RTL-Reiseexperte Ralf Benkö klärt auf: Angst vor Osterurlaub in Türkei und Ägypten – kann ich jetzt noch stornieren?
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Der Irankonflikt dauert an und sogar in der Türkei gab es jetzt Raketenalarm. Dabei steht Ostern und somit für viele Deutsche der Osterurlaub bevor. Aber kann man den kostenlos stornieren?
„Zwei Tage nachdem wir gebucht hatten, ging das mit den Unruhen los und ein bisschen komisch fühle ich mich schon.“
„Ich hätte mir mehr Gedanken gemacht, wenn ich über Dubai oder so fliegen müsste.“
„Im Hinterkopf steckt schon drin also 1000 Kilometer. Die Gefährdung an und man weiß es nie.“
Während diese Urlauber hier in Frankfurt und Düsseldorf schon unterwegs sind, fragen sich viele:
Was ist eigentlich mit Reisen, die zum Beispiel für Ostern gebucht sind?
Das Auswärtige Amt warnt aktuell vor Reisen in Teile der Golfregion – darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman und weitere Staaten.
„Dann müsste normalerweise eigentlich schon eine Art Automatismus bei den Reiseveranstaltern anlaufen, wenn ich eine Pauschalreise gebucht habe, dass sie an mich herantreten, dass sie erklären, die Reisen würden erst mal abgesagt, verschoben, wie auch immer. Und das müsste dann auch kostenfrei für mich geschehen. Ich müsste den Reisepreis zurückbekommen// wenn man individuell gebucht hat , dann hat man eine ganz andere Situation und dann geht es nicht so leicht auszusteigen .“
Und auch beliebte Urlaubsziele wie die Türkei oder Ägypten liegen nicht weit vom Krisengebiet entfernt. Eine offizielle Reisewarnung gibt es dort aber nicht. Nur wegen eines schlechten Bauchgefühls stornieren – geht das überhaupt?
„Wenn ich ohne ausreichenden Hintergrund für eine Argumentation , dass es eben unzumutbar ist , erhebliche Beeinträchtigungen am Urlaubsort zum Zeitpunkt meiner Reise , wenn ich das eben nicht, sicher belegen kann , dann, muss ich damit rechnen , dass ich volle Stornokosten für diese Stornierung zahlen muss .
Viele suchen jetzt vermutlich schon nach Alternativen zu Ägypten oder der Türkei. Zum Beispiel das Mittelmeer.
„Ja, natürlich kann eine Nahost-Krisen-Situation dazu führen, dass eine Mittelmeernachfrage sich steigern wird. Das ist möglich.“
Und dann wirds teuer. Es lohnt sich also Alternativen zu prüfen.
Ein Blick auf eine Preisanalyse des Portals HolidayCheck zeigt: Ein Familienurlaub an der spanischen Costa Brava war zuletzt rund 15 Prozent günstiger als im Jahr zuvor. Deutlich teurer dagegen: die Algarve in Portugal – hier liegen die Preise rund 18 Prozent höher. Auch einige griechische Inseln, Ibiza und Sardinien, werden teurer.
Während viele noch zögern, entdecken andere die Heimat als Alternative: „Wir sehen eben ganz, ganz klar, dass die Buchungslage eben noch stärker der Trend befeuert wird, dass Deutschlands Tourismus und die Leute einfach den Urlaub derzeit auch in heimischen Gefilden wieder extrem stark nachfragen.“
Denn wie sich die Lage im Nahen Osten weiterentwickelt – und welche Folgen das für den Urlaubssommer hat – ist im Moment noch völlig offen.
