Nachdem sie vor rund acht Stunden schon ihr Zuhause verlassen mussten, müssen die Einwohner von Hürtgenwald/Gey jetzt schon wieder raus. Die Notunterkunft wird evakuiert - dort regnet es jetzt Asche.
Tina Claßen und ihre Kinder gehören zu denen, die jetzt im 10 Kilometer entfernten Düren unter-gebracht wurden. Ihr Mann hilft beim Löschen.
"Das ist sehr schwierig, ich muss mich zum einen auf die Kinder konzentrieren und die ruhig halten und beruhigen. Ich muss ruhig bleiben und darf nicht in Panik verfallen Oh Gott mein Mann ist da draußen, das ist schwierig, da ne Waage zu finden. Aber ich weiß, mein Mann macht das schon länger, der kann das. Ich kann mich auf ihn verlassen."
Der Brandherd liegt hier zwischen Köln und Aachen in der Gemeinde Hürtgenwald. Gefährlich nahe nicht nur an Gay, sondern auch an Großhau. Dort mussten die Menschen ihre Häuser und Wohnungen bisher noch nicht verlassen.
Seit gestern Nachmittag brennt es. Das Problem: vor allem der Wind. DER hat im Zusammenspiel mit der Trockenheit dafür gesorgt, dass das Feuer den Ortschaften immer näher kommt.
Es brennt mittlerweile auf einer Fläche von gut 420 Fußballfeldern. Hilfe aus der Luft gibt's auch aus anderen Bundesländern. Dazu stehen auch Polizei und sogar die Bun-deswehr mit Räumpan-zern bereit, um die Wege für die Helfer frei zu machen.
"Löschgruppen von weit her überall, aber auch die Landwirte, Lohnunternehmer, alle unterstützen so wie sie können mit Wasserfässern mit allem, der Forst ist im Einsatz und das zeigt einem, man steht hier nicht alleine, weil sonst hätte man schon längst aufgeben können."
DAS ist für alle hier aber keine Option und die Hoffnung, dass die Retter, wie der Mann von Tina Claßen, den Brand unter Kontrolle bringen, gibt hier so schnell niemand auf.