Sie waren unzertrennlich: der achtjährige Border Collie Chutou und sein Herrchen Guo, ein bisher vor allem in China bekannter Reise-Blogger. Rund 1,5 Millionen Follower waren regelmäßig dabei, wenn die beiden in Guos Van durch China, Tibet und die Mongolei reisten.
„Acht Jahre war es wie ein Traum. Und jetzt wage ich kaum, daran zu denken – es ist wie ein Albtraum.“
Denn Mitte Mai verschwindet Chutou plötzlich vom Bauernhof von Guos Eltern. Ein Überwachungsvideo zeigt: Zwei Leute auf einem Motorroller haben den Hund entführt. Guo findet die Diebe, doch sie haben Chutou für umgerechnet 23 € an ein Hundefleisch-Restaurant verkauft. Als Guo den Besitzer stellt, wird der noch frech.
„Hätte ich ihn nicht getötet, hätte ich Ihnen den Hund zurückgeschickt. Ich habe sofort bereut, ihn geschlachtet zu haben. Er war voller Fett, sehr ölig!“
Auch wenn laut einer Studie fast 90 Prozent der Chinesen kein Hundefleisch essen: Geschätzt zehn Millionen Hunde werden jedes Jahr in China geschlachtet – und die meisten davon laut Experten Straßenhunde oder gestohlene Haustiere.
„Auch wenn Hunde mittlerweile in China auch nicht als Nutztiere, sondern als sogenannte Haustiere eingestuft werden, werden diese nicht entsprechend geschützt.“
Guo will die Täter jetzt verklagen und sammelt Geld, um auf Hundediebstahl und illegalen Hundefleischhandel aufmerksam zu machen – damit der Tod von Chutou wenigstens nicht umsonst war.