Eine Tankstelle in Völklingen im Saarland wurde am Donnerstagabend überfallen. Ein Polizist wird bei der anschließenden Verfolgungsjagd erschossen mit seiner eigenen Dienstwaffe. Augenzeugen versuchen zunächst, das Schlimmste zu verhindern.
„Mein Bruder war auch an der Aral Tankstelle gestern. Der hat auch die Frau gerettet. Der Typ wollte die Frau abstechen und mein Bruder hat sie gerettet. Ja, also mein Bruder ist auf jeden Fall auch ein Held. Alles geht ganz schnell. Der Täter flieht mit erbeutetem Geld. Die Polizei ist schnell vor Ort, doch auf einmal fallen Schüsse.“
„Man hat Angst, um ehrlich zu sagen, um sich selber. Um seine Kinder, seine Kinder.“
„Da standen drei Polizisten, die hatten die Waffe in der Hand und haben hier hoch Richtung Markt geschossen. Und ich bin dann mit dem Hund hinten dran vorbeigegangen und die Polizisten haben gerufen: Sofort weg, sofort weg! Da war ein Spielplatz. Auf dem Spielplatz waren auch noch kleine Kinder, die wurden auch schnell weggeschickt und man hat also eine Vielzahl von Schüssen gehört.“
„Keine Ahnung, ich kann es immer noch nicht realisieren. Also. Das war schon ein komisches Gefühl. Hier in Völklingen.“
Auf diesem Video soll zu sehen sein, wie ein Anwohner sein Leben riskiert, als er den Polizist aus der Schusslinie zieht.
„Also ich fasziniere, muss ich ehrlich sagen, dass er sich das überhaupt zugetraut hat in dieser Situation. Man hat ja auch die Schüsse noch gehört.“
Doch für den Polizisten kam der Einsatz zu spät. Polizeibeamte legen heute am Tatort Blumen nieder für ihren erschossenen Kollegen. Die Tat hinterlässt Fassungslosigkeit in Völklingen.
„Gestern bin ich sprachlos. Nach Hause gekommen, mit Tränen in den Augen. Ich konnte mit meiner Frau gar nicht reden. Also, ich war fertig.“
„Wie geht es Ihnen heute? Genauso.“
Bisher ist nicht bekannt, wie der Täter an die Pistole des Beamten kommen konnte. Das sollen Ermittlungen jetzt klären.