RTL.de
TV
GZSZ
Dschungelcamp
Der Bachel
DSDS
Now
Themen und Personen

Familienunternehmen

Familienunternehmen sind häufig mittelständische Unternehmen, bei denen weitere Familienmitglieder des Eigentümers in leitender Funktion tätig sind.

Familienunternehmen

Familienunternehmen sind Betriebe, bei der mindestens eine weitere Person aus dem Familienkreis des Eigentümers an der Leitung bzw. Kontrolle des Unternehmens beteiligt ist. Sie gehören in der Regel zu den kleineren und mittleren Unternehmen (KMU). Viele Familienunternehmen bestehen über mehrere Generationen und werden in der Leitung von den Eltern zu den Kindern oder von Ehepartner zu Ehepartner übertragen. Dabei bleiben über 50 % der Unternehmensanteile in der Familie. Die Definition eines Familienunternehmens hängt jedoch nicht von einer spezifischen Beschäftigtenzahl oder einer fixierten Zahl des Jahresumsatzes ab, auch wenn viele der Unternehmen zu den mittelständischen Unternehmen gehören. So gibt es auch Familienunternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von über 50 Millionen Euro.

Geschichte der Familienunternehmen

International hatten Familienunternehmen bereits vor der Industrialisierung eine zentrale ökonomische Bedeutung für Volkswirtschaften. So ist der Aufstieg des Familienunternehmens eng verknüpft mit der Verbreitung des Handwerks und der Handelsberufe. Bis 2006 galt das Familienunternehmen des japanischen Tempelbauers Kong? Gumi als ältestes noch existierendes Familienunternehmen überhaupt. Es bestand bereits im Jahr 578 n. Chr. Zu den ältesten Familienunternehmen in Deutschland gehörte lange das Postunternehmen der Adelsfamilie Thurn und Taxis, das über 600 Jahre lang das deutsche und europäische Postwesen prägte. Mit der fortlaufenden Industrialisierung gewannen zwar nicht familiengeführte Großunternehmen gesteigerte Bedeutung, doch noch heute gehören Familienunternehmen zu den zentralen Wirtschaftsfaktoren in Deutschland und der Welt. Die Geschichte der ältesten, heute noch existierenden Familienunternehmen lässt sich bis in das 16. und 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Viele Familienunternehmen gelten daher als Traditionsunternehmen.

Die ökonomische Bedeutung von Familienunternehmen

Das Wirtschaftsforschungsinstitut IW (Institut der deutschen Wirtschaft) stellte 2019 fest, dass etwa 2,5 Millionen Menschen in Deutschland in den „Top 500“ der Familienunternehmen des Landes beschäftigt sind. Etwa 90 Prozent der deutschen Unternehmen gelten als von Familien kontrollierte Unternehmen. Dabei erzielten sie laut Statistik des Jahres 2017 etwa 52 % aller Umsätze und unterhielten etwa 58 % aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse. Zu den wichtigen Interessensvertretungen gehört die Stiftung Familienunternehmen in München.