Großeinsatz am Bahnhof Siegburg/Bonn. Ein Mann wird festgenommen. Er soll zuvor in diesem ICE auf der Fahrt nach Frankfurt PYROTECHNIK gezündet haben:
„Unsere Kräfte aus dem Revier Siegburg sind in den Zug rein, haben den Tatverdächtigen in der Toilette angefunden. Er wurde dort von einem Reisenden zurückgehalten, dass er nicht aus der Toilette rauskommen konnte, bis er an die Einsatzkräfte übergeben worden ist."
Der mutmaßliche Täter: ein 20-jähriger Deutscher. Laut Polizei war er vermummt, hatte neben den mit Kunststoffkugeln gefüllten Böllern auch Messer im Rucksack. Medienberichten zufolge drohte er -- einen Anschlag wolle er begehen, Menschen töten.
Zwölf Fahrgäste erleiden unter anderem Knalltraumata und leichte Hautverletzungen.
Augenzeugen berichten von Chaos -- und Panik im Zug:
„Ich war in Wagen 23 und dann habe ich über die Kopfhörer nur das erste leichte Explodieren gehört. (...) Eine Person ist dann losgerannt vom Anfang des Wagens und hat gesagt 'Wer war das, wer war das?' Und sobald ich die Person erst wahrgenommen habe, ist der Täter nochmal durch die Tür gelaufen, hat die zweite reingeworfen. Und dann hieß es 'Rennt raus, rennt raus!'"
„Plötzlich kam eine Gruppe von Menschen, eine Frau mit Baby an uns vorbeigerannt, einer schrie was auf Englisch von 'Attack' und 'Go, go, go!'"
Die Passagiere mussten ihre Reise mit BUSSEN fortsetzen.
Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf und der Staatsschutz der Bonner Polizei haben die Ermittlungen übernommen – das geschieht vor allem bei POLITISCH motivierten Straftaten. Offiziell ist zu dem Tatmotiv noch NICHTS bekannt.