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Dominikanische Republik

Die Dominikanische Republik ist ein Inselstaat in der Karibik, der auf eine wechselvolle Geschichte mit teilweise dramatischen Passagen zurückblicken kann.

Dominikanische Republik picture alliance / Bildagentur-online/Tetra-Images | Bildagentur-online/Tetra/, ac productions

Die Dominikanische Republik ist ein Inselstaat in der Karibik. Er befindet sich auf der Insel Hispaniola, die er sich mit dem Nachbarstaat Haiti teilt. Während sich der nördliche Teil am Atlantik befindet, liegt die südliche Küste am Karibischen Meer. In der Dominikanischen Republik leben rund elf Millionen Menschen. Die Hauptstadt Santo Domingo de Guzmán an der Südküste hat etwa 3 Millionen Einwohner. Das Land besteht hauptsächlich aus bergigen Regionen. Nur im Osten und im Längstal Valle Del Cibao im Norden ist es überwiegend flach. Die Einwohner werden im deutschen Sprachgebrauch als Dominikaner bezeichnet. Die benachbarten Länder sind Jamaika, Kuba, die Bahamas sowie die Turks- und Caicos-Inseln.

Die Rolle der spanischen Krone in der Geschichte der Dominikanischen Republik

Der berühmte Seefahrer Christoph Kolumbus entdeckte die Insel Hispaniola im Jahr 1492. Vier Jahre später gründete sein Bruder Bartolomeo die Stadt Santo Domingo. Der östliche Inselteil erhielt daraufhin den gleichen Namen. Hispaniola war mehrere Jahrhunderte eine spanische Kolonie, bis sich Santo Domingo 1844 von Haiti unabhängig machte und der Krone den Rücken kehrte. In diesem Zeitraum entstand die heutige Bezeichnung Dominikanische Republik. Der erste Präsident war Pedro Santana. Nach dem Ende seiner Amtszeit im Jahr 1861 unterstellte er das Land ein weiteres Mal der spanischen Krone, um Angriffe des Nachbarn Haiti abzuwehren.

Die Dominikanische Republik und ihr Verhältnis zu den Vereinigten Staaten

1865 kam es zur wiederholten Trennung von der spanischen Krone und zur erneuten Entstehung einer Republik. 1871 wollten sich die Dominikaner den USA anschließen. Der Kongress entschied jedoch dagegen. Drei Jahre später wurde ein Friedensvertrag mit dem Nachbarland Haiti geschlossen. Von 1916 bis 1924 stand die Dominikanische Republik unter US-amerikanischer Besatzung. Anschließend wurde das Land sechs Jahre lang demokratisch reagiert.

Diktatur Trujillo und vierte Republik

1930 stürzte General Rafael Trujillo die demokratische Regierung und übernahm die Macht in der Dominikanischen Republik. Mehr als 30 Jahre regierte er das Land und sorgte für eine ethnische Säuberung, indem er zahlreiche Haitianer umbringen ließ. Nach seiner Ermordung im Jahr 1961 wurde das Land in einer chaotischen Phase vier Jahre vom Militär reagiert, bevor 1965 die vierte Republik ausgerufen wurde.