Bitte hab Verständnis dafür, dass wir in diesem Browser keine optimale Nutzung von RTL.de gewährleisten können. Bitte benutze einen aktuelleren Browser (z.B. Chrome, Firefox, Safari oder Edge), damit du die Seite wie gewohnt nutzen kannst.

Themen und Personen

Slowenien

Slowenien ist eine Republik in Südosteuropa, die mehrere Jahrhunderte unter fremder Herrschaft stand und seit 1991 ein unabhängiger Staat ist.

Slowenien picture alliance / Zoonar | ROBERT RUIDL

Slowenien ist ein demokratischer Staat in Europa, der in der Vergangenheit zum Staatenbund Jugoslawiens gehörte. Er hat etwa 2.100.000 Einwohner. Die Landeshauptstadt Ljubljana mit ihren rund 288.300 Einwohnern befindet sich im Zentrum des Landes. Die Nachbarländer Sloweniens sind Italien, Österreich, Ungarn und Kroatien. Ein Teil der Adriaküste liegt auf slowenischem Staatsgebiet.

Sloweniens Geschichte - vom Fürstentum Karantanien zum Königreich Jugoslawien

Im 6. Jahrhundert ließen sich die ersten Slawen im heutigen Staatsgebiet von Slowenien nieder und gründeten im 7. Jahrhundert das Fürstentum Karantanien. In den nachfolgenden Jahrhunderten wurde das Land von fremden Machthabern regiert, darunter Bayern, Franken und die Habsburger. Im 13. Jahrhundert stand ein Großteil Sloweniens unter habsburgischer und später unter österreichisch-ungarischer Herrschaft, was sich bis zum Ende des Ersten Weltkrieges nicht änderte. Obwohl die Slowenen unterdrückt wurden, konnten sie sich ihre Identität bewahren. Nach der Auflösung Österreich-Ungarns entstand am 1. Dezember 1918 das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen. Elf Jahre später folgte die Umbenennung in Königreich Jugoslawien.

Slowenien im Zweiten Weltkrieg und als Bestandteil Jugoslawiens

Der Zweite Weltkrieg war für Slowenien eine Zeit des Umbruchs. Im Balkanfeldzug 1941 besetzte die deutsche Wehrmacht das jugoslawische Territorium. Slowenien wurde zwischen Deutschland, Ungarn und Italien aufgeteilt. Etwa 80.000 Menschen wurden aus Slowenien nach Deutschland, Rumänien und Bulgarien deportiert, um dort Zwangsarbeit zu verrichten. Nach dem Ende Krieges kam es am 29. November 1945 zur Gründung der Demokratischen Föderativen Volksrepublik Jugoslawien, die 1963 in Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien umbenannt wurde. Slowenien war ein Bestandteil dieses Staatenbundes. Während es einen Teil des Freien Territoriums Triest an Italien abtreten musste, bekam es im Gegenzug die Städte Koper und Portoroz sowie etwa 50 Kilometer Adriaküste zugesprochen.

Sloweniens Unabhängigkeit

Der jugoslawische Bürgerkrieg in den frühen 1990er-Jahren war in Slowenien nur von kurzer Dauer. Am 25. Juni 1991 erklärte das Land seine Unabhängigkeit vom Staatenbund und gründete in den nachfolgenden Monaten eine eigenständige Republik. Wegen der zügigen Entwicklung zum demokratischen Staat kam es im November 1998 erstmals zu Verhandlungen über einen Beitritt zur EU. In der Volksabstimmung am 23. März 2003 stimmte die große Mehrheit der Einwohner für den Beitritt zur EU und zur NATO. Am 1. Januar 2007 wurde der Tolar durch den Euro als offizielle Währung in Slowenien abgelöst.