündigungsversuchen und ein Kündigungsweg, den mehrere Quellen als aufwendiger als die Anmeldung beschreiben
Kurz gesagt: Wenn Sie Abos grundsätzlich vergessen, sobald sie laufen, lassen Sie dieses hier aus. Das ist keine Kritik am Programm, sondern eine realistische Einschätzung Ihres eigenen Verhaltens, und sie ist bei diesem Anbieter mehr wert als jede Funktionsliste. Einen Überblick über die Konkurrenz und die Preismodelle im Markt finden Sie in unserer Übersicht zu Abnehm-Apps; ob Sie überhaupt ein Trainingsprogramm brauchen oder mit der Ernährung weiterkommen, klärt der Beitrag zum Abnehmen ohne Sport.
BetterMe mit einem Termin im Kalender starten
Wenn Sie das Datum im Griff haben, ist das Einstiegsangebot ein günstiger Weg, vier Wochen angeleitetes Training zu Hause auszuprobieren. Also in dieser Reihenfolge: Anmeldestrecke durchlaufen, im Bestellabschluss den Betrag und den Verlängerungstermin abfotografieren, den Termin sofort eintragen, danach bezahlen.
Fragen, die vor dem Abschluss immer wieder auftauchen
Was kostet BetterMe im Monat?
Einen festen Monatspreis gibt es nicht. Der Einstieg liegt laut Nutzerberichten bei rund 15 € für vier Wochen, danach verlängert sich das Abo automatisch zum höheren Regulärpreis, den der Anbieter nicht einheitlich veröffentlicht (Stand: August 2026). Rechnen Sie außerdem nicht in Monaten: Im Vier-Wochen-Takt zahlen Sie 13 Mal pro Jahr. Den für Sie gültigen Betrag sehen Sie nur in Ihrer eigenen Bestellung, weil das Angebot je nach Kanal und Zeitpunkt unterschiedlich ausfällt.
Ist die App BetterMe seriös?
Ja, im Sinne von: Es gibt ein echtes Produkt, es wird geliefert, und die Inhalte sind nicht der Grund für die schlechten Bewertungen. Der Streit dreht sich um die Abrechnung. Achten Sie beim Lesen von Bewertungen darauf, welches BetterMe-Produkt bewertet wird, denn die Haupt-App (betterme.world) und das Calisthenics-Angebot (betterme-calisthenics.com) haben getrennte Bewertungsseiten mit getrennten Noten. Eine gute Note beim einen Produkt sagt über das andere nichts.
Ist BetterMe gratis?
Nein. Einen kostenlosen Dauerzugang zum Coaching-Programm veröffentlicht der Anbieter nicht, und die Testphase ist ein bezahltes Einstiegsangebot, kein Gratiszeitraum. Wenn Sie eine Variante zum Nulltarif suchen, kommen Sie mit der kostenlosen Version einer Kalorien-App weiter als mit einem verbilligten Coaching-Abo.
Wie kann ich mein BetterMe Abo kündigen?
Über die Website, nicht über das Löschen der App: Die App vom Handy zu entfernen beendet den Vertrag nicht. Prüfen Sie zuerst, ob Apple oder Google abbucht, dann läuft die Kündigung über das Store-Konto. Sonst nutzen Sie die Kündigungsschaltfläche des Anbieters, die nach § 312k BGB gut lesbar und ständig verfügbar auf der Website stehen muss, und speichern Sie die Bestätigung in Textform. Fehlt diese Schaltfläche, können Sie jederzeit und ohne Kündigungsfrist kündigen, und das ist der Punkt, auf den Sie sich in einer E-Mail ausdrücklich berufen sollten.
Was ist BetterMe Pilates und gilt das Abo dafür?
Das Pilates-Programm läuft teils als eigenes Produkt und nicht automatisch als Teil dessen, was Sie in der Health-Coaching-App gebucht haben. Kontrollieren Sie deshalb im Bestellabschluss den Produktnamen und, nach dem Kauf, die Bezeichnung auf Ihrer Abrechnung. Wer zwei Angebote derselben Marke nacheinander durch die Anmeldestrecke bucht, hat am Ende zwei laufende Abos, und beide verlängern sich unabhängig voneinander.
Lohnt sich BetterMe zum Abnehmen überhaupt?
Das Gewicht sinkt über das Kaloriendefizit, nicht über die App. BetterMe liefert Struktur, Anleitung und eine Erinnerung, und für viele ist genau das der fehlende Teil. Wenn Sie schon wissen, was Sie tun müssten, und es nur nicht tun, kann ein bezahltes Programm der Auslöser sein. Wenn Sie eine Abkürzung erwarten, sparen Sie das Geld: Praktische Ansätze ohne Abo sammeln wir in unseren Tipps zum Abnehmen.