Das Flugzeug schießt über die 4.000 Meter lange Startbahn hinweg, wirbelt Staub auf. Erst weit hinter der Piste gelingt es der Crew doch noch, die Maschine hochzuziehen. Darauf kreist die Boeing gut zwei Stunden über die Region, um Kerosin abzulassen und schließlich in München notlanden zu können. Nach ihrer Rückkehr bleibt die Maschine auf der Start- und Landebahn stehen, da sie nicht mehr aus eigener Kraft rollen kann. Reifen und Fahrwerk sind beschädigt, wie diese Bilder belegen sollen. Wie es zu dem Vorfall kommen konnte, ist noch unklar. Angesichts der Aufnahmen kommen für Experten zwei Möglichkeiten infrage.
Pilot Mirko Miesen: „Wenn man die Bilder sieht, dass also ein Flugzeug auf der Startbahn es nicht schafft, rechtzeitig in die Luft zu kommen und dann also wirklich Staub aufgewirbelt wird und nachher auch das Fahrwerk beschädigt ist, dann liegt der Verdacht nahe, dass hier natürlich entweder die Technik versagt hat: ‚Ich konnte nicht rechtzeitig abheben.‘ Oder aber der Pilot hat vorher irgendetwas falsch eingegeben, sich vertan oder falsch berechnet.”
Die Fluggesellschaft untersucht jetzt den Vorgang zusammen mit der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung. Die Passagiere und Crew sollen die Beinahekatastrophe unverletzt überstanden haben.