Es ist Dienstagmorgen, als Kobe Phillips in der ostflämischen Stadt Dendermonde bei der Verlegung eines Abwasserrohrs plötzlich mit dem Bohrhammer auf etwas hartes und glänzendes stieß. Hier, wo jetzt eine Kiste steht:
„Ich dachte, es wären Ein-Euro-Münzen, die alle ordentlich nebeneinander aufgereiht waren. Also fingen wir an, sie herauszuziehen, und dann sahen wir einen kleinen Goldbarren – er hatte sich sogar an unserer Nagelpistole verfangen. Wir zogen immer weiter Dinge heraus, und es stellte sich heraus, dass es deutlich mehr war, als wir erwartet hatten.“
Die Polizei veröffentlichte jetzt diese Fotos: Ganze 50 Goldbarren und dazu noch etliche Goldmünzen im Gesamtwert von rund neun Millionen Euro lagen dort eingemauert in den Kellerwänden. Damit hätte Kobe natürlich für immer ausgesorgt:
„Ja, letztendlich ist es schon etwas Besonderes, und man kann ein bisschen träumen."
Aber dem Studenten und seinen Kollegen war natürlich auch sofort klar, dass sie den Fund direkt der Polizei melden.
Doch wie kommt das Gold in die Wand? Der ehemalige Bürgermeister von Dendermonde spekuliert, dass es schon lange dort liegt und sich die ehemaligen Besitzer aus gutem Grund gegen die Nutzung eines Banktresors entschieden haben:
Piet Buyse, Historiker und ehemaliger Bürgermeister von Dendermonde
„Schließlich sind während der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre Banken in Konkurs gegangen. Mit anderen Worten: Das gesamte Vermögen, das die Menschen bei diesen Banken angelegt hatten, ging bei dem Zusammenbruch verloren."
Die Polizei in Belgien hat den Goldschatz an einen sicheren Ort gebracht und versucht nun den rechtmäßigen Besitzer ausfindig zu machen. Kobe und seine Kollegen hoffen derweil auf einen kleinen Finderlohn.