„I think we had a really great meeting."
Sagt Trump nach einem Gespräch mit republikanischen Senatoren im US-Kongress. Ein großartiges Treffen also. Doch dann ein Seitenhieb.
„Ein paar Leute mag ich nicht, aber ich denke, das ist okay. Ich denke, Sie wissen, wer sie sind."
Das gilt wohl ihm, Bill Cassidy, langjähriger Senator aus Louisiana, und einer der vier Republikaner, die am Dienstag eine Resolution der Demokraten unterstützt hatten. Thema: die Beschränkung von Trumps Befugnissen im Iran-Krieg. Cassidy berichtet, er habe dem US-Präsidenten bei dem Treffen vorgehalten, ursprünglich von einem vierwöchigen Krieg gesprochen zu haben. Nun dauere der aber bereits vier Monate. Das Gespräch sei laut geworden.
„Ich lasse mich nicht einschüchtern, wenn ich versuche, Antworten für das amerikanische Volk zu bekommen."
Und so ist es von da an dann eskaliert. Wie genau berichtet ein CNN-Reporter Kerstin Himberg
„Cassidy und Trump lieferten sich ein Wortgefecht. Trump forderte Cassidy auf, sich hinzusetzen. Cassidy weigerte sich. Wie mir von Quellen berichtet wurde, die im Raum anwesend waren. Daraufhin bezeichnete Trump ihn als Verrückten."
Die beiden haben eine Vorgeschichte. Cassidy hatte nach dem Sturm auf das Kapitol als einer der wenigen Republikaner für eine Amtsenthebung Trumps gestimmt. Der rächt sich, indem er bei einer parteiinternen Vorwahl Cassidys Konkurrentin unterstützt. Nach dem Schreiduell im Kongress spricht Cassidy auf X nun von einer schnellen Einladung ins Weiße Haus und bedankt sich bei Vizepräsident Vance für die ausführliche Unterrichtung zum Thema Iran. Viele seiner Bedenken seien angesprochen worden, sagt Cassidy, und hat bei dem folgenden Senatsvotum über den Krieg wieder mit den Republikanern gestimmt.